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Rom - Der italienische Ex-Premier Silvio Berlusconi hat am Donnerstagabend an der von der RAI gesendeten politischen Talk-Show "Servizio pubblico" teilgenommen und der öffentlich-rechtlichen TV-Anstalt Rekordeinschaltsquoten beschert. 8,6 Millionen Zuschauer verfolgten die fast dreistündige Show mit einem harten Schlagabtausch zwischen Berlusconi und Starmoderator Michele Santoro, der den Medienzaren mit einer Reihe von Aussagen zur Krise in Italien konfrontierte. Damit eroberte die RAI eine Einschaltquote von 33,5 Prozent.
Berlusconi sparte nicht mit Angriffen gegen den scheidenden Premier Mario Monti. Dieser sei von einer "neidischen und kommunistischen Linken" unterstützt, für die Wohlstand ein rotes Tuch sei. Berlusconi bedauerte, dass er Monti nicht überzeugen konnte, die Erstwohnung von der Immobiliensteuer zu befreien. "Für uns ist die Eigentumswohnung heilig", berichtete Berlusconi. Im Gegensatz zu Monti, der ein Leben in Universitäten verbracht habe, sei er ein pragmatischer Unternehmer.
Der Medienzar verteidigte die Leistungen seiner Mitte-rechts-Regierungen seit seinem Einstieg in die Politik im Jahr 1994. "13 Millionen Italiener haben mich gewählt. Sind sie alle Vollidioten?", fragte Berlusconi.
Der Unternehmer klagte auch über seine teure Scheidung von seiner Ex-Frau Veronica Lario. "Ich muss verdienen, weil ich einer Frau, die einst meine Gattin war, 100.000 Euro pro Tag Unterhalt zahlen muss", erklärte Berlusconi. (APA, 11.1.2013)
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Die Justizprobleme von Silvio Berlusconi belasten Italiens Koalition. Er selbst stilisiert sich einmal mehr zum Justizopfer, Vizepremier Angelino Alfano nahm an einer Solidaritätskundgebung teil. Premier Enrico Letta erteilte seinem Kabinett nun Sprechverbot zum Thema.
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Wer sich von der neuen Regierung einen Neustart erwartet hatte, wurde enttäuscht: Auch unter Enrico Letta findet die italienische Politik nicht zu jener Ruhe, die nötig wäre, um die Krise endlich meistern zu können.
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453 Parlamentarier stimmten für das neue Kabinett - 153 dagegen
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Der Publizist Beppe Severgnini glaubt daran, dass Enrico Letta genug Pragmatismus aufbringen kann, um eine Regierung für Italien zustande zu bringen
Mehr als 1000 Wahlmänner und -frauen versuchten am Donnerstag, einen Staatspräsidenten für Italien zu küren - und scheiterten: Dutzende Parteifreunde versagten PD-Chef Bersani die Gefolgschaft und stimmten nicht für dessen Kandidaten Franco Marini
Debora Serracchiani, neue Präsidentin der Region Friaul
@#Italien/Italy: gestern hat der Oberste Gerichtshof Italiens beschlossen, dass es kein Gesetz geben darf, der die Adoption für homosexuelle bzw. lesbische Paare nur aufgrund ihrer sexuellen Neigungen verbietet. ~ Supreme Court rules against discriminating law forbidding adoption to homo & lesbian pairs/partners.
Wow! Congratulations
& celebrations, too.
Die Tage Silvio Berlusconis sind gezählt. Der Berlusconismus aber bleibt und wird Italien noch lange belasten. Seine Gefallsucht befriedigt er mit einem unerhörten Servilismus gekaufter Hofschranzen. Seine Realitätswahrnehmung ist durch Selbstüberschätzung getrübt: "Mit mir kann sich keiner vergleichen, nicht in Europa und nicht in der Welt."
Die seichte TV-Kultur hat die Italiener tiefgreifender geformt als der Faschismus. Censis beschreibt Italien als "moralisch und psychisch fragiles Land, in dem Gleichgültigkeit, Zynismus und Resignation zunehmen; ein Land, das weder zu seiner Vergangenheit noch zu seiner Zukunft findet.“
Monti "von einer neidischen, kommunistischen Linken" unterstützt.
Lustig. Aber wo solche Sätze möglich sind, ohne dass noch die Frage nach der Zurechnungsfähigkeit gestellt wird, braucht man sich über die Zukunft der Restbestände der Demokratie wohl keine Sorgen mehr zu machen.
Davon abgesehen,dass Silvio das ist,was er ist,finde ich es immer kurios, dass "die" Regierungschefs jenseits der eigenen Grenzen als "widerlich" gesehen werden ;), weil man vielleicht nicht genau hinschaut, wie die eigenen sind.Man bedenke, mit wem Silvio in Europa an einem gemeinsamen Tisch sitzt, nämlich mit allen europäischen Volksparteien und wer dafür gesorgt hat und das mit großem Eifer,dass er mit seiner Partei auch dahinkam.Ich glaube,die Liste "widerwertiger" Politiker ist sehr lang und am Ende stellt sich nicht die Frage wer unter Blinden "blinder" ist.
Nun du gehst meistens davon aus,dass "der" Wähler "intelligent" ist, aber viele sind es nicht, nicht nur nicht in Italien.Vielen ging es in der Silvio Zeit gut,auf einmal verlieren einige ihren Status Quo und somit wird derjenige verantwortlich gemacht,der für diese Einschnitte gesorgt haben.Silvio war sehr clever, als er das Handtuch geworfen hatte, wohlwissend, dass er hätte Einschnitte machen müssen,die der Wähler sehr übel genommen hätte.Es ist ja nicht so,dass "alle" so denken,aber mit unserem Wahlsystem,speziell wenn die Opposition gespalten ist,reichen diejenigen aus,die so denken,um eine Wahl zu gewinnen,zumal dann immer noch Leute gibt,die durch Silvio selbst in der schlimmsten Krise profitieren würden oder hoffen,zu profitieren
Nein, besser wäre etwas anderes, was ich nicht in Worten fassen möchte, ob als "Medienmogul" oder hinter Gittern, er hätte immer noch genug "Macht", für einen Durcheinander zu sorgen. Nur so viel, solange eine Giftschlange ihren Kopf hat, ist sie gefährlich. Erst wenn sie ihn verliert, ist Ruhe...
...wenn Silvio wiederaufsteigt!!! Monti ist sehr unpopulaer in Italien aufgrund des Steuerprogramms; die Italiener suchen immer denjenigen Kasperl, der denen Steuersenkung verspricht. Silvio gewinnt, weil die Italiener ein Volk von Idioten ist leidr
Die Sendung wurde NICHT auf dem öffentlich-rechtlichen Sender RAI ausgestrahlt, wie im Artikel irrtümlich behauptet wird, sondern auf dem privaten Sender La7.
Santoros Sendung "Servizio pubblico" hat, nachdem die RAI (auch wegen politischen Drucks von Seiten Berlusconis) verlassen hatte, als Internet-Sendung begonnen, finanziert durch crowd-funding. Erst nach der ersten (sehr erfolgreichen) Saison wurde sie auch auf La7 ausgestrahlt.
Gerade wegen dieser Geschichte empfanden es viele als spannend, dass Berlusconi dort eingeladen wurde.
MfG, WH
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