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Berlin - Immer mehr regulär Beschäftigte in Deutschland verdienen sich in einem steuerfreien "Minijob" ein Zubrot zu ihrem Hauptberuf. Die Zahl der im Nebenjob geringfügig Beschäftigten stieg im Jahresvergleich um knapp 80.300 oder 3,2 Prozent auf 2,573 Millionen, wie aus einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervorgeht.
Die Zahl der geringfügig Beschäftigten, die keiner anderen Beschäftigung nachgehen, sank indes im Jahresvergleich um 60.000 auf 4,834 Millionen. Die Angaben beziehen sich auf den Juni 2012. Die aktuellen Zahlen liegen jeweils mit halbjährlicher Verzögerung vor.
Insgesamt gab es im Juni vorigen Jahres rund 7,4 Millionen geringfügig Beschäftigte in Deutschland. Das waren 20.000 mehr als ein Jahr zuvor und rund 120.000 mehr als im März 2012. Die Zahl nähert sich damit der Rekordmarke von 7,5 Millionen im Dezember 2011.
Die "Minijobs" sind eine Domäne der Frauen. Sie stellen mit 63 Prozent fast zwei Drittel der geringfügig entlohnten Beschäftigten. Bei Gewerkschaften und Sozialpolitikern stehen geringfügige Beschäftigungen in der Kritik, weil sie vielfach geringe Stundenlöhne brächten und zur Verfestigung des Niedriglohnsektors beitrügen.
Die schwarz-gelbe Koalition hatte zum Anfang dieses Jahres dennoch die Verdienstgrenze von 400 auf 450 Euro erhöht. Bis zu diesen Einkommen sind geringfügige Beschäftigungen für Arbeitnehmer in Deutschland frei von Steuern und Sozialabgaben. (Reuters/red, 10.1.2013)
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