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Französische Kampfflugzeuge griffen Ziele in Mali an
Bamako/Paris Frankreich hat am Sonntag seine Luftangriffe auf islamistische Rebellen im Norden Malis fortgesetzt. "Luftangriffe gibt es laufend. Es gibt sie jetzt, es gab sie in dieser Nacht, es wird sie morgen geben", sagte der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian Sonntag früh im Fernsehen. Der Vormarsch der Rebellen sei noch nicht gestoppt, warnte er. Bei den Kämpfen um die Stadt Konna (Kona) wurden nach offiziellen Angaben ein französischer Hubschrauberpilot und elf malische Soldaten getötet.
Bereits am Samstag hatte ein Armeeoffizier mitgeteilt, im Zuge der Kämpfe um die strategisch wichtige strategisch wichtige Stadt Konna seien "mehr als 100" Rebellen getötet worden. Ein Geschäftsbesitzer in Konna sagte, er habe 148 Leichen gezählt, darunter Dutzende Regierungssoldaten.
Aus malischen Sicherheitskreisen verlautete, ein führender Kommandant der islamistischen Rebellengruppe Ansar Dine sei in Konna getötet worden. Abdel Krim alias Kojak sei ein Stellvertreter des Ansar-Dine-Führers Iyad Ag Ghaly gewesen. Sein Tod sei ein harter Schlag für die Gruppe. Ansar Dine besteht vorwiegend aus Tuareg vom Stamm der Ifoghas. Sie ist eine der drei islamistischen Gruppen, die derzeit den Norden Malis kontrollieren.
Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) berief für Mittwoch in der ivorischen Hauptstadt Abidjan eine Dringlichkeitssitzung zur Lage in Mali ein. In den kommenden Tagen sollten auch die Generalstabschefs aus der Region zusammenkommen, sagte ein ECOWAS-Sprecher. Die Organisation hatte am Freitag die umgehende Entsendung von Truppen nach Mali beschlossen. Die ersten Einheiten wurden dort für Sonntag erwartet.
Großbritannien hat Frankreich unterdessen logistische Hilfe bei seinem Militäreinsatz gegen Islamisten in Mali angeboten. Premierminister David Cameron habe Unterstützung beim Transport von Truppen und Ausrüstung nach Mali zugesagt, teilte sein Büro am Samstag mit. Britische Kampftruppen würden jedoch nicht entsandt. Demnach will London zwei Militär-Transportmaschinen in das westafrikanische Land entsenden.
Auch die USA erwägen, den französischen Militäreinsatz logistisch und mit Geheimdienstinformationen zu unterstützen. Deutschland könnte laut einem Zeitungsbericht ebenfalls logistische Hilfe bereitstellen.
Die Islamisten, die seit April vergangenen Jahres weite Teile des Nordens von Mali kontrollierten, hatten vor wenigen Tagen die Stadt Konna eingenommen und waren weiter nach Süden vorgerückt. Die malische Armee startete daraufhin mit französischer Luftunterstützung eine Gegenoffensive, bei der sie nach heftigen Kämpfen Konna zurückeroberte. Die ECOWAS erhielt im Dezember vom UNO-Sicherheitsrat Grünes Licht für die Entsendung von 3.300 Soldaten. Mit dem Beginn der Mission wurde aber erst für September gerechnet.
Die USA, Frankreich und viele andere Staaten fürchten, dass Mali zu einem Rückzugsgebiet für islamische Terroristen werden könnte. In den vergangenen Tagen rückten sie stetig weiter nach Süden vor, was die internationale Gemeinschaft zusehends alarmierte.
Angesichts von Drohungen von Islamisten gegen die Regierung in Paris wegen der französischen Militärintervention in Mali und einer misslungenen Geiselbefreiung in Somalia sind unterdessen die Sicherheitsvorkehrungen in Frankreich erhöht worden. Ministerpräsident Jean-Marc Ayrault verkündete am Samstag die sofortige Verstärkung von Maßnahmen zum Schutz des öffentlichen Verkehrs, von Versammlungen und öffentlichen Gebäuden, berichtete die französische Zeitung "Le Figaro" in ihrer Online-Ausgabe.
Die französische Militärintervention gegen Islamisten in Mali hat nach Einschätzung des deutschen Innenministeriums keine Auswirkungen auf die Sicherheitslage in Deutschland. Das sagte ein Ministeriumssprecher am Sonntag. (APA, 13.1.2013)
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Heftige Kämpfe in Gao - Autobomben nahe Tessalit
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Präsident Hollande meldet Tod eines Fremdenlegionärs
wenn hier immer wieder von kriegstreibenden franzosen gesprochen wird - eine sendung von mitte dezember:
"Menaces sur le Mali" : l'émission spéciale de TV5Monde
http://www.youtube.com/watch?v=_XDDlorqRZE
selbst der sprecher der mnla bittet in dieser sendung um unterstützung gegen die islamisten.
die bevölkerung im norden malis, die bei weitem nicht nur aus tuareg besteht, wartet schon lange darauf, von diesem alptraum befreit zu werden. und hoffentlich gelingt das.
Passt halt nicht ins Konzept der Antiimperialisten, dass selbst die MNLA (und somit die wichtigste Gruppe der Tuareg Rebellen) sich angesichts des Scharia-Terrors von Ansar Dine und AQMI an die "Imperialisten" wendet und um Hilfe bittet.
Find's immer wieder komisch, dass sobald eine westliche Macht im Spiel ist alle aufschreien und der Zivilbevölkerung ihre Solidarität bekunden aber keiner dieser Heuchler auch nur irgendeine Anteilnahme zeigte, als diese unter das Regime der Salafisten fiel. Was sind schon Steinigungen, Amputationen und simpler Mord im Vergleich zum Verbrechen des Kulturimperialismus?
Frankreich, ein bisschen viel mitbeteiligt an der Beilegung von Konflikten unter Muslimen.
Der Einsatz französischer Polizei bei der Niederschlagung des blutigen Aufstands in Mekka veranlasste in Folge die Bildung der al-Kaida und muslimischen Terror in der westlichen Welt.
Zumindest aus Mekka hätten Sie sich heraußen halten sollen; so wäre der Islam authentischer geblieben.
In den 1970ern gab es bereits eine Reislamisierung in Saudi-Arabien infolge der Modernisierung.
Utaibi hatte eine persönliche Rechnung wg. seines Großvaters mit den al Sauds offen.
Und die Aufständischen besetzten die Moschee mit Geiselnahme bevor die Franzosen um Hilfe gebeten wurden. In der Moschee sind Waffen verboten. Dennoch dauerte es 4 Tage bis die Religionsführer eine Fatwa erließen, um die Aufständischen zu töten. Die islamische Welt war über den Aufstand entsetzt. In dieser Situation schickten die Franzosen 5 Anti-Terror-Spezialisten als Berater, die zum Erfolg der Saudis führten.
Es sind nicht die Franzosen sondern die Reaktion der al Sauds, welche Al Kaida hervorbrachte.
http://www.zeit.de/2006/07/A-Mekka
immer die islamisten.. schätze mal die wenigsten medien und menschen wissen, welche konfliktparteien da eigentlich involviert sind..
tuareg sind quasi die kurden nordafrikas.
Es gibt insgesamt drei unterschiedliche Gruppen: Es gibt die Tuareg-Rebellen der MNLA, die einen laizistischen Staat errichten wollen. Und das ist wichtig, darauf zu beharren, in Azawad, der Sahara-Region Malis. Dann gibt es die Islamistenbewegungen Ansar Dine, die von Iyad Ag Ghali angeführt wird, der schon in den 90er Jahren ein Rebellenchef gewesen ist und die Einführung der Scharia fordert. Und schliesslich sind da noch die Dschihadisten der Aqmi, die schon seit langem in der Region operieren und von Geiselnahmen leben und vom Schmuggel.
...wahrscheinlich sind es doch noch einige gruppen mehr:
sicherlich Mujao (bewegung zur einheit der jihadisten in westafrika)
dann noch die katiba el-mouwakaoune bidima
und, was immer sehr gerne vergessen wird, selbst in nordmali sind die tuareg eine minderheit, dort leben auch songhai, peul, haussa - die nicht in einem staat "azawad" leben wollen.
die songhai waren in den neunzigern mit den tuareg verbündet, aber selbst ihnen hat es diesmal gereicht und sie wollen nichts mehr mit "diesen kleinbanditen und unruhestiftern" zu tun haben.
die tuaregs selbst sehen das freilich anders, zumindest diejenigen unter ihnen, die nicht mit malischen minister- oder anderen verwaltungsposten versorgt werden konnten.
sind bei Gadaffi im Sold gestanden und sind wohlbewaffnet zurückgekommen-leider mit Salafisten im Schlepptau :-( aber es wurde verhandelt von der demokratischen Maliregierung- bis Herr Sanogo die regierung wegputschte und seither die macht in Händen hält und keine Wahl durchführen lässt...und Herr Sanogo wurde in den USA militärisch und geheimdienstlich ausgebildet(Quelle wikipedia) aber unsere medien schreiben:islamisten und internationale Hilfe und schon ist alles klar..und der Angriff der Franzosen -gegen UN Resolution ist supiii...*kopfschüttel*
steht genug über ihn im net...er hat auch die Übergangsregierung wieder weggeputscht im Dezember 2012. Lesen Sie die komplizierte UN resolution 2085. die ist so kompliziert,weil eben Sanogo Mali vor einer Rückkehr zur Demokratie "bewahren" will. Der Eingriff der Franzosen ist sehr bedenklich- den ersten Angriff auf die vorstossenden Rebellen,kann man ja noch irgendwie rechtfertigen(auch um endlich die Nachbarstaaten zur Entsendung der geplanten Truppen zu bringen).die Bombardierungen der nördlichen Städte jetzt...ist nicht mehr zu rechtfertigen.
allerdings wurde gerade deshalb gegen ATT, den damaligen präsidenten, geputscht, weil er die tuareg bei ihrer rückkehr nicht entwaffnen wollte.
die tuareg, die aus libyen nach algerien kamen, wurden sehr wohl entwaffnet.
wie gut die tuareg allerdings bewaffnet sind, zumindest diejenigen der mnla, ist auch fraglich. so toll organisiert können sie nicht gewesen sein, sonst wären sie nicht binnen so kurzer zeit nach der eroberung des azawad von den islamisten (aqmi, mujao) und den islamistischen tuareg (ansar dine) vertrieben worden.
ein paar Schlüsselbegriffe hingeworfen(islamisten,internationale Hilfe) und ansonst schlechte weil nicht umfassende information hingeworfen- tobt sich die meute schon aus. ein paar infos: die Turegs im Norden wollten schon immer Unabhängigkeit-zu Kämfen kam es sehr oft.ab 1990 ging Mali einen konsequenten Weg Richtung Demokratei.verhandlungen mit Tuaregs beruhgten die Lage.Viele Tuaregs gingen allerdings auch in Gaddafis Armee-und kamen dann gut bewaffnet nach Gaddafis Sturz zurück-begleitet von mehreren Salafisten.Trotzdem gab es konstruktive verhandlungen bis ein Militärputsch 2012 den Präsidenten verjagte. Chefputschist ist Herr Amadou Sanogo-militärisch und geheimdienstlich in den USA ausgebildet(wikipedia).nach internationalen Druck
eigentlich wollte ich ja die info noch weiterführen - aber mir ist die Lust dazu abhanden gekommen.Glaub ohnehin nicht wirklich,dass sachliche information in diesem forum gefragt ist....
Das war auch schon 1914, Mensch was wurde da in Österreich über den Kriegsausbruch gejubelt - am Ende war es ein Fiasko.
Kriege anzufangen ist leicht, aber erst einmal schauen, ob Napollande ihn auch beenden kann und wird.
In ein paar Jahren werden wir hier Resümee ziehen können, jetzt ist der Jubel etwas verfrüht, zumal Krieg für einen Staatshaushalt nie billig ist und Fronkroichs Kassa recht leer ist.
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