FPÖ Vorarlberg trennt sich nach Anklage von Geschäftsführer Eccher

10. Jänner 2013, 10:19
  • Arno Eccher vor dem Untersuchungsausschuss.
    foto: apa/hochmuth

    Arno Eccher vor dem Untersuchungsausschuss.

  • Ecchers Rolle in der Causa Telekom in der interaktiven Netzwerkgrafik von derStandard.at.
    foto: derstandard.at/screenshot

    Ecchers Rolle in der Causa Telekom in der interaktiven Netzwerkgrafik von derStandard.at.

Beschuldigter "sehr verwundert" über Anklage

Die Vorarlberger FPÖ wird das Dienstverhältnis mit ihrem Landesgeschäftsführer Arno Eccher auflösen. Da die Staatsanwaltschaft Wien wegen Vorkommnissen während seiner Zeit als FPÖ-Bundesgeschäftsführer im Jahr 2004 Anklage auch gegen Eccher erhebt (DER STANDARD berichtete), werde man sich einvernehmlich trennen, informierte FPÖ-Landesparteiobmann Dieter Egger am Donnerstag in einer Aussendung.

Eccher erklärte auf APA-Anfrage, dass die Trennung in seinem Sinne sei, "das war so vereinbart". Zu den Vorwürfen selbst könne er sich nicht äußern, sagt aber: "Ich bin sehr verwundert." Die Anklageschrift sei ihm noch nicht zugestellt worden. Er werde sich aber wehren, kündigte Eccher an.

Egger: "Vorwürfe lückenlos klären"

"Es war immer unser Einvernehmen, dass wir uns im Falle einer Klagserhebung trennen werden. Jetzt gilt es, diese Vorwürfe auf dem Rechtsweg lückenlos zu klären", sagte Landesparteichef Egger. Er habe dazu eine klare Haltung.

Die Zusammenarbeit zwischen der Vorarlberger FPÖ und Eccher dürfte jedenfalls endgültig beendet sein. Auch im Falle eines Freispruchs glaube er "eher nicht" an eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses, sagte Egger. Man werde Ecchers Stelle rasch nachbesetzen.

"Das war noch die alte FPÖ"

Dass die FPÖ aus der Causa zumindest einen Imageschaden davonträgt, glaubt Egger nicht. Zum einen werde die Partei alles für eine vollständige Aufklärung tun, zum anderen "war das noch die alte FPÖ vor Strache".

Ecchers Anklage steht laut Medienberichten in Zusammenhang mit der Causa Rumpold. Eccher soll als damaliger Bundesgeschäftsführer gemeinsam mit weiteren damaligen FPÖ-Funktionären und dem seinerzeitigen Telekom-Vorstand Rudolf Fischer sowie einem Telekom-Großkundenbetreuer Scheingeschäfte zugunsten der Partei getätigt haben. Gegen ihn wird demnach wegen Untreue ermittelt.

So sollen im Vorfeld des EU-Wahlkampfs 2004 von der Telekom Austria ohne Wissen der Aktionäre und "ohne adäquate Gegenleistung" 600.000 Euro an die Agentur des früheren FPÖ-Werbers Gernot Rumpold geflossen sein. Dieser habe im Gegenzug auf offene Forderungen seiner Gesellschaft gegenüber der FPÖ verzichtet, weshalb illegale Parteienfinanzierung vermutet wird. Zudem sollen mehrere Angeklagte 2012 im Korruptions-U-Ausschuss falsche Angaben dazu gemacht haben. Die Beschuldigten bestreiten die Vorwürfe. (APA, 10.1.2013)

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Yes, we gähn!

"Zu den Vorwürfen selbst könne er sich nicht äußern, sagt aber: "Ich bin sehr verwundert."
Das ist aber nun wirklich die Höhe. Da öffnet sich über den Herrn eine Falltüre und herab kommen die "Vorwürfe" und er ist verwundert. Die vorherigen Einvernahmen waren wohl ein Kaffeetratsch? Der mit Sicherheit bereits eingeschaltete Rechtsanwalt sprach tröstende Worte "kommt eh nix raus" und jetzt eine Anklageschrift. Na so was unangenehmes auch, so urplötzlich aufgewacht ....
Zu den Äußerungen des Herrn Eccher gehört ein herzhaftes "Yes we gähn" und ein noch herzhafteres "putz di, fpler".

H.C. Strache himself war doch im Jahre 2004

ein Geschäftspartner von Gernot Rumpold in zwei Unternehmungen.

Wusste er damals als FPÖ-Funktionär mit dieser Verbindung wirklich nichts von illegalen Parteifinanzierungen der FPÖ?

Es sieht nicht danach aus, dass die korrupten Vorgänge damals ausschließlich die FPÖ vor Strache betreffen.

"Das war noch die alte FPÖ"

sicher.
und aus reiner LIEBE zu den menschen und zur heimat lässt die neue fpö alte 'böse' elemente in ihren reihen oder holt sie zurück ins boot (--> fpk), bis es absolut nicht mehr geht.

ach würden doch alle menschen so sehr lieben wie hc & co !

Aja. Sämtliche derzeitigen Parteimitglieder der FPÖ wurden scheinbar erst 2004 geboren. Alles klar...

wann endlich

benennt sich diese partei nach ihrem wahren inhalt, dann wäre endlich ruh und alles klar. n für national, s für sozial usw.

Die FPÖ ist nur sozial wenn's um ihre eigenen Taschen geht!

Kann mir bitte mal ein FP-Wähler erklären, welche Partei das denn nun ist?

"zum anderen "war das noch die alte FPÖ vor Strache". "

Soviele Spaltungen, Neugründungen, Neuausrichtungen, Trennungen, Wiedervereinigungen, Rücktritte, Rück-Rücktritte, usw. kenne ich sonst eigentlich nur von italienischen Parteien.

bin kein fpö wähler jedoch ist deren logik ganz einfach: schuld sind die anderen. wer diese anderen sind ist halt nicht so genau und überhaupt uninteressant aber schuld sind sie!

die anderen

das sind die linken Chaoten... wobei das alle sind die links der FPÖ sind.

linkslinks nicht links bitte

der war mal bundesgeschäftsführer? komisch, ich hör den namen das erste mal...

jörgls verschleiß war damals ganz beachtlich

Hat der Strache für den Jörgl Bunga Bunga gemacht?

Gibt es eigentlich irgendeine Landesorganisation

der Effen, wo nicht mindenstens eine/r schon vor dem Kadi gestanden ist?

Gehört das bei denen "zum guten Ton"?

ja

und deren selektive Wahrnehmung auch. Man schreit nur bei Fehlern der anderen, im eigenen Haus ist alles OK. Dort steckt die Unschuldsvermutung inzwischen in den Mauern...

Ein Bauernopfer......die anderen machen munter weiter.

Vielleicht fallen dem Herrn ein paar belastende Sachen ein, damit die Korruption auch in der FPÖ restlos aufgeklärt wird.

Uwe Scheuch ist ein rechtskräftig verurteilter Straftäter.

Sorry, ich weiß, hat damit nichts zu tun, aber ich hab' den Satz so gern!

MfG

Lernens Politik!

Uwe Scheuch ist von der FPK und die haben mit der FPÖ bekanntlich gar nix zu tun.

Ich hab jetzt wirklich lachen müssen und dir für den Witz grün gegeben.

Meinst du das ernst?

Ja genau und in der Hölle kann man eislaufen.....

bahahahahaha

nicht einmal die fpö hat mit der fpö etwas zu tun:

"Festzuhalten sei, dass die Strache-FPÖ im Zusammenhang mit den jetzt
erhobenen Anschuldigungen der Staatsanwaltschaft in Sachen
Rumpold-Telekom aus dem Jahr 2004, weder was handelnde Personen, noch
was politische Entscheidungen betreffe, irgendeine Verantwortung
treffe."

http://www.ots.at/presseaus... vorarlberg

sie schaffen es

ja nicht einmal den zweiten satz das postings zu lesen.
der verdacht liegt nahe: sind sie ein kaerntner fler?

Sie haben den smiley vergessen, sonst könnte Ihre Ironie mißverstanden werden :-)

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