Mitbegründer der Roten Brigaden ist tot

14. Jänner 2013, 13:00

Prospero Gallinari erlag im Alter von 62 Jahren vermutlich einem Herzinfarkt

Rom - Der italienische Linksextremist Prospero Gallinari, der wegen seiner Verwicklung in die Entführung und Ermordung des christdemokratischen Regierungschefs Aldo Moro im Jahr 1983 zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, ist am Montag in der Garage seines Hauses in der norditalienischen Stadt Reggio Emilia tot aufgefunden worden. Nach Angaben italienischer Medien könnte der 62-jährige Mitbegründer der Terrorgruppe Rote Brigaden (Brigate Rosse) einem Herzinfarkt erlegen sein.

Die Behörden hatten Gallinari ursprünglich für den Mörder Moros gehalten, später entlastete ihn jedoch der Linksextremist Mario Moretti, der sich ebenfalls an der Entführung beteiligt hatte. Gallinari, der sich mehreren Herzoperationen unterzogen hatte, konnte wegen seines angeschlagenen Gesundheitszustands die Strafanstalt verlassen. Seit einigen Jahren lebte er in seiner Heimatstadt Reggio Emilia.

Mord im Schatten des "Historischen Kompromisses"

Der 1916 geborene Moro war von 1963 bis 1968 und noch einmal von 1974 bis 1976 Ministerpräsident und damit nach Alcide De Gasperi, Giulio Andreotti und Silvio Berlusconi der am längsten amtierende Regierungschef Italiens nach dem Zweiten Weltkrieg.

In den 70er Jahren war Moro einer der größten Befürworter des "Historischen Kompromisses", einem vom Chef der Kommunistischen Partei Italiens (PCI), Enrico Berlinguer, vorgeschlagenen Solidaritätspakt zwischen der PCI und der Democrazia Cristiana, um das Problem der Wirtschaftskrise zu lösen. Außerdem setzte sich Moro für einen NATO-Austritt Italiens ein.

Papst Paul VI. bot sich als Geisel an

Moro wurde am 16. März 1978 von den Brigate Rosse auf dem Weg ins Parlament entführt, fünf seiner Leibwächter wurden dabei getötet. Am 9. Mai wurde er nach 55-tägiger Geiselhaft tot im Kofferraum eines Autos aufgefunden, das in der Innenstadt von Rom in der Nähe des Sitzes der PCI und der Democrazia Cristiana abgestellt worden war.

Mario Moretti hatte Moro mit acht Schüssen ermordet, nachdem Italiens Regierung die Forderung der Terroristen nach Freilassung inhaftierter Gesinnungsgenossen nicht erfüllt hatte. Der damalige Papst Paul VI. hatte sich vergeblich im Austausch als Geisel für seinen Freund Moro angeboten. Die Hintergründe der Tat sind bis heute ungeklärt und umstritten. (APA, 14.1.2013)

1978 stand der "historische Kompromiss" längst nicht mehr zur Diskussion.

ein NATO-Austritt schon gar nicht.

der KGB hatte zwar die Roten Brigaden gefördert.

die Entführung Moros war jedoch wie die Schleier-Entführung der RAF ein banaler Erpressungsversuch:

http://aron2201sperber.wordpress.com/2010/09/3... aldo-moro/

Oh, wie süß, dass sie zu diesem neofaschistischen, imperialistischen Hetzblog verlinken, der auch weiterhin schamlos die Lügen des Staates und der Rechtsextremen wiederkäut. Alle Anschläge, der der Piazza Fontana, der von Peteano und der in Bologna wurden eindeutig von den Neofaschisten und ihren staatlichen Auftraggebern durchgeführt, um sie der bösen Linken in die Schuhe zu schieben. Erst in den 90er Jahren kam die Wahrheit ans Licht. Aber es passt manchen Leuten halt nicht ins Weltbild, das die NATO-Geheimorganisation Gladio in Zusammenarbeit mit der faschistischen Geheimloge P2 hinter all dem steckte, um zu verhindern, dass die PCI in Italien an die Macht kam. Auch den Mord an Giuseppe Pinelli versuchen sie als Selbstmord umzulügen.

Nun es war nicht nur der KGB, sondern auch der italienische Geheimdienst beteiligt und Aldo Moros Entführung gehört eingereiht in der Vielzahl an niemals komplett aufgekärten Mysterien Italiens,denn allein die Anklage wegen Auftragsmord an Andreotti,wobei es hier auch indirekt um Moro ging, weil der Ermorderte Pecorelli in Besitz des Geschriebenen von Moro gekommen sein sollte,zeigt, welche Kreise das gezogen hat.

Ein großer Mann.

Hmm. 3 Wörter und 0 Begründung.

Wie soll man da grün vergeben können?

wer - der mörder?

Geburtshelfer?

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