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Die Verdoppelung der Zahl mehrsprachiger Schüler zeigt sich in fast allen Bundesländern. In der Steiermark hat sich die Zahl sogar verdreifacht.

Wien - Die Zahl der Schüler mit einer anderen Erstsprache als Deutsch hat sich zwischen 1995 und 2011 verdoppelt. Das zeigen Daten aus dem am Montag präsentierten "Nationalen Bildungsbericht". In dieser Zeit ist der Anteil der "einsprachig deutschsprachigen" Kinder an den Volksschulen von 88 auf 76 Prozent gesunken. "Daheim eine andere Sprache als Deutsch zu sprechen heißt aber nicht, dass die Kinder nicht Deutsch sprechen oder keine guten Leistungen bringen können", sagte Herausgeberin Barbara Herzog-Punzenberger bei einer Pressekonferenz.
Nach der erstmaligen Veröffentlichung im Jahr 2009 wird der Nationale Bildungsbericht alle drei Jahre und damit nun zum zweiten Mal vorgelegt. Untersucht werden darin unter anderem Bildungsausgaben und Chancengleichheit (siehe Ergebnisse im Detail). Demnach sind die Bildungsausgaben zwischen den Jahren 2000 und 2009 um 25 Prozent gestiegen. Laut den Autoren ist das österreichische Schulsystem "durch ein hohes Ausmaß an Chancenungleichheit und Kompetenzarmut" gekennzeichnet.
Ein Schwerpunkt lag heuer auf der Sprachförderung. Die Verdoppelung der Zahl mehrsprachiger Schüler zeigt sich in praktisch allen Bundesländern. In Kärnten, Niederösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg ist der Anstieg etwas niedriger, in Oberösterreich etwas höher, Wien und das Burgenland liegen etwa im Schnitt. Einzig die Steiermark ist mit mehr als einer Verdreifachung der Zahl der Kinder mit anderer Erstsprache (von rund 5.000 auf 16.000) ein Ausreißer.
Der Bildungserfolg von mehrsprachigen Schülern ist je nach Herkunftsgruppe unterschiedlich: Schüler, die daheim Polnisch, Slowakisch oder Ungarisch sprechen, sind zu einem höheren Anteil in Gymnasien als rein deutschsprachige Kinder, so Herzog-Punzenberger. Umgekehrt ist dagegen die Lage türkischsprachiger Kinder. Ähnliches zeigt die PISA-Studie 2009: Einsprachig deutschsprachige Kinder erzielten im Lesen im Schnitt 481 Punkte, Kinder mit Türkisch als Erstsprache 369 Punkte, Kinder aus dem bosnisch/kroatisch/serbischen (BKS) Sprachraum 412 und Kinder aus anderen Sprachgruppen 442 Punkte. Und: Zwölf Prozent der Schüler, die zuhause nur Deutsch sprachen, besuchen fast jede Woche eine Deutsch-Förderstunde in der Volksschule, 24 Prozent tun dies manchmal. Bei den Kindern, die daheim Türkisch sprechen, beträgt der entsprechende Anteil 27 Prozent (fast jede Woche) bzw. 37 Prozent (manchmal), bei den BKS-Kindern 19 (fast jede Woche) bzw. 29 Prozent (manchmal).
Deutliche Unterschiede gibt es auch bei den unterschiedlichen Schultypen: An den Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik beziehungsweise Sozialpädagogik liegt der Anteil der mehrsprachigen Schüler nur bei vier Prozent, an berufsbildenden höheren Schulen (BHS) mit Tourismusschwerpunkt bei fünf Prozent, an Handelsakademien dagegen bei 24 Prozent.
Auch sonst zeigt sich ein differenziertes Bild: Mehrsprachige Kinder werden überdurchschnittlich oft in Vorschulklassen (und damit als nicht schulreif) eingestuft, landen überdurchschnittlich häufig in Sonderschulen und finden sich umgekehrt unterdurchschnittlich oft in AHS. Gerade an den höheren Schulen zeigt sich aber auch eine Art Trendumkehr: Betrug der Anteil von Schülern mit einer anderen Erstsprache als Deutsch an AHS 1995 erst 4,6 Prozent, lag er im Schuljahr 2010/11 bereits bei 14,7 Prozent, an den BHS stieg er in diesem Zeitraum von 3,6 auf 12,7 Prozent.
Nachholbedarf gibt es laut Herzog-Punzenberger bei der Lehreraus- und -weiterbildung. Künftig solle es "keinen Lehrer geben, der nicht weiß, wie er kompetent mit der Mehrsprachigkeit der Schüler bzw. Eltern umgehen kann".
Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) will das Thema Sprachförderung und mehrsprachige Kinder an Schulen aus den kommenden Wahlkämpfen heraushalten. "Alles, was in Richtung Diskriminierung und Missbrauch dieses Themas für einen vermeintlichen Ausländerwahlkampf geht, bekommt von mir eine klare Absage", sagte Schmied bei einer Pressekonferenz am Montag. Es dürfe keine "Abwertungskultur" geben, "die dieses Land im vergangenen Jahrhundert schon einmal erlebt hat. Daher: Wehret den Anfängen."
Das Thema bedürfe einer seriösen und differenzierten Herangehensweise: Maßnahmen wie das verpflichtende Kindergartenjahr und die Sprachförderung an den Schulen seien richtig gewesen, die Anstrengungen müssten aber verstärkt werden, so Schmied. Ziel sei, dass alle Kinder mit spätestens zehn Jahren die Bildungssprache Deutsch beherrschen.
Fördermaßnahmen müssten im Kindergarten anders aussehen als im schulischen Bereich, betonte Schmied. Rücksicht müsse man auch auf die Unterschiede zwischen städtischem und ländlichem Raum legen. Schwerpunktprogramme an Volksschulen könnten durchaus auch ein Vorschuljahr für Kinder mit Sprachproblemen umfassen, sagte Schmied mit Bezug auf die jüngste Diskussion mit Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP). Gleichzeitig gab sie zu erkennen, "integrative Ansätze zu bevorzugen". Wenn Freunde oder Klassenkameraden die deutsche Sprache beherrschten und mit ihnen redeten, würde das die Motivation der Kinder zum Deutschlernen verstärken.
Kurz selbst will Schmied zu ihren Verbündeten zählen: "Es sollte zwischen uns kein Blatt passen, und schon gar nicht eines, das ein Papier der FPÖ ist."
Ausdehnen will Schmied auch die Sprachförderung an Schulen. Die derzeitige Befristung dieser Maßnahme sei "kein gutes Signal". Auch die Lehreraus- und -weiterbildung soll einbezogen werden: Deutschdidaktik sei nicht nur eine Frage der Deutschlehrer, sondern aller Pädagogen.
Kurz will so bald wie möglich mit der Arbeit an konkreten Maßnahmen zur schulischen Sprachförderung beginnen und darüber mit dem Unterrichtsministerium Gespräche führen. Damit Sprachförderung nicht zu einem Wahlkampfthema werde, wie von Schmied gefordert, müsse sie vor dem Wahlkampf umgesetzt werden. "Das heißt: jetzt Tempo machen", so Kurz in einer Aussendung.
Kurz fordert unter anderem ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr bzw. Vorschule für Kinder mit Sprachdefiziten und Deutschintensivkurse für ältere Quereinsteiger mit Sprachproblemen.
Auch der Expertenrat für Integration hat am Montag in einer Aussendung zum Thema Sprachförderung Stellung genommen. In dem Schreiben, das u.a. von Expertenrat-Leiter Heinz Faßmann und Sprachwissenschafterin Ruth Wodak gezeichnet ist, wird auf regionale Unterschiede aufmerksam gemacht. So gebe es im ländlichen Raum mit seinen Dialekten möglicherweise andere Deutschkenntnisse und -kompetenzen als in der Stadt mit einer hohen Konzentration an Kindern nicht-deutscher Muttersprache.
Je früher mit der Sprachförderung begonnen werde, umso besser, verweisen die Forscher auf die wichtige Rolle des Kindergartens. Auch Mehrsprachigkeit müsse in einer umfassenden Konzeption berücksichtigt werden. Zusätzlich sollen auch "international erprobte Modelle" wie Spezialmodule und Sommerkurse für Schüler, die erst nach der Volksschule als Quereinsteiger in das österreichische Schulsystem eintreten, erwogen werden.
Für Grünen-Bildungssprecher Harald Walser steht Kurz' Forderung nach einem verpflichtendem Vorschuljahr allerdings diametral der Empfehlung einer kontinuierliche Sprachförderung im Nationalen Bildungsbericht entgegen. "Selektion und Crash-Kurse sind keine geeigneten Mittel, um SchülerInnen aus benachteiligten Familien faire Chancen auf höhere Bildung zu ermöglichen", so Walser.
Aus Sicht von BZÖ-Bildungssprecherin Ursula Haubner muss indes "Deutsch vor Schuleintritt Realität werden": "Es darf nämlich nicht sein, dass Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache in die Schule eintreten und erst dort Deutsch von Grund auf erlernen müssen, denn mit diesem Rückstand werden auch die anderen Schüler am Lernfortkommen behindert." Für Stefan Markowitz, Bildungssprecher des Team Stronach, zeigt der Nationale Bildungsbericht unterdessen Schwächen der schulischen Organisation und Verwaltung auf. Bei der Nachmittagsbetreuung fordert er von Schmied eine "verantwortungsvolle Planung", da "tausende Nachmittagsbetreuungsplätze fehlen und Studenten vom Hörsaal als Lehrkräfte rekrutiert werden müssen".
Die ÖVP-nahen Schülervertreter der Schülerunion forderten in einer Aussendung eine Ausbildung für Mehrsprachigkeit für Lehrer, multikulturelle Kindergärten und verpflichtende begleitende Deutschkurse sowie ein Intensivjahr zu Beginn der Schullaufbahn. Die SPÖ-nahe Aktion kritischer Schüler_innen (AKS) warnte indes davor, Kinder mit einem Sprachdefizit von anderen Schülern zu trennen. Nur in einer ganztägigen Gesamtschule könnten Kinder bestmöglich gefördert werden. Sprachförderung müsse langfristig in den Unterricht eingebaut werden. (APA/red, derStandard.at, 14.1.2013)
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Diese Problematik interessiert genau niemanden im Parlament.
Rot hofiert Türken und Islamisten, um Stimmen zu kassieren, Schwarz und Blau richten sich nach wirtschaftlichen Interessen und hintergehen die eigenen herumgeschrienen Parolen, Grün wird von den Migranten nicht wirklich wahrgenommen. Ghettoisierung, importierte Konflikte und gestörte Ideologien, die sich ungehindert breitmachen, sind dann die Entwicklungen, mit denen man sich zunehmend im Alltag herumschlagen muss.
in D gehören die vietnamesen und chinesen zu den besten schülern des landes, in CZ hat eine Vietnamesin vor 2 jahren den tschechisch-sprachwettbewerb gewonnen - ohne förderung. und in AT vernichtet man jede menge geld, um leuten unsere sprache nahebringen, die sie sowieso nicht lernen WOLLEN. und warum nicht? weil wir eher 5 amtssprachen per verfassung einführen als mangelnden integrationswillen zu ahnden. und komme mir jetzt keiner daher von wegen rassist, nazi, fp-wähler usw. meine frau ist chinesin. es gibt so etwas wie eine bringschuld. und ich sehe nicht ein, diesen aufwand wegen einer einzigen bevölkerungsgruppe zu betreiben.
Ich finde es schade, das Posting begann mit einem Interessanten Denkansatz und ging dann in das übliche gesudere über.
Was ist in D und CZ den passiert das sie die Sprache lernten? Haben sie das wirklich von alleien gemacht?
Und wenn ja warum und unter welchen vorraussetzungen?
Das wären interessante Fragen und aussagen, aber so ists nur ein weiters Opferposting.
asiaten wissen, dass akademisches wissen eine gute voraussetzung für die zukunft ist und sie benötigen keine förderungen und dergleichen. sie machen das aus eigener überzeugung und motivation.
darf ich ihnen einen tip geben? in der hitze des postens passieren fehler, aber in ihrem post sind 10 fehler - vielleicht sollten sie einmal deutsch erlernen.
Naja das derstandard Forum eben, oft unberechenbar!
Aber man sieht es, es wird hier sehr gern rot gestrichelt, ein schelm wer hier böses denkt, und vermeindliche Aussagen getätigt, ich hau mich wieder in die Sektion Web, da geht es noch lustiger/lockerer zu und man wird nicht ständig angepöbelt, nicht mal als Apple Fanboy ;)
Die verschiedenen Migrantengruppen mögen unterschiedlich motiviert sein, Deutsch zu lernen (wobei ich gar nicht so wenige Einzelfälle kenne, die deiner Darstellung widersprechen), Fakt ist, dass viele Kinder mit geringen Deutschkenntnissen in unsere Schulen kommen.
In dieser Situation hilft es wenig, sich über die Einstellung der Eltern zu beklagen, entscheidend ist, was getan wird, damit alle Kinder (und ich meine wirklich alle: deutsch- und anderssprachige, bildungsferne und hochbegabte ...) eine eine ihren Talenten entsprechende optimale Schulbildung bekommen können.
Wenn die Eltern nicht wollen und diesen Unwillen an ihre Kinder vermitteln, macht es wenig sinn Millionen in Sprachkurse zu investieren, während man den Eltern gleichzeitig Transferleistungen in den Allerwertesten schiebt....nur so als Beispiel
Jaja, die tollen Chinesen, bei denen es völlig normal ist, wenn ein Kleinkind von mehreren Autos unter vollem Bewusstsein der Fahrer und mehrerer sich nicht darum kümmernder Beobachter, im
Schritttempo überrollt wird.
Bei solchen Wertvorstellungen ist es mir völlig egal, zu wieviel Leistung/Leistungsdruck sie führen.
jaja, die chinesen. die inder sind auch nicht besser, alles vergewaltiger. die deutschen und ösis sowieso n*z**, und die österreicher neigen obendrein zum fritzeln. von italienern, engländern, amerikanern, etc.etc.etc gar nicht zu reden. aber vorurteile haben wir keine, gell ...
Wenn hier jemand einen Achtjährigen auf einem Schutzweg totfährt, setzt es vom Gericht höchstens eine mittelhohe Geldstrafe. Den Führerschein darf der Todeslenker natürlich behalten. Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen.
Schlimmer noch, das ist einer von diesen Grauköterpostern. In jedem Türkeithema ist er 24/7 dabei und hetzt gegen dortige Minderheiten. Bei der Einstellung von seinesgleichen bekommen selbst FPÖler Angst.
Aber Hauptsache mit griech. Nick posten.
Wenn die Eltern schon länger als 5 Jahre in Österreich leben und das Kind mit 5 oder 6 Jahren kaum Deutsch spricht sollten sie bestraft werden.
Dieses Geld kann man dann auch gleich wieder für Förderkurse verwenden.
"Mehrsprachigkeit für Lehrer" wer das ernst meint ist nicht ernst zu nehmen.
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