Udo Lindenberg, Panik-Rocker

Kolumne11. Jänner 2013, 17:04
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Der Künstler vertraut auf Weltalltechnik mit 480 PS

Der Altrocker hat zwei Lebensmittelpunkte: Berlin und Hamburg. In der Hansestadt bewohnt Udo Lindenberg seit Jahren eine Suite im Fünf-Sterne-Hotel Atlantic, weilt er in Berlin, ist er im noblen Adlon gern gesehener Dauergast. Oder im Hyatt. Die 280 Kilometer von Hotel zu Hotel glüht er im Porsche 911 Turbo.

"Er ist ein alter Freund. Ich habe mir 1973 meinen ersten Porsche gekauft und dafür meine erste große Knete auf den Kopf gehauen." Der ausgewiesene 911er- und Eierlikör-Fan hat für eine Charity-Auktion das Kultauto gemalt, doch statt Farbe wurde Likör genommen - das "Likörell" brachte 13.000 Euro. 

Sonderanfertigung, Formel-1-Rumtrickserei

Der Panik-Rocker düst gerne im Sauseschritt, auch Inga Humpe, Jan Delay oder Helge Schneider dürfen mit: "Da beschlagen dann die Scheiben - das kommt wohl vom Angstschweiß." Dem Autor Benjamin Stuckrad-Barre beschreibt er seinen derzeitigen "Elfer": "Sonderanfertigung, 480 PS. Schwarz innen wie außen, Carbon-Lenkrad, Keramikbremsen, Weltalltechnik, Formel-1-Rumtrickserei."

Für die getönten Scheiben gibt's einen guten Grund: "Das muss sein, wenn so Lichtgestalten im Auto sitzen, das blendet sonst die anderen. Nur gut, dass der Innenraum aus feuerfestem Material ist, weil so heiße Jungs eine enorme Hitze abstrahlen, nicht wahr?" Sicher. Darum meinte Lindenberg zu seinem 65. Geburtstag lapidar: "65 - eine Zahl, von der Firma Scheißegal." (Jutta Kroisleitner, DER STANDARD, 11.1.2013)

  • Der 911er "ist ein alter Freund": Udo Lindenberg, Institution.
    foto: reuters/wiegmann

    Der 911er "ist ein alter Freund": Udo Lindenberg, Institution.

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