Huaweis Android-Riesen Ascend D2 und Mate angetestet

Birgit Riegler
17. Jänner 2013, 17:46
  • Das Ascend Mate ist mit einem 6 Zoll großen Display ausgestattet.
    foto: derstandard.at/riegler

    Das Ascend Mate ist mit einem 6 Zoll großen Display ausgestattet.

  • Für die Bedienung mit einer Hand ist das Mate schon zu groß.
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    Für die Bedienung mit einer Hand ist das Mate schon zu groß.

  • Beim Ascend D2 setzt Huawei auf ein kleineres, aber besseres Display.
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    Beim Ascend D2 setzt Huawei auf ein kleineres, aber besseres Display.

  • Auch sind beim D2 bessere Kameras verbaut.
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    Auch sind beim D2 bessere Kameras verbaut.

Chinesischer Hersteller bringt "Phablets" mit "Super Retina Display" und Quad-Core-Prozessor

Neben seinem ersten Smartphone mit Windows Phone 8, dem Ascend W1, hat der chinesische Hersteller Huawei auf der CES in Las Vegas auch zwei neue Android-Smartphones präsentiert. Der WebStandard hatte auf der Messe die Gelegenheit, das Ascend D2 und das Mate kurz in Augenschein zu nehmen.

Zwillige mit Unterschieden

Beim Gehäuse setzt Huawei bei den neuen Geräten auf ein schlankes Profil und zurückhaltendes Design. Beide Modelle besitzen jedoch eine Kunststoffrückseite, die sich nicht mit hochwertigeren Modellen wie Nexus 4, iPhone 5 oder Xperia Z messen kann. Abgesehen von den technischen Ausstattung unterscheiden sich das D2 und das Mate vor allem bei der Display-Größe.

6-Zöller Mate

Das Mate ist mit einem 6,1 Zoll großen ISP+-Screen ausgestattet, der eine Auflösung von 1.280 x 720 Pixel aufweist. Die Pixeldichte liegt mit 240 ppi hinter jener von Konkurrenzmodellen. Die Bildqualität ist dennoch gut. Dank einer "Magic Touch" genannten Technologie lässt sich das Display auch mit Handschuhen bedienen.

Durch das große Display wird das Gehäuse auf 163,5 x 85,7 x 9,9 mm aufgeblasen. Die Bedienung mit einer Hand ist nahezu unmöglich, wenngleich Huawei das Android-Interface so überarbeitet hat, dass etwa die Tastatur an einer Smartphone-Seite zur leichteren Bedienung mit dem Daumen ausgerichtet ist. Immerhin bleibt das Smartphone für seine Größe mit 198 Gramm relativ leicht.

Ausstattung

Zur Ausstattung des Mate zählen noch ein 1,5 Ghz schneller Quad-Core-Prozessor, 2 GB Arbeitsspeicher WLAN mit DLNA und Wi-fi-direct-Unterstützung und Bluetooth 4.0. Die Hauptkamera bietet 8 Megapixel, auf der Vorderseite ist eine zweite 1-Megapixel-Kamera integriert.

Performance

Zur Performance kann im Kurztest nur wenig gesagt werden. Die Bedienung wirkt auf den ersten Blick sehr flüssig, die Kamera löst schnell aus. Interessant wird bei einem Langzeittest vor allem die Akkulaufzeit, schon alleine wegen des großen Displays. Huawei hat dafür einen 4.050mAh-Akku eingebaut und verpricht bis zu 9 Tage Stand-by in 3G-Netzen. Bei durchschnittlicher Nutzung soll es sogar zwei volle Tage ohne Nachtanken auskommen.

Ascend D2 mit "Super Retina Display"

Beim zweiten Android-Modell, dem Ascend D2, übt Huawei etwas mehr Zurückhaltung bei der Bildschirmgröße - hier sind es "nur" 5 Zoll. Dafür schießt das Unternehmen mit 443 ppi (bei einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel) direkt gegen Apples iPhone. Huawei hat dafür den Begriff "Super Retina LCD" ersonnen - Apple nennt seine hochauflösenden Displays bei iPhone, iPad und MacBook bekanntlich Retina-Display.

Das Display des D2 ist zwar sehr gut, im Vergleich mit anderen Smartphones dieses Kalibers aber nicht deutlich besser.

13-Megapixel-Kamera

Wie beim Mate kommen ein 1,5 GHz getakteter Quad-Core-Chip und 2 GB Arbeitsspeicher zum Einsatz, ebenso wie WLAN 802.11 a/b/g/n und Bluetooth 4.0. Besser ausgfallen sind die beiden Kameras - die Hauptkamera bietet 13 Megapixel und ermöglicht Fotos mit hohem Detailgrad. Die Ergebnisse konnten zwar nur auf dem Smartphone-Bildschirm selbst betrachtet werden, wirken im Kurztest aber überzeugend. Die Frontkamera löst mit 1,3 Megapixel auf.

Mit 140 x 71 x 94, mm und 170 Gramm liegt der 5-Zöller etwas besser in der Hand als das Mate. Die Standby-Zeit des 3.000mAh-Akkus gibt Huawei mit bis zu 6 Tagen an.

Android 4.1 mit Anpassungen

Auf beiden Modellen läuft Android 4.1.2 mit einigen gewöhnungsbedürftigen Anpassungen durch den Hersteller. Die eigene Oberfläche, die Huawei über Jelly Bean gezogen hat, wirkt bisweilen etwas inkonsistent.

Fazit

Beim Trend zu den riesigen Displays fühlt sich nicht jede/r Smartphone-NutzerIn zu Hause. Lassen sich die 4-Zöller gerade noch mit einer Hand bedienen, verlangen die "Phablets" (ein von Samsungs Note geprägter Mix auf "Phone" und "Tablet") ihren Besitzern einen größeren Balance-Akt mit den Händen ab.

Beide Modelle werden nach dem Start am asiatischen Markt im ersten Quartal erst im Sommer in weiteren Ländern erwartet. Die offiziellen Preise sind noch nicht bekannt, dürften aber angesichts der guten Ausstattung bei etwa 600 Euro liegen. (Birgit Riegler, derStandard.at, 17.1.2012)

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Eine 1920x1080er Auflösung auf so einem kleinen Bildschirm? Was soll das bringen, wie dicht muss man da ran gehen, damit das Auge die Pixel auflösen kann, wahrscheinlich braucht man noch zusätzlich eine Lupe.

Reines Marketing, ohne Mehrwert für den Kunden. Besser wäre es, Bildschirme mit einem angenehmeren Seitenverhältnis zu verbauen als dieses unpraktische 16:9.

Tablet mit Dongle.

Gleiches Ergebnis, nur billiger.

6-Zöller Mate

Mein Tablet Nexus 7 ist schon gross aber das als Tel.
Meins ist es nicht, viel zu gross.

Ich würd mal vermuten dass immer mehr Leute nicht Handy UND Tablet herumschleppen wollen. Dann ist vielleicht ein 6-7-Zoll-Gerät der beste Kompromiss.

Beide Modelle besitzen jedoch eine Kunststoffrückseite, die sich nicht mit hochwertigeren Modellen wie Nexus 4, iPhone 5 oder Xperia Z messen kann.

Soll soviel heißen wie: das "Plastik" zerspringt net so schnell wie die Glasrückseite des N4, zerkratzt nicht so schnell wie die Alu Rückseite des IP5 und Xperia Z und ist im Winter noch anfassbar, ohne dass einem alle Finger abfallen weil das Alu so schweinekalt ist? Richtig?

Was an Aluminium und Glas so hochwertig sein soll muss mir bei Zeiten einer dieser tollen Marketingmenschen, denen Design über Funktion geht mal erklären. Der Preisunterschied ist nämlich marginal und eine matte Polycarbonat Rückseite kann auch verflucht edel wirken und ist dabei auch noch rutschfest und hat eine tolle haptik.

dennoch gibts auch polycarbonatrückseiten von high end phones die sich nicht schlechter anfühlen wie glas, genauso rutschig sind und dann auch nicht sooooo extrem viel aushalten.

das sgs3 ist so ein beispiel, wo ich mich frage, warum sie das gehäuse so billig wirken lassen müssen. htc und nokia schaffens ja auch, dass sich das gehäuse wertig anfühlt und aussieht.

birgit r.
03
18.1.2013, 13:01
Polycarbonat-Gehäuse

Bei Modellen wie den Lumias von Nokia gebe ich Ihnen vollkommen recht. Diese wirken tatsächlich sehr gut verarbeitet und hochwertig.

Die Aussage bezieht sich auch nicht auf alle Kunststoffgehäuse, sondern auf die der beiden Huawei-Modelle, die sich einfach billiger anfühlen.

“...einfach billiger anfühlen...“

So wie die ersten iPhone Modelle?

Super Displaygröße für Maurer und andere Handwerker... Da kannst auch mit Arbeitshandschuhen SMSen.

Die trauen sich echt das Wort "Retina" in den Namen ihres Displays einzubauen?

ACHTUNG: RUNDE ECKEN! RUNDE ECKEN!

schaut aus...

Vorne gs2, hinten wie die erste gen. D. Iphones... ich sehe klagen über klagen

pfff

eventuell zum tischtennis praktisch
^^

naja - für einen Tisch sind sie dann doch zu klein.

Huawei ist aus China und viele Geheimdienst Gerüchte, hört man von dieser Firma aus Shenzen.
Abgesehen davon, was soll ich mit so grossen Displays bei einem Smartphone?
Dann kann ich mir gleich ein anständiges Tablet kaufen.
Alles was mehr als 4,3" hat, ist für mich als Smartphone unbrauchbar.

Das ist schön, wenn das ihre Anforderungen an ein Smartphone sind. Andere Leute haben andere Bedürfnisse und unter 200 Gramm ein 6 Zoll Gerät erschaffen finde ich schon ziemlich fein.

Das stimmt zwar, was die Gerüchte betrifft, aber in so gut wie jedem Handy wirst du zumindest eine Komponente aus Shenzhen finden.

Finde solche "Riesen" echt unnötig …

Die kommen 1. alle aus Asien! Würde mich Interessieren wieso die solche Kaliber produzieren …

ich habe 4" und das reicht vollkommen liegt perfekt in der Hand, stört in keinerlei Hinsicht in den Taschen!

Diese "Riesen" ..

.. sind auch nur für diejenigen, die Smartphone + PDA benötigen. Das Galaxy Note ist zB so ein "Riese", der genau für diese berufliche Notwendigkeit geschaffen wurde. Scheinbar sind diese Geräte von Millionen von Anwendern nicht nur zum Spaß gekauft worden!

Die kommen aus Asien?!?

Na zum Glück wird das iPhone in den USA produziert...

nachdem die riesen gut gekauft werden sind sie offensichtlich auch nicht unnötig.

Zeigen Sie mir ein Elektronikgerät, das nicht aus Asien kommt! ;)

4" mögen für Sie ausreichend sein. Andere Leute brauchen ihre Geräte für andere Zwecke und möchten daher evtl. ein größeres Display.

ich verstehe es schon

ich benutze derzeit beruflich ein Smartphone und ein iPad für unterwegs (Auslandsreisen, etc.). Hauptzweck: E-Mails und bearbeiten von Attachements. Ich könnte mir schon vorstellen von 2 auf nur ein Geräte umzusteigen, bei entsprechendem Display.

also die kamera app ist ja wohl eine frechheit oder?
die ist ja 1:1 vom iphone übernommen.

Wenn man mit einem solchen Riesen

bei starkem Wind telefoniert, muss man dann vorher den Anker werfen, damit sich das Teil nicht als Segel versucht?

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