Baustelle Mobilität: Die Perspektive fehlt meist

11. Jänner 2013, 17:29

Chancen in aufstrebenden Märkten, Globalisierung, Wettbewerb: Unternehmen wissen, dass sie mobile Mitarbeiter brauchen, haben aber meist unzureichende Entwicklungsprogramme

Unternehmen sind sich der Anforderungen und begrenzten Möglichkeiten ihrer globalen Mobilitätsprogramme bewusst, setzen aber nur wenige Maßnahmen, um die Programme zu verbessern. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Deloitte-Studie "Strategic Moves 2012 - The Global Mobility Island" - eine Umfrage unter weltweit knapp 200 Human- Resources-, Talent- und Global- Mobility-Experten, die insgesamt über 100.000 Leute im Ausland haben.

"Die Studie zeigt, dass die Notwendigkeit globaler, mobiler Arbeitskräfte für den Unternehmenserfolg bereits erkannt wurde. Trotz dieses Bewusstseins gibt es bei der Umsetzung oder Verbesserung der Mobilitätsprogramme aber nur geringe Fortschritte. Laut Umfrage erachten nur zwei Prozent der Befragten ihr eigenes Mobilitätsprogramm als erstklassig.

Dort, wo Schritte gesetzt werden, orientieren sich internationale Mobilitätsstrategien eher am zweckmäßigen Bedarf von Fachkräften denn an der Entwicklung der nächsten Generation von Führungskräften mit internationaler Erfahrung", fasst Katja Teuchmann, Partnerin bei Deloitte und zuständig für den Bereich Talent-Management, die Problematik zusammen. Die Notwendigkeit und der Nutzen globaler Mobilität für das Erreichen der Unternehmensziele sind nahezu allen Unternehmen bewusst, gerade was die aktuell strategisch wichtigsten Themen betrifft: aufstrebende Märkte, steigende Globalisierung und zunehmender Wettbewerb.

Trotzdem nutzen im Durchschnitt nur 30 Prozent der Unternehmen Mobilitätsprogramme, um diese Herausforderungen zu meistern. Darüber hinaus ist man sich allseits darüber im Klaren, dass die aktuellen Angebote verbessert werden müssen. Im Kontrast dazu evaluieren aber nur zwölf Prozent der befragten Unternehmen das eigene Mobilitätsangebot, um Verbesserungsmaßnahmen umsetzen zu können.

Wunsch und Wirklichkeit

Auch in Österreich kommen Mobilitätsprogramme nicht über eine " Reservistenrolle" hinaus, wie die Erfahrung der Deloitte-BeraterInnen zeigt. "In vielen Unternehmen herrscht nach wie vor eine große Diskrepanz zwischen den Erwartungen an Mobilität und der gelebten Praxis. Das gilt sowohl für strategische Überlegungen als auch in Bezug auf die operative Umsetzung.

Aufgrund kleinerer bis mittlerer Expatriate-Populationen wurden viele diesbezügliche Programme aus der Praxis abgeleitet. Bei sich ändernden Rahmenbedingungen wie höheren Compliance-Anforderungen stoßen diese aber oftmals an Grenzen", sagt Andrea Kopecek, Partnerin bei Deloitte und zuständig für Global Employer-Services. Um eine globale Mobilitätsstrategie besser auf die Unternehmensziele abstimmen zu können, müssten sie mit den nötigen Ressourcen und Know-how ausgestattet werden. (kbau, DER STANDARD, 12./13.1.2013)

Die Leut

wollen ihre Freizeit nicht im Flieger, am Fluhafen im Hotelzimmer, in der Großstadt, am gekünstelten Golfplatz in Dubei oder in der Skihalle in China verbringen. Sowas aber auch .. bitte bei 60-80 Stundenwoche sollte man einen echten Wald , Berg oder das Meer wenigstens mal für 5 Minuten sehen dürfen ..

deswegen wird ja in china hallstatt nachgebaut ;-)

als nächstes kommt der großglockner gleich hinter peking um der berge wegen nicht in das von china besetze tibet fahren zu müssen

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.