Nur Privatschüler zahlen in Wien für Schulsport-Aktivitäten

VP-Gemeinderätin Isabella Leeb attestiert Stadtregierung "klassenkämpferische Uraltansichten"

Wien - Wer sein Kind in Wien in einer Privatschule unterrichten lässt, muss nicht nur das Schulgeld, sondern auch Schulaktivitäten aus eigener Tasche bezahlen - im Gegensatz zu Eltern von Kindern in öffentlichen Schulen.

Der Stadtschulrat erklärt in einer Mitteilung, dass für das Eislaufen im Rahmen des Sportunterrichts öffentliche Schulen die Anlagen kostenlos benutzen dürfen, private Schulen den Gruppentarif jedoch selbst bezahlen müssen. Beim Wiener Eislaufverein etwa kostet der Gruppentarif laut Homepage fünf Euro für jeden Schüler.

VP-Gemeinderätin Isabella Leeb kritisiert, die Eltern von Privatschulkindern würden mit ihren Steuern ebenso zur Erhaltung der Kultur- und Sporteinrichtungen in Wien beitragen wie Besucher von öffentlichen Schulen. Sie attestiert der Stadtregierung "klassenkämpferische Uraltansichten" und fordert bei kostenpflichtigen Unternehmungen eine soziale Preisstaffelung, ähnlich dem Essensgeld. " Nur weil ein Kind eine private Schule besucht, bedeutet das noch lange nicht, dass dieses Kind automatisch reiche Eltern hat", betont Leeb in einer Aussendung. (juh, DER STANDARD, 11.1.2013)

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