Westafrikanische Staaten schicken bis Montag 3.300 Soldaten nach Mali

12. Jänner 2013, 21:21

ECOWAS-Truppe soll französischen Einsatz unterstützen

Bamako/Paris - Ab Montag will auch das afrikanische Regionalbündnis ECOWAS Mali mit 3.300 Soldaten zu Hilfe kommen. Sie sollen als Unterstützung für den französischen Militäreinsatz verhindern, dass das Land zum Rückzugsgebiet für Extremisten wird. Die ECOWAS-Soldaten würden spätestens von Montag an in Mali eintreffen, teilte die Organisation am Samstag mit.

Das Mandat dazu sei am Freitag unterzeichnet worden, erklärte die Regierung der Elfenbeinküste. Sie hält derzeit turnusgemäß den ECOWAS-Vorsitz. Der Großteil der Soldaten wird wohl aus Nigeria, Niger, Senegal und Togo kommen und vom Generalmajor Shehu Abdulkadir aus Nigeria befehligt. Burkina Faso, das bisher versucht hatte, zwischen der Regierung Malis und den Islamisten zu vermitteln, kündigte die Entsendung von 500 seiner Soldaten an. "Die Sache gewinnt an Fahrt", sagte Ali Coulibaly, Integrationsminister der Elfenbeinküste. "Die Rückeroberung hat bereits begonnen."

"Operation Serval"

Das Bündnis Ecowas hat sich seit Monaten um internationale Unterstützung für einen Einsatz unter UN-Mandat bemüht, um die seit April andauernde Herrschaft der Islamisten im Norden Malis zu brechen. Die Region von der Größe Frankreichs wird von mehreren mit Al-Kaida verbündeten Gruppen kontrolliert. Die haben in dem eher moderat islamistischen Land eine äußerst strenge Auslegung des religiösen Gesetzes des Islam, der Scharia, eingeführt.

Eigentlich war ein Einsatz nicht vor September erwartet worden. Frankreich entschloss sich aber jetzt zum Vorgehen, weil die teils schwer bewaffneten Rebellen die Stadt Sevare einzunehmen drohten - ein Militärstützpunkt, von dem aus die 500 Kilometer südlich gelegene Hauptstadt erreichbar ist. Nach französischen Angaben könnten sich die radikalen Islamisten in Mali einen Basis einrichten, von der aus sie auch Ziele in Nachbarländer Malis und in Europa angreifen könnten. Der französische Präsident Francois Hollande informierte nach Angaben aus Paris die afrikanischen Verbündeten per Telefon über seine Schritte in der "Operation Serval", die nach einer afrikanischen Wildkatze benannt ist. Frankreich hat seine rund 6.000 in Mali lebenden Staatsbürger zur Ausreise aufgefordert. Hollande hatte erklärt, sein Land handele im Rahmen der Resolutionen des UN-Sicherheitsrats und des Völkerrechts. Die Intervention gehe auf eine Bitte Malis zurück. Der Weltsicherheitsrat hatte Mitte Dezember grünes Licht für die Entsendung einer von Europa unterstützten afrikanischen Truppe gegeben. (APA/Reuters, 12.1.2013)

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11 Postings
welchen montag?

klar, den montag, wenns am dienstag vorbei ist, dank frk.

Diese islamistischen Mörder gehören gestoppt. Ganz egal, was jetzt auch wirklich hinter den Ambitionen der Franzosen steckt, in jedem Fall ist es diesmal absolut gerechtfertigt.

China macht's mit Handel, USA-F mit Krieg

Die im Imperialismus herrschende Klasse, hat eine Menge Gründe für ihr Bestreben, die Sahel und Afrika ganz allgemein zu destabilisieren. In erster Linie will sie den wirtschaftlichen Erfolg Chinas in Afrika blockieren. China ist inzwischen, zum bedeutendsten Investor in Afrika aufgestiegen, den Washington und die mit ihm Verbündeten mit aller Macht stoppen wollen. Auf die Idee es doch mal selbst mit einer für alle Seiten günstigen Handels- und Wirtschaftspolitik zu versuchen, scheinen die Herrschaftseliten in Washington, Brüssel usw. gar nicht kommen zu wollen.

http://principiis-obsta.blogspot.de/

blog-sphere = shit-sphere

nicht ausschließlich, aber doch auch !!

hahaha !! laß nur, blog in der url, und schrieb die obrige zeile, dann überwand ich mich und klickte doch drauf. und wurde total bestätigt !!!
was ist denn das für ein vollhonk !!

wo ihr immer diesen dreck ausgräbt ?! sagenhaft.

Der destabilisierte Gürtel zieht sich bereits vom Atlantik bis zum Himalaya, in den letzten Jahren haben sich immer mehr Länder und Regionen dazugesellt.

Komisch, das ist auch das Verbreitungsgebiet des Islam.

Da werden sich die französischenTruppen aber freuen wenn ihnen

die Afrikaner im Weg herumstehen.

Ich glaube eher die Franzosen werden Druck gemacht haben, daß da eben noch Truppen von ECOWAS geschickt werden.

Eine Präpotenz gegenüber seinen Verbündeten aus Afrika (wie sie in an den Tag legen) wäre in Frankreich ein schwerer strategischer Fehler, sobald es wirklich zur Sache geht.

Und nicht zu vergessen, Frankreich repräsentiert in der Region auch die Europäische Union, sie sollten also nur hoffen daß die Afrikaner dort von ihnen nicht dumm verspottet werden.

Der Einfluß Europas geht, im begrenzten Rahmen, doch sehr weit. Da wäre es nur absolut vernünftig seine strategischen Partnerschaften im Sinne einer beiderseits Vorteilhaften Beziehung anzugehen.

Wie es Roosevelt damals schon sagte, wenn man Freunde haben will, sollte man einer sein.

Sich wie der König unter wilden aufzuführen wäre ein absolut katstrophaler Fehler, und saublöd.

mfg!

Na ja, eigentlich ist die Resolution 2085 des Weltsicherheitsrates auf Betreiben dieser ECOWAS-Staaten zustandegekommen. Wobei man naturgemäß nie weiß, was hinter den Kulissen gelaufen ist.

Hollande hat diese Entscheidung begrüßt.

http://www.zeit.de/politik/a... ali-truppe

Schon damals haben sich die betreffenden Staaten geeinigt, 3000 Soldaten nach Mali zu entsenden.

Moderat islamistisch?

Es ist wohl "moderat islamisch" gemeint, oder?

80% der Malier sind Muslime

Im Süden und vor der Besetzung wurden keine Bestrebungen zu einem politischen Islam bekannt. Deshalb ist die Bezeichnung islamistisch für Mali falsch.

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