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vergrößern 1024x768Die wohl auffälligste Änderung in Fedora 18 und gleichzeitig hauptverantwortlich für all die Verzögerungen: Der Installer Anaconda wurde vollkommen neu gestaltet.
vergrößern 758x505Praktisch alle Schritte werden dabei nun automatisch konfiguriert, die NutzerInnen können aber das System von einem Überblicksbildschirm ausgehend nach Belieben anpassen.
vergrößern 1024x768Dazu gehören etwa die Einstellungen für Zeit und Datum.
vergrößern 1024x768Der wohl wichtigste Bereich - die Auswahl der Partitionierung - ist ebenfalls neu, wirkt allerdings in einigen Punkten noch reichlich unfertig oder begrenzt logisch aufgebaut.
vergrößern 588x355Warum die manuelle Partitionierung hinter einer Checkbox mit wenig aussagekräftigem Inhalt versteckt ist, bleibt unklar.
vergrößern 753x747Wer von der DVD installiert, kann sich die Software selbst zusammenstellen, dabei stehen eine Fülle unterschiedlicher Desktops zur Verfügung.
vergrößern 1024x768Parallel zum Aufspielen der Pakete wird dann noch nach dem Root-Passwort gefragt.
vergrößern 864x631Leider ist der Installer weiterhin nicht ganz fehlerfrei, beginnt schon mal eine Partitionierung, die nicht genügend Platz für die Daten bietet.
vergrößern 1024x768Beim ersten Neustart erfolgt die gewohnte Konfiguration.
vergrößern 1024x768GNOME 3.6 zeigt seine Neuerungen gleich anhand des grafisch überarbeiteten Login-Screens...
vergrößern 1024x683...aber auch sonst bietet die aktuelle Desktop-Version jede Menge Neues, etwa den Umbau des Dateimanagers Nautilus. (Katzenfoto nicht im Lieferumfang, Anm.)
vergrößern 1024x768Die Activities-Ansicht der GNOME Shell wurde für GNOME 3.6 ebenfalls angepasst.
vergrößern 682x455Mit den "Offline Updates" werden Systemaktualisierungen jetzt - auf Wunsch - abseits des laufenden Systems installiert.
vergrößern 640x480Dazu wird in einen speziellen Systemmodus gebootet, der grafisch zwar recht schnöde gestaltet ist, seine Aufgabe aber zuverlässig erfüllt.
vergrößern 1024x768Die Schriftdarstellung präsentiert sich unter anderem durch die Aktivierung von Autohinting (bei den meisten Schriften) anders als noch beim Vorgänger.
vergrößern 1024x768Der Lock Screen von GNOME 3.6 versteckt sich hinter einem virtuellen Vorhang.
vergrößern 1024x768Als Browser ist Firefox 17 mit dabei, Updates auf aktuelle stabile Versionen folgen üblicherweise recht flott nach der Veröffentlichung.
vergrößern 1024x768Mit ssm gibt es eine neue Storage-Manager-Lösung samt - optionalem - Kommandozeilentool.
vergrößern 1024x768Die Firewall-Aufgaben übernimmt nun Firewalld, die Konfiguration wie bisher Firewall-Config.
Verzögerungen gab es in der Geschichte von Fedora bereits viele: Kaum eine neue Release, die nicht schlussendlich zwei, drei Wochen länger brauchte als ursprünglich veranschlagt. So zahlreich wie bei Fedora 18 waren die Terminplankorrekturen aber noch nie: Mehr als zwei Monate nach dem eigentlich anvisierten Launch-Termin gibt es nun die aktuelle Ausgabe der vornehmlich von Red Hat getragenen Linux-Distribution, die im folgenden einer näheren Betrachtung unterzogen werden soll.
Wie gewohnt gibt es Fedora in eine Fülle von Varianten, etwa mit KDE, Xfce oder LXDE-Desktop, oder auch in Form von angepassten "Spins" für spezielle Anwendungsgebiete. Das primäre Installations-Image ist und bleibt aber jenes mit dem GNOME-Desktop, insofern konzentriert sich der Test in Folge auch darauf. Dabei stehen ebenfalls zwei Varianten zur Auswahl: Neben einem umfangreichen DVD-ISO - auf dem alle Desktops mitgeliefert werden - gibt es auch ein dezidiertes Live-Image.
"Live-CD" wäre in diesem Zusammenhang übrigens mittlerweile der falsche Ausdruck. Wie Ubuntu auch verzichtet Fedora nun auf den Versuch die eigene Distribution auf einer einzelnen CD unterzubringen. Wer das Live-Image nutzen will, muss es also entweder auf eine DVD brennen oder gleich vom USB-Stick starten. Die wichtigste Konsequenz aus dieser Entscheidung: Die freie Office-Suite LibreOffice ist nun endlich auf dem Live-Image mit dabei, zudem kann hier jetzt ebenfalls zwischen diversen Sprachen für die Installation gewählt werden.
Welcher Weg auch immer zur Installation beschritten wird, schnell offenbart sich, was zu all den Verzögerungen von Fedora 18 geführt hat: Der Installer Anaconda wurde vollkommen neu gestaltet, und das ist natürlich nicht ganz so reibungsfrei abgelaufen, wie sich die EntwicklerInnen das erhofft hätten. Die NutzerInnen können sich über diese Maßnahme jedenfalls mal ganz prinzipiell freuen, denn: Der alter Installer hatte eine Überarbeitung bitter nötig.
Wie bei anderen Distributionen auch läuft hier nun praktisch alles automatisch ab: Nach der Eingabe der bevorzugen Sprache, kommen die NutzerInnen gleich zu einem Auswahlbildschirm, auf dem die wichtigsten Parameter festgelegt werden können. Erfreulicherweise wird hier beinahe alles automatisch konfiguriert, wer will kann einzelne Punkte aber noch individuell anpassen. Wirklich unumgänglich ist eigentlich nur die Wahl eines Installationsziels, während Tastatureinstellung, Netzwerk oder auch Datum / Uhrzeit nur im Bedarfsfall zu konfigurieren sind. In der konkreten Umsetzung erinnert all dies übrigens etwas an den Installer von openSUSE, der ebenfalls rund um einen Überblicksscreen aufgebaut ist.
So sehr die Umgestaltung des Installers prinzipiell zu begrüßen ist, so wenig ist es möglich, an kritischen Worten für die Implementation vorbeizukommen. Vor allem wenn es ins Detail geht, wirkt manches noch nicht ganz zu Ende gedacht. So ist etwa der Weg zur manuellen Partitionierung hinter einem unnötig verwirrend gestalteten Dialog (bzw. einer Checkbox auf diesem) versteckt.
Dazu kommt, dass manches trotz all der Verzögerungen noch immer nicht richtig funktioniert: Wer etwa ein kleine Festplatte verwendet (etwa in einer virtuellen Maschine), und bei der manuellen Partitionierung dem Einteilungsvorschlag von Fedora folgt, der kann schon mal einen Absturz während dem Aufspielen der Pakete erleben, da die Systempartition nicht ausreichend groß gewählt wurde (im Gegensatz zum Swap-Speicher).
Und wenn der Kritik am Installer noch ein oberflächliche Komponente hinzugefügt werden darf: Die grafische Gestaltung wirkt wie eine reichlich lieblose Interpretation von GNOME-UI-Design-Prinzipien. Kaum ein Dialog bei dem die Abstände stimmen, oder der stimmig aufgebaut geschweige denn konsistent mit den anderen Abteilungen ist.
Das Beinahe-schon-ewig-als-Next-Generation-Dateisystem-ausgerufene btrfs ist zwar in Fedora 18 weiterhin nicht die Default-Lösung, immerhin lässt es sich aber einfach wählen - und das wenn gewünscht gleich samt dem zugehörigen Partitionierungsschema. Während dem Aufspielen der Daten kann noch ein Root-Passwort angegeben werden - danach war es das auch schon wieder mit der eigentlich Installation, ein Neustart des Systems folgt also.
Beim ersten Boot folgen dann die von Fedora gewohnten Extra-Konfigurationsschritte, manche davon sinnvoll - andere weniger. Wozu hier etwa ein zweites Mal die Synchronisierung der Zeit mit einem NTP-Server angeboten wird, weiß wohl nicht mal Red Hat. Dass all dies angesichts des neuen Installers eher antik wirkt, darf nicht überraschen - und hat durchaus einen guten Grund: Ursprünglich sollte schon für Fedora 18 die "GNOME Initial Experience" diesen Part übernehmen und auf modernere Beine stellen. Diese ist aber noch nicht dort, wo sie die EntwicklerInnen gerne hätten, also heißt es in dieser Hinsicht abwarten auf Fedora 19.
Neben einer frischen Installation gibt es bei Fedora wie gewohnt auch die Möglichkeit ein bestehendes System zu aktualisieren. Für diesen Zweck gibt es in Form von FedUp ein neues Tool, das aber nicht ganz ohne Tücken ist: FedUp kann nämlich ausschließlich von Fedora 17 auf 18 aktualisieren. Wer eine ältere Version einsetzt, muss also zuerst mit dem älteren PreUpgrade auf Fedora 17 wechseln und kann dann erst zu Fedora 18 wechseln. Zudem kann das Upgrade nur begrenzt empfohlen werden, zumindest auf einem der Testsysteme bootete das System nach dem Upgrade nicht mehr korrekt. Auch sonst gilt: So einfach - und zuverlässig - wie Ubuntu macht Fedora den Wechsel auf eine neue Version noch immer nicht.
Den Desktop gibt bei Fedora 18 der GNOME 3.6.2 und damit - wie von früheren Versionen der Distribution gewohnt - die aktuellste Ausgabe der Software. Sehen wir mal von einem eigenen Wallpaper ab, verzichtet Fedora zudem auf jegliche Modifikationen, hier gibt es also weiterhin GNOME3 in Reinform.
Die - zahlreichen - Neuerung von GNOME 3.6 wurden an anderer Stelle bereits ausführlich gewürdigt, entsprechend seien sie hier nur kurz angerissen: Es gibt eine vollständig neu gestaltete Ausführung des Dateimanagers Nautilus, bei der einige Features - etwa der Split-Modus - gestrichen wurden, dafür eine Fülle neuer Funktionen hinzugekommen sind. Allen voran eine signifikant verbesserte Suchfunktion, die nun direkt beim Eintippen aktiviert wird. Der Benachrichtigungsbereich wurde noch einmal neu gestaltet, die Bildschirmsperre ist direkt in die GNOME Shell gewandert und orientiert sich im Aussehen jetzt am Login-Screen. Vor allem für die Internationalisierung wichtig - und massiv von Red Hat vorangetrieben - ist die IBUS-Integration für alternative Eingabequellen.
Sieht man einmal von der - bereits erwähnten - Aufnahme von LibreOffice (3.6.3.2) in den Live-Install ab, bringt Fedora 18 wenig Neues in Sachen Default-Softwareauswahl. Einzig GNOME Clocks, eine schlanke Kombi aus Weltuhr, Timer und Stoppuhr, ist hinzugekommen, sonst bleibt eigentlich alles beim Alten. Den Browser wie gewohnt der Firefox, jetzt in der Version 17 enthalten. Und der seit gefühlten Ewigkeiten gültige Kritikpunkt, dass einige vollkommen sinnfreie - weil Funktionen des GNOME Control Center duplizierende - Tools mitinstalliert werden, gilt ebenfalls noch immer.
Wer glaubt, die Neuerungen von Fedora enden bei einer Aktualisierung der Softwareauswahl, kennt die Community-Distribution schlecht. Immerhin steht dahinter mit Red Hat der erfolgreichste Linux-Softwarehersteller, der jede Menge Ressourcen in die Weiterentwicklung des freien Betriebssystems steckt. Dank des Open-Source-Gedankens profitieren davon zwar alle Distributionen, als erstes gibt es neue Funktionen aber üblicherweise bei Fedora. Und hier bildet auch Fedora 18 keine Ausnahme.
So unterstützt Fedora nun mithilfe neuer Version von Systemd und Packagekit sogenannte Offline-Updates, also die Aktualisierung wichtiger Pakete während des Neustarts anstatt im laufenden System. Wer dies von Windows oder Mac kennt - und potentiell nicht ausstehen kann - sei zumindest auf die Argumente für eine solche Herangehensweise verwiesen: Das gewohnte Update im laufenden System könne zu allerlei Problemen führen, da hier den Programmen zentrale Bibliotheken im laufenden Betrieb quasi "unter den Füßen weggezogen" werden - oder gar kurzfristig in zwei verschiedenen Versionen genutzt werden. Dies lasse sich sauber nur lösen, indem die Updates außerhalb des laufenden Systems durchgeführt werden, in diesem Fall in einem speziellen Modus, der beim Neustart angewählt wird.
Die betreffenden Updates werden automatisch im Hintergrund heruntergeladen, ist dieser Prozess erledigt, wird ein zusätzlicher "Aktualisierungen installieren und Neustart"-Eintrag im User-Menü angeboten. Zur konkreten Implementation noch ein bis zwei Worte: Die Offline-Updates werden ausschließlich für systemkritische Komponenten vorgenommen, also etwa den Kernel oder zentrale Bibliotheken, alles andere wird weiterhin im laufenden System auf den neuesten Stand gebracht. Zudem ist es weiterhin möglich manuell - etwa per yum - die Updates ganz ohne Neustart einzuspielen.
Viel wurde in den letzten Monaten über die UEFI SecureBoot-Spezifikation und deren Auswirkungen auf die Linux-Welt diskutiert. Immerhin stellt die "sichere Boot-Kette" eine echte Herausforderung für das heterogene Open-Source-Umfeld dar, in dem es üblicherweise keine zentrale Autorität zur Signierung gibt, wie es bei Windows Microsoft darstellt. Fedora hat sich auch in diesem Bereich als besonders proaktiv erwiesen, entsprechend enthält die neue Version bereits eine erste Unterstützung für diese Sicherheitsfunktion, die bei allen neuen Rechnern mit "Windows 8 Client"-Logo vorgeschrieben ist (sich bislang aber ohnehin üblicherweise deaktivieren lässt).
Auch sonst kann sich die Liste der neu aufgenommenen Funktionen in Fedora 18 sehen lassen: So wird firewalld nun von Haus aus als Firewall-Lösung eingesetzt - und kann nun tatsächlich auch mit dem grafischen Tool firewall-config administriert werden. Es gibt eine zentrale Storage-Management-Lösung samt des Kommandozeilentools ssm (das übrigens nicht über das Paket "ssm" sondern per "system-storage-manager" installiert werden kann).
Wer eine kleinen Blick in die Zukunft erheischen will, kann DNF ausprobieren, das in Zukunft yum bei der Paketadministration ablösen soll. Dabei handelt es sich um einen yum-Fork mit Fokus auf höherer Geschwindigkeit und reduziertem Speicherverbrauch. Zudem verspricht man einfacher zu nutzende APIs und eine bessere Anbindung an diverse Programmiersprachen. Dazu passt, dass auch das Paketsystem RPM in neuer Version 4.10 genutzt wird, das einmal mehr Performance-Verbesserungen verspricht.
Die freie Windows-Server-Alternative Samba ist nun in der Version 4 enthalten, zudem kann Fedora 18 nun von Haus aus direkt in eine Active-Directory-Domäne eingebunden werden. Einen aktuellen Schwerpunkt vieler Linux-Distros bildet derzeit der Bereich Cloud-Computing, hier bildet Fedora natürlich keine Ausnahme - ganz im Gegenteil. So gibt es nicht nur eine neue Version der Infrastructure-as-a-Service-Lösung OpenStack, als Alternative ist nun auch das unter anderem von Ubuntu-Hersteller Canonical vorangetriebene Eucalyptus (3.1) enthalten. Ebenfalls neu ist die Application-as-a-Service-Software OpenShift (Origin).
Besondere Anstrengungen investiert Red Hat derzeit in den Virtualisierungsbereich, kein Wunder ist man doch federführend in der KVM-Entwicklung tätig. Hier verspricht Fedora 18 nun Suspend/Hibernate-Support für virtuelle Maschinen sowie die Möglichkeit Live-Snapshots zu erstellen. Einige Entwicklungssprachen wurden für Fedora 18 auf den neuesten Stand gebracht, namentlich Perl 5.16, Python 3.3. und Rails 3.2.
Einige Änderungen gibt es bei der Schriftendarstellung, neben den neuen Liberation Fonts 2.0 und einem aktualisierten Fontconfig, macht sich vor allem bemerkbar, dass Autohinting nun von Haus aus aktiviert ist. Wie die ersten Reaktionen in Foren und sozialen Netzwerken zeigt, spaltet dieses Thema (einmal mehr) die Community. Ein Teil zeigt sich erfreut, ein anderer steht den Änderungen ablehnend gegenüber. Geschmackssache, also.
Es gibt einige Aktualisierungen rund um das Boot-System Systemd, den Syslog-Ersatz "Journal" nutzt Fedora allerdings bislang noch nicht. Die Inhalte des /tmp-Verzeichnis werden nun als tmpfs im RAM statt auf Festplatte / SSD gespeichert, was nicht zuletzt die Lebensdauer der Datenträger erhöhen soll. Immerhin unterbleiben so viele unnötige Schreiboperation, die beim nächsten Boot ohnehin wieder gelöscht würden. Und für Kommandozeilenprofis geradezu essentiell: Die diversen Terminal-Lösungen unterstützen nun 256 Farben.
Bleibt ein Punkt, der während der Entwicklung von Fedora 18 einige Schlagzeilen gemacht hat - allerdings nicht unbedingt verdientermaßen. Ja - Fedora 18 erlaubt nun die Installation der GNOME2-Abspaltung MATE und des GNOME-Shell-Forks Cinnamon. Nein - das ist weder eine große Überraschung, noch Signal für irgendeine Richtungsänderung bei der Red-Hat-Distribution, wie es in so manchem Artikel suggeriert wurde. Beide stehen nun einfach als eine von vielen Alternativen zur Verfügung. Die Palette reicht hier schon seit geraumer Zeit von KDE über Xfce und LXDE bis zum OLPC-Desktop Sugar, dem alterwürdigen WindowMaker oder auch Enlightenment.
Die Aufnahme der beiden Desktop-Lösungen ist insofern schlicht "Business-as-usual". Insofern darf es denn auch nicht verwundern, dass selbst die Nautilus-Abspaltung Nemo bei Fedora 18 nachinstalliert werden kann. Das nennt sich schlicht "Wahlfreiheit", wie sie seit Anfang bei klassischen Linux-Distributionen praktiziert wird, die versuchen eine möglichst breite Palette an Softwarelösungen anzubieten.
Fedora 18 hinterlässt einen etwas gemischten Eindruck: Einerseits ist die schiere Anzahl an Neuerungen wirklich beeindruckend. In Fragen Aktualität der Softwareausstattung kann keine andere Linux-Distribution derzeit auch nur annähernd mithalten. Andererseits ist unübersehbar, das - trotz aller Verschiebungen - vor allem der Installer noch nicht ganz fertig ist.
Wer diese Hürde problemlos genommen hat, findet allerdings ein gegenüber der Vorgängerversion in zahlreichen Bereichen signifikant verbessertes System vor. Dies nicht nur was die Fülle an Neuerungen für den Desktop betrifft, sondern auch in Bezug auf die Systeminfrastruktur und den Server-Bereich.
Ansonsten gilt, was bei Fedora eigentlich immer gilt: Wer ganz frisch in der Linux-Welt ist, und keinerlei Vorwissen hat, ist oft mit einer anderen Distribution besser bedient, die ein paar lästige erste Schritte automatisch abnimmt (etwa die Installation von Flash oder Audio/Video-Codecs). Wer allerdings damit leben kann - oder gar Interesse daran zeigt - ab und an nachzuschlagen und manuell Hand anzulegen, der ist mit Fedora bestens bedient - und ganz an der Spitze der Linux-Entwicklung.
Zum Schluss noch ein kleiner Ausblick auf Fedora 19: Dieses soll nämlich die Verzögerungen der aktuellen Version wieder ausgleichen, und in gerade einmal 4 Monaten fertiggestellt werden. Ob dies tatsächlich gelingt, gilt es natürlich noch abzuwarten. Zu den Highlights der kommenden Release soll die Integration von GNOME 3.8 mit seinem neuen "Legacy-Modus" für ein klassisches, GNOME2-artiges Desktop-Layout sein. Desweiteren soll hier dann tatsächlich das Systemd Journal statt rsyslogd zum Einsatz kommen. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 15.01.13)
tl;dr: Fedora 18 kann mit einer beeindruckenden Fülle an Neuerungen aufwarten, die zum Update locken. Der neu gestaltete Installer wirkt aber trotz all der Verzögerungen noch nicht ganz fertig.
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Wie gewohnt ein sehr lesenwerter Artikel :) . Ich habe jetzt Fedora installiert und bin positiv überrascht.
Im Vergleich zu älteren Fedora distros habe ich auf keinen Fall mehr Fehler/Bugs/Quirks erlebt. Die Distro ist also für Fedorastandards gut. Die die Fedora kennen sind das gewohnt, dafür gibts die neuesten Features.
Für alle die sich das ansehen wollen sei gesagt, Ubuntu ist es keines; ihr müsst es noch mehr in Kauf nehmen euch mit dem System auseinanderzusetzen.
Wer Spass daran hat sich mit sowas auch zu spielen (sei es aus Hobby oder Beruf) wird seine Freude haben. Wer was braucht was einfach funktioniert und vielleicht weniger Hand ansetzen will ist woanders besser aufgehoben.
Ach nochwas die Installation ist lightning fast!
das Elementary OS Luna (Beta). Ist Debian, sau schnell, einfach und optisch @ Default einfach hübsch. Es läuft auf meinem Netbook und dafür ist es einfach ideal! Letztes Update gestern... und es ist schon ganz gut. Ich kann es nur weiter empfehlen. Für mich im Moment eines der besten Linux ... ;-)
das mit der autopartitionierung ist bei manchen installern scheinbar üblich, als ich etwa pcbsd auf einer 25 gb großen festplattenpartition installieren wollte, ging es nicht, weil der installer mir 18 gb (zweimal ram und ein bißchen was) swap und 4 gb /var einrichtete … da blieb nicht mehr allzu viel für /usr und / … ein versuch, es händisch zu ändern oder gleich einzurichten, scheiterte am installer, ich hätte höchstens die ganze platte verwenden oder irgendwie tricksen können (ram raus, später wieder rein), aber so wichtig war’s mir dann auch wieder nicht … nun ja, zu fedora 18. hab es seit gestern mit kde (nur mal zum probieren, eigentlich hasse ich es) in einer vb, vom tmpfs-/tmp hab ich nichts gemerkt, das ging wie eh und je händisch.
Die Autopartitionierung vom F18-Installer hat bei mir schon eine recht sinnvolle Aufteilung vorgeschlagen.
Allerdings ist auch das manuell Partitionieren kein Thema.
Etwas verwirrt hat mich der Dialog beim Erstellen einer neuen Partition. Da steht dann "Einhängepunkt" und "Dateisystem".
Dateisystem ist kein Problem und für Einhängepunkt gibts auch ein Autocomplete, aber bei Swap-Partitionen hat dann das Autocomplete auch versagt...
Schade dass btrfs immernoch noch nicht einmal von Fedora als stable genug angesehen wird um by default zum Einsatz zu kommen. Das bedeutet, dass vermutlich auch die anderen Distris die jetzt in der ersten Jahreshälfte releasen vermutlich nicht auf btrfs setzen.
Unwichtige i-Tüpflreiterei:
Zwei-drei Tippfehlerchen haben sich eingeschlichen, und es lautet stilistisch und grammatikalisch einwandfrei: 'während des Aufspielens der Daten'. ;)
Auf meinem Rechner läuft Ubuntu 11.10 mit verschlüsseltem Home-Verzeichnis. Ich trage mich mit dem Gedanken, zu Fedora zu wechseln, möchte aber keine böse Überraschung beim Zugriff auf meine Daten erleben. Kann der Fedora-Installer mit der bestehenden Verschlüsselung umgehen, oder ist das eine kompliziertere Angelegenheit?
Hab mal versucht von Ubuntu auf Fedora umzusteigen, wegen GNOME3. Bin dann jedoch wieder zurück zu Ubuntu, weil es einfach komfortabler ist. GNOME3 ist zwar nicht in Reinform, aber dafür gibt es das Software-Center und das System lässt sich schneller einrichten. Allerdings ist Fedora trotz allem eine großartige Distri
zum unteren posting des siegmund heindl muß ich ihnen sagen, daß fedora auch nicht mehr probleme macht als andere distros, ob der installer allerdings mit einer bestehenden verschlüsselung umgehen kann, wage ich zu bezweifeln. insofern wäre in ihrem fall vorsicht geboten. was er sonst so meint, ist kommentarbedürftig. statt netbsd (?!?) würde ich eher freebsd empfehlen, da gibt es wenigstens dokumentation (und zwar gute), und gentoo ist imho eher was für leute, die viel zeit haben und geduld genug mitbringen, im einzelfall wochenlang immer wieder dieselbe konfigurationsdatei von portage zu bearbeiten und von vorne (!) mit dem kompilieren anzufangen, bis sie einsehen, daß sie das eine bestimmte programm doch nicht so dringend benötigen …
Danke. Keine Sorge, ich weiß schon, dass Fedora nicht in erster Linie auf Stabilität angelegt ist. Aber soweit ich das sehe, kann man trotzdem mit Fedora klarkommen, auch wenn man nicht 25 Stunden täglich am Rechner sitzt. Und wenn ich tatsächlich damit nicht klarkomme, kann ich immer noch reumütig zu Ubuntu zurückkehren oder was anderes ausprobieren.
Für das Verschlüsselungsproblem finde ich schon noch eine Lösung. Die Hinweise hier waren sehr hilfreich.
Wobei ich aber sagen muss, dass ich Fedora 17 auf meinem Entwicklungsrechner verwende - und da im Dezember bis 16h täglich drauf gewerkelt hab und der Rechner oft mehrere Tage nicht rebootet wurde (reboot nur wg. Kernelupdate oder wegen wechsel zu Windows zwecks zocken).
Also für ein normales Desktop-System finde ich die Stabilität echt sehr gut - da möcht ich mich echt nicht beklagen.
ich will Ihnen, wenn Sie ubuntu haben, keineswegs nahelegen, zu fedora zu wechseln. ubuntu ist schon ok. aber wenn Sie wollen, kann ich Sie beruhigen, so schlimm, wie das vorher klang, ist die distro sicher keineswegs. es kann halt sein, daß Sie den einen oder anderen treiber nicht von haus aus haben oder daß es zu sonstigen problemchen kommt, bei mir etwa überhitzte sich, als ich zuletzt fedora hatte (vor ca. 1 jahr), dauernd das notebook scheinbar grundlos.
Bleibt lieber bei Distributionen die auf Debian (Mint, Ubunto,Debian) oder auf Madriva (Rosa Linux, Mageia)
oder auf Slackware beruhen.
Die laufen gut und stabil. Rosa Linux aus Russland ist einfach, gratis und sehr stabil.
Fedora ist instabil und nur das Versuchskaninchen
von Red Hat.
Fedoar ist absolut die letzte Distribution die ich Ihnen
rate zu installieren.
Wenn Sie tief in "Unix artige Betriebssysteme" einsteigen wollen ist natürlich Netbsd, Linux from Scratch , Lunar oder Gentoo empfehlenswert.
1) Debian basiert auf Debian? WTF!
2) Rosa Linux basiert auf RHEL
3) Mandriva basiert auf Red Hat
4) Mageia basiert auf Mandriva
5) RHEL basiert auf Fedora
Also hast du gleichmal ne viel zahl empfohlen die indrekt auf Fedora basiert oO
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