Und dann wäre da noch die Frage nach dem Wert des Verlags

13. Jänner 2013, 18:21

Familienstiftung veranschlagt ihn auf rund 20 Millionen Euro

Hamburg/Berlin - Im Gesellschafter-Streit um Suhrkamp herrscht Uneinigkeit über den Wert des renommierten deutschen Verlags. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet in seiner neuesten Ausgabe über Übernahmeangebote an die jeweilige Gegenseite. Laut einer Verlags-Sprecherin habe der Hauptgesellschafter, die Siegfried und Ulla Unseld Familienstiftung, dem Minderheitsgesellschafter Hans Barlach mehrfach acht Millionen Euro für seinen Anteil von 39 Prozent offeriert. Das bedeutet, dass der Verlag den Wert von Suhrkamp auf rund 20 Millionen Euro veranschlagt. Barlach zeigt sich überrascht: "Ich habe nie ein Angebot erhalten. Auch meine Anwälte wissen von nichts."

Barlach soll selbst rund 20 Millionen Euro für seine Anteile investiert und seinerseits 50 Millionen für die Anteile der Familienstiftung angeboten haben. Man sei bereit, den Verkehrswert des Verlags von unabhängiger Seite schätzen zu lassen, doch die Anteile der Familienstiftung "stehen nicht zum Verkauf", sagte die Suhrkamp-Sprecherin.

Zwischen Suhrkamp-Verlegerin Ulla Unseld-Berkewicz (61 Prozent) und dem Minderheitsgesellschafter Hans Barlach (39 Prozent) tobt seit langem ein erbitterter Streit. Derzeit versuchen beide vor Gericht, sich gegenseitig als Gesellschafter auszuschließen. Im schlimmsten Fall droht die Auflösung des Verlags. Zahlreiche Autoren des Verlags haben sich in den vergangenen Tagen auf die Seite der Verlegerin gestellt.  (APA/red, derStandard.at, 13. 1. 2013)

Ich erkläre mich hiermit bereit, Suhrkamp

für den symbolischen Wert von 1 Euro zu übernehmen und in glückliche Zeiten zu führen.
Eine Villa in Berlin brauche ich nicht, denn ich leite der Verlag per Telefon aus Österreich.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.