Hofer bietet künftig "Grünstrom" an

10. Jänner 2013, 16:55
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Die Ökostrom AG liefert

Wien - "Wir wollen das Image loswerden, dass Ökostrom teuer ist. Das ist einer der Gründe, warum wir als Erste in Österreich den Schritt in den Supermarkt machen," sagte Ökostrom-Vorstandsmitglied Horst Ebner im Gespräch mit dem Standard.

Limitiertes Angebot

Die Ökostrom AG, führender Anbieter von Strom aus ausschließlich erneuerbaren Quellen, hat eine Kooperation mit der Lebensmittelkette Hofer geschlossen. Per Poster und Dispenser wird ab Montag nächster Woche in den österreichweit 440 Filialen des Diskonters auf ein Sonderangebot hingewiesen, das fürs Erste auf 5.000 Personen begrenzt ist: 100 Prozent Ökostrom aus Österreich zu einem bis Ende 2014 garantierten Bruttopreis von 8,10 Cent je Kilowattstunde (kWh).

Laut Ebner ist das "derzeit der günstigste Grünstrompreis Österreichs". Dies sei deshalb möglich, weil man 90 Prozent des Stroms aus Kleinwasserkraftwerken in Tirol, Salzburg und der Steiermark beziehe, die bereits abgeschrieben sind. Neun Prozent stammen von Windkraftanlagen in Niederösterreich und Burgenland, ein Prozent aus Sonnenenergie. Letztere sei zwar in der Herstellung deutlich teurer. Ebner: "Wir wollen damit aber ganz bewusst Private unterstützen, die in eine Photovoltaikanlage investiert haben und den überschüssigen Strom an uns weiterverkaufen."

Anders als in der Mobiltelefonie, wo Hofer auch Datenpakete vertreibt, beschränkt sich die Ökostrom-Kooperation auf die Vermittlung potenzieller Kunden. Die Antragsformulare können über das Internet heruntergeladen oder telefonisch bzw. schriftlich bei der Ökostrom AG beantragt werden. Zustimmung für die Aktion gab es unter anderem von Greenpeace und der E-Control. (stro, DER STANDARD, 11.1.2013)

  • Die Hofer-Chefs Friedhelm Dold und Günther Helm freuen sich über den Ökostrom, der - anders als das Pressebild suggeriert - zu 90 Prozent aus Wasserkraft stammt.
    foto: hofer

    Die Hofer-Chefs Friedhelm Dold und Günther Helm freuen sich über den Ökostrom, der - anders als das Pressebild suggeriert - zu 90 Prozent aus Wasserkraft stammt.

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