RIM plant Smartphone mit zwei Identitäten

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"Blackberry Balance" soll private und berufliche Nutzung vereinfachen

Gemeinsam mit VMware und Red Bend Software plant Research in Motion ein Smartphone, das zwei "Persönlichkeiten" hat, so die Nachrichtenagentur Bloomberg. Ein Smartphone, bei dem man zwischen zwei Identitäten hin und her schalten kann, würde sich besonders für Menschen eignen, die ein Gadget für die Arbeit und privat verwenden möchten.

Bipolares Smartphone

In wenigen Wochen wird RIM mit dem Launch von Blackberry 10 ein Comeback am Smartphonemarkt probieren und dabei die einstige Zielgruppe zu halten versuchen: Die Business-Kunden. Doch mit der Zunahme der technischen Ausrüstung und der Verschmelzung von privatem und beruflichem Gebrauch ist der "Business-Kunde" nicht nur Business-Kunde sondern auch Privatkunde. Die Idee eines "bipolaren" Telefons könnte also gerade in dieser Zielgruppe gut ankommen. In Zusammenarbeit mit den beiden Softwareherstellern wird RIM unter dem Namen "Blackberry Balance" versuchen, dieses Segment zu füllen.

"Enterprise-ready"

Auch für Android hat VMware bereits ähnliche Software gelauncht. Sie ermöglicht es, mit nur einem Klick bzw. Touch, Berufliches von Privatem zu trennen. Auf dem Business-Screen können dann beispielsweise nur die vom Arbeitgeber zugelassenen Apps installiert werden. Die geplanten RIM-Smartphones mit VMwares Software werden künftig mit dem Zusatz "enterprise-ready" verkauft werden.

Segen oder Fluch?

Mit der Software können Unternehmen auch einfach Daten von den Smartphones ihrer Angestellten löschen. Ein Nachteil für den Nutzer sei allerdings dann gegeben, wenn das Handy kaputtgeht. In diesem Fall ist der User selbst für die Reparatur verantwortlich, schließlich handle es sich auch um ein privat genutztes Gerät. Auch die Verwaltung zweier unterschiedlicher Kalender und E-Mail-Accounts könnte auf Dauer mühsam werden. 

Viel auf dem Spiel

Für RIM steht viel auf dem Spiel: Das kanadische Unternehmen war einst Marktführer im Business-Sektor und kämpft nun ums Überleben, während Google mit Android und Apple mit iOS ihre Marktanteile weiter ausbauen. (red, derStandard.at, 11.1.2013)

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    foto: reuters

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