Ein Fünftel wühlt sich im Schnitt eine Stunde pro Tag durch Büro-Mails

21. Jänner 2013, 10:00
  • Mails, Mails, Mails.
    foto: screenshot/derstandard.at

    Mails, Mails, Mails.

Eine Studie untersuchte, wie Mitarbeiter im IT und Security-Bereich ihre E-Mails verwalten

Sortieren, Ablegen, Kennzeichnen, Markieren - anstatt sich völlig auf ihre eigentlichen Arbeitsaufgaben zu konzentrieren, verbringen Mitarbeiter von Unternehmen bis zu mehrere Stunden pro Woche mit dem Organisieren ihres E-Mail-Posteingangs. Das zeigt nun auch eine Studie des internationalen Data-Governance-Anbieters Varonis, der im September des vergangenen Jahres 127 Angestellte im IT und Security-Bereich von 92 verschiedenen Firmen weltweit befragte.

Fast 45 Prozent der Befragten erhalten zwischen 50 und 100 E-Mails pro Tag, 17 Prozent zwischen 100 und 300, und etwa fünf Prozent über 300 Emailnachrichten täglich. Um dieser Menge Herr zu werden, wird unterschiedlich viel Zeit dafür aufgewendet. Über 40 Prozent gaben an, zusätzlich zum Lesen und Schreiben von E-Mails bis zu 30 Minuten pro Tag zu benötigen, um ihren Posteingang zu organisieren. Für immerhin 20 Prozent nimmt diese Tätigkeit bis zu einer Stunde in Anspruch.

"Sammler", "Ableger" und eine Mischung davon

Laut Studie gebe es drei Arten, wie Mitarbeiter mit ihrer täglichen E-Mail-Flut umgehen, heißt es in der Aussendung. 34 Prozent der Befragten sind "Ableger": Sie leeren ihr Postfach täglich und speichern ihre Nachrichten in Ordnern. Die "Sammler" (17 Prozent) sind genau das Gegenteil: Sie löschen E-Mails nie. Die meisten Studienteilnehmer (44 Prozent) verwenden allerdings eine Mischform dieser beiden Methoden, um ihr Postfach zu verwalten.

Je mehr Nachrichten sich im Postfach tummeln, desto größer wird der Druck nach Ordnung. Eine kleine Gruppe von sechs Prozent der Befragten habe allerdings gänzlich aufgegeben, ihr E-Mail-Chaos in den Griff zu bekommen. Mit dem Verlust des Überblicks steige auch die Fehlerwahrscheinlichkeit deutlich an, so David Gibson von Varonis. Knappe zwei Drittel der Befragten berichteten von einem Missgeschick, bei dem ein E-Mail versehentlich verschickt wurde. (red, 21.1.2013)

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Kein Wunder,

wenn doch viele Personen grundsätzlich die "Allen antworten" bzw. "Answer all"-Funktion nutzen...

Keine Ahnung, wovon hier gelabert wird.

Nach ein paar Wochen weiss ich genau, welche mails wichtig sind, die leg ich in Ordner ab, der Rest bleibt im Inbox, seh eh nur die neuesten. Keine Ahnung, was daran so kompliziert sein soll?

Beruflich akzeptiere ich einfach keine mails und verlange Eingaben ausschließlich in Papierform. Und schon langen nur mehr wirklich wichtige Nachrichten ein.

Arbeitest du bei der Steinzeit AG?

Ab einem gewissen Level geht das wirklich. Aber eben nur bei sehr gehobenen Positionen.. inklusive brauchbarer Assistenz.

die Assistenz muss dann Mails ausdrucken, damit er das Zeugs in Papierform hat

Zero Inbox hilft – arbeite seite mehreren Jahren nach diesem "Konzept" ...

Eingehende Emails werden eingschätzt:
- sofort löschen wenn uninteressant / unerfüllbar. aus den augen, aus dem sinn.
- sofort erledigen wenn es weniger als 1 minute dauert, und in den jeweiligen projekt-archiv-ordner sortiert. aus den augen.
- wenn nicht sofort erledigbar, dann farblich markieren, damit sie zwischen neu-eingängen auffallen.

Dadurch habe ich in der Inbox laufend nur relevante Nachrichten liegen (todos oder neues), und die erledigten sind vorsortiert im archiv (falls nachgeschaut werden muss).

Einmal eingespielt hält das ganze dauerhaft ordnung bei geringstmöglichem aufwand für verwaltung.

Und letztlich sind E-Mails kein Übel ... früher hat man halt mehr telefoniert um zu kommunizieren ("ein fünftel telefofoniert ...")

Volle Zustimmung, so mache ich das auch ... und das Telefon empfinde ich als hundertmal lästiger als E-Mails, da es im Gegensatz zu diesen nicht einmal eine Minute Aufschub duldet.

Meiner Erfahrung nach wird E-Mail von den meisten Usern (sprich alles, was nicht weiß, was SMTP bedeutet) falsch bzw. missbräuchlich verwendet.

Oft wäre IM, eine TelCo oder einfach das Heben des Hinterns und der Weg 2 Büros weiter zu einem Gespräch der bessere und effizientere Weg.

Eine E-Mail ist wie eine Postkarte (wenn sie nicht verschlüsselt ist) bzw. wie ein Brief (wenn sie verschlüsselt ist). Und im Geschäftsleben reicht es nicht, nur die ersten 2 Zeilen eines Briefes zu überfliegen.

Ich z.B. verwende E-Mail so. Maximal noch als virtuelles Paket mit einer wichtigen Datei im Anhang. Und Korrespondenz wird nicht gelöscht bzw. vernichtet. Das kann direkt in Teufels Küche führen.

Informationstechnik (kurz IT, häufig englische Aussprache [a? ti?]) ist ein Oberbegriff für die Informations- und Datenverarbeitung

also Sortieren, Ablegen, Kennzeichnen, Markieren = sich völlig auf die eigentlichen Arbeitsaufgaben konzentrieren

selbst Schuld

selber Schuld wenn man sich selbst künstliche Hürden auferlegt.
Ich habe genau 3 Postfächer, den Eingang, Erledigt und Gesendet und dort ist in einer Wurst alles runter.

Wozu sortieren, wozu tausende Unterordner wo man täglich viel Zeit braucht um das Zeugs wieder reinzusortieren bzw. Urlaubsvertretung sich in der Struktur nicht zurecht findet.

Um Kunden zu finden suche ich nach der Mailadresse und hab dann nach Datum alle Mails in Sekunden vor mir, bei größeren Projekten suche ich nach dem Betreff, oder ID´s etc.

In Outlook kann man das aber vergessen, keine Ahnung wieso, aber dort dauert die Suche ewig, in Thunderbird gebe ich einen Kunden ein und hab von jetzt auf jetzt alle Mails von 7 Jahren vor mir.

Das mit "in Outlook kann man das aber vergessen" kann ich so nicht stehen lassen. Bei mir funktioniert das blitzschnell. Vielleicht haben Sie nur die Windows-Indizierung abgeschaltet.

größe des posteingangfaches limitieren

und nach 60 tagen inhalt automatisch löschen - alles was bis dahin nicht archiviert war, ist futschijama. so bekommt man die sache in den griff.

so mach ich das auch

archiv ist onenote und nutze nachverfolgung....

Die meisten Unternehmen verzichten auch auf...

- einheitliche Mailprogramme, samt jederzeit Anleitungen und Ansprechpartnern usw.

- vernünftige Mailverteiler bzw. eigenen Mailserver

- klare Priorisierung von Mails nach Vorgabe

- generelle Ausbildung der Belegschaft im Umgang mit Email (Grundlagen, Clients, Mailorganisation)

Und dann wundern's sich, dass die Angestellten immer mehr Zeit für die Mails brauchen? Am Ende werden's denen auch noch die Schuld daran geben.

Ich kann jetzt nur die Firma für welche ich zur Zeit arbeite, als Bsp. anführen, da ich bis dorthin immer für Großunternehmen arbeitete. Ist ein Mittelständisches Unternehmen, mit 600 - 700 Mitarbeitern in ganz Europa.

Bei uns ist man seit Jahren nicht in der Lage, die Arbeitsanweisungen an bestimmte Mitarbeitergruppierungen schriftlich zusammenzufassen. Die paar Manager sind wegen ihrer enormen täglichen Arbeiten nicht in der Lage, sowas wie eine Arbeitsstruktur aufzubauen, jedes Land in Europa arbeitet anders.

In vielen Firmen ist man zu keinerlei Organisation in der Lage, läuft doch schon seit Jahrzehnten so, dass jeder macht was er will, hauptsache der Umsatz passt.

Mails mit CC "Employee Europa" sind da noch das kleinste Problem.

> klare Priorisierung von Mails nach Vorgabe

naja - es ist halt schwer, richtig zu markieren, weil jeder seine Sachen wohl als wichtigst bezeichnet ;-)

Das liegt aber oft auch daran,

dass kaum jemand fähig ist, automatische Regeln zum Einsortieren, Archivieren etc. zu erstellen (oder vielleicht auch wollen sie einfach nur nicht). Einmal eingerichtet, bleiben z.B. nur mehr Mails, wo man auf "To:" ist im Posteingang, alle andern schon sind schon mal niedrigere prio. Und Mails, wo man nicht selber explizit addressiert wurde, können sowieso in eine oder mehrer Verteilerordner reingeschoben werden.

Einmal eingerichtet, braucht man dann kaum Aufwand zum Organisieren...

Ich habe auch ein paar Einzelfälle kennen gelernt, die Sprüche brachten wie:
"Was? Email hast mir gschickt? Du glaubst doch nicht dass ich den Dreck lies? Ich hab dreitausend ungelesene Emails im Postfach und jeden Tag kommen mehr und das ist nicht zu bewältigen!"

... naja, leider war er hochrangiger Manager, die Firma ist jetzt aber pleite. Zufälle gibts ...

Deswegen

die wichtigen Dinge in die ersten zwei Zeilen. Weil weiter liest eh keiner bzw. hat nicht die Zeit dazu.

Mir ist lieber EIN Mail mit ALLEN relevanten infos als jeden Tag zehn verschiedene.

einfach mal anfangen mit allen cc und bcc mails...

...ungesehen gelöscht - wenn wer was will von mir, dann bitte direkt. seit dem zeitpunkt habe ich sicherlich ein paar stunden zeit im monat gerettet.

Und dafür keine Ahnung von Nichts

Mmn würde es schon reichen, einfach die CC Zeile wegzulassen. Unglaublich nervend, jede Mail zwischen Kunden und Vertrieb abzubekommen, nur weil ein Vertriebsmitarbeiter meint, sein Schriftverkehr interessiere die halbe Menschheit. -.-

Und dann weinen, wennS ned informiert worden sind.

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