Baumax-Chef dementiert Gespräche mit Praktiker

Sie seien "reine Spekulation", dementiert Baumax-Chef dementiert Essl Gerüchte um eine Kooperation der Konkurrenten

Wien/Klosterneuburg/Berlin - Baumax-Chef Martin Essl ließ über einen Sprecher ausrichten, dass es "keinerlei Gespräche mit Praktiker" gebe. Eventuelle Fusionsgerüchte mit der deutschen Baumarktkette seien "reine Spekulation". Baumax habe seinen Restrukturierungskurs für die nächsten drei Jahre begonnen, die Finanzierung mit den Banken stehe. Ende Dezember segnete ein Konsortium bestehend aus 15 Banken eine 80-Millionen-Euro-Geldspritze ab. Die Eigentümerfamilie Essl schoss zwölf Millionen Euro zu.

In der aktuellen Ausgabe des Magazins "Format" wird über eine Kooperation der beiden strauchelnden Baumarktketten berichtet - bis hin zu einer Fusion. Die österreichische Praktiker-Großaktionärin und Fondsmanagerin Isabella de Krassny wird mit den Worten zitiert: "Warum nicht, wenn es für beide Sinn macht."

Problemregion Osteuropa

Beflügelt würden die Fantasien einer Verbindung mit Baumax von den handelnden Personen bei Praktiker, schreibt das Magazin. Neben de Krassny sind noch andere Österreicher bei der deutschen Kette an Bord. Sanierer Erhard Grossnigg ist Aufsichtsratsvorsitzender. Neu in den Aufsichtsrat zieht Ex-Coface-Chefin Martina Dobringer ein. Armin Burger ist seit Mitte Oktober CEO von Praktiker. Burger war früher Österreich-Chef bei Hofer, danach rückte er in die Führungsspitze der Konzernmutter Aldi Süd auf.

"Format" zufolge könnte ein erster Schritt einer Zusammenarbeit von Praktiker und Baumax in der Problemregion Osteuropa sein; dort träfen zu viele Filialen auf zu wenig Kaufkraft. Ein Vertreter von Praktiker wolle "sehr bald" bei der UniCredit Bank Austria in Wien, Hauptgläubigerin von bauMax, die Lage sondieren. (APA, 11.1.2013)

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