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Isoliert von Außen- und Arbeitswelt, sind Hausangestellte ihren Arbeitgebern nicht selten ausgeliefert.
Genf - Extreme Abhängigkeit vom Arbeitgeber, isoliertes Arbeitsumfeld, lange Arbeitszeiten und ungenügender Arbeitsschutz - das sind die größten Probleme von Hausangestellten. Diese Umstände erleichtern auch die Ausbeutung von "Bediensteten", heißt es in der am Mittwoch präsentierten Erhebung der Internationalen Arbeitsorganisation ILO.
"Oft müssen Hausangestellte mehr Arbeitsstunden leisten als andere Arbeitnehmer, in zahlreichen Ländern verfügen sie nicht über dieselbe wöchentliche Ruhezeit", sagte die ILO-Vizedirektorin Sandra Polaski. Das Problem ist nicht so unbedeutend, wie der Anteil der Hausangestellten am Welt-Gesamtarbeitsmarkt (1,7 Prozent) vermuten lässt: Weltweit arbeiten laut ILO rund 52 Millionen Menschen als Hausangestellte (davon 83 Prozent Frauen), viele unter schlechten Bedingungen. Von 1990 bis 2010 stieg die Zahl der Hausangestellten um 19 Millionen, ihr Anteil an den weltweit erwerbstätigen Frauen beträgt 7,5 Prozent.
In Österreich sind laut ILO rund 9000 Hausangestellte registriert - und im Vergleich zu anderen Staaten auch arbeitsrechtlich in Ordnung. Lediglich zehn Prozent verfügten über arbeitsrechtlichen Schutz, nicht einmal die Hälfte erhält den Mindestlohn des jeweiligen Landes. Und: 7,4 Millionen Bedienstete sind laut ILO - behördlich nicht registriert - im Kindesalter. (sda, DER STANDARD, 10.1.2013)
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Wer glaubt dass Putzen keine schwere Arbeit ist, solls halt selbst allein machen und das am besten gleich bei allen Freunden. Die freuen sich und man lernt was.
Habs heut wieder erlebt, wie ein Bub von 24 einfach nur dabei zugeschaut hat, statt seine eigene Wohnung zu putzen...scheint wohl nicht angeboren zu sein!
Ha! Putzen ist ein Knochenjob! Jedenfalls wenn es nicht so husch-pfusch erledigt, sondern ordentlich gemacht wird, und nicht nur in häuslichen sondern in größeren Dimensionen. Deshalb habe ich auch größten Respekt vor Reinigungskräften.
Wenn man es selber machen muss, lernt man gleich eher aufzupassen, um den Leuten die schwere Arbeit zu ersparen. Es ist zwar Jobtechnisch für das Reinungspersonal ungünstig, die Leben ja praktisch davon, aber sie haben es wenigstens leichter, und wenigstens etwas weniger Arbeit.
Als ich klein und unschuldig war, gab es sie noch, sogar in etwas gehobenen Mittelstandshaushalten: die sogenannte Hausperle. Lohn: Kost und Logis in einem Dachbodenzimmer und ein bissi was an Taschengeld für die sonnabendliche Brautschau im "Deutschen Haus".
Zehn Jahre später gab es sie nicht mehr und ich dachte schon: Zum Glück vorbei forever.
Aber jetzt das. Zeit, die alte Platte von der Seeräuber Jenny wieder auszupacken.
Es mag stimmen, dass Hausangestellte mancherorts ausgebeutet werden - in Österreich erscheint die Situation allerdings oft umgekehrt. Wie vor kurzem zu lesen, gibt es hier noch viele reguläre Jobs zu weniger als EUR 1000/Monat. Wenn dann das Gros der Haushaltshilfen schwarz 10€ und mehr/Stunde schwarz verlangt, zeigt dies doch von einer gewissen Schieflage, um nicht zu sagen Ausnutzung der stressigen Alltagssituation vieler Familien, die auf Hilfe angewiesen sind. Es besteht hier dringender, öffentlicher Handlungsbedarf, eine Lösung zu finden, Haushaltshilfen zu leistbaren Preisen anzubieten, um jenen den schieren Alltag bewältigen zu helfen, die versuchen, Arbeit und Familie zu vereinbaren und gleichzeitig Steuerbetrug zu verhindern.
3-5h pro Woche, da bleibt man unter dem anmeldunfspflicht der Arbeitgeber, und die Putzfrau erhält auch ihre 10 euro netto.
Komisch aber: die meisten wollen so gar nicht bezahlt werden, weil dann natürlich über einer gewissen Stundenanzahl pro Monat die Lohn- und die Sozialversicherung fallig ist. Und zwar vom Arbeitnehmer organisiert und gezahlt und nicht vom Arbeitgeber - wie hier weiter unten angegeben....
Das ist das Gesetz von Angebot und Nachfrage.
Wenn sie Schwarzarbeit nicht unterstützen wollen können sie auf die 10,- Euro netto ja noch sämtliche Abgaben dazu addieren und entweder die Haushaltshilfe fix anstellen oder auf die Vorweisung eines Gewerbescheines bestehen. Die Haushaltshilfe wird sich sicher nicht wehren.
Bei meiner Frau kam das genau einmal vor. Als die Dame dann den Stundensatz hörte (20,- Euro) wurde sie blass und murmelte etwas von "ich glaub, ohne gehts auch". Thema erledigt. Die KUNDEN wollen das nicht. Die Haushaltshilfen hätten sicher nichts gegen ordentliche Versicherung und Bezahlung einzuwenden.
Denke, es ist kein Zufall, dass Sie mit einer Putzfrau verheiratet sind - so bekommen Sie die Leistung gratis und können Ihr realitätsfernes Gelaber ohne Praxiserfahrung ungestraft ausspucken. Als offensichtlich beschäftigungsarmem Macho verbleibt Ihnen auch noch die Zeit, Angebote für die Putzleistungen Ihrer Frau zu verfassen? Warum macht sie das nicht selber? Kontrolliert hier vielleicht jemand ihre Einnahmen und profitiert davon? Ausbeutung der anderen Art? Und wenn irgendjemand meint, eine Haushaltshilfe dreimal die Woche zu beschäftigen, wäre genug für einen Durchschnittshaushalt, so soll er doch einmal versuchen, zwei freiberufliche Beschäftigungen mit fünf Kindern zu vereinbaren und alles selbst zu checken. Viel Spaß!
Meine Nichte sucht grad einen Job neben der Ausbildung. Bei 20h pro Woche zahlen Sie 1600 brutto? Wo darf sie sich vorstellen kommen, bzw. Welche Sondertätigkeiten erwarten Sie von Ihrer "Putz"frau?
und erhält für ihre Tätigkeit ein angemessenes Unternehmergehalt. Wenn ihnen das zu viel ist, gehen sie zur Firma XY, die beuten ihre Mitarbeiter mit 5,70 BRUTTO die Stunden aus. Sie zahlen dort allerdings trotzdem mindestens 15,- Euro die Stunde. Nur wird davon der Porsche vom Chef finanziert. Wenn sie meinen, dass das besser ist...
Leider läuft es in der Praxis meist anders.
Wenn wir Angebote für lokale Arztpraxen oder Rechtsanwaltskanzleien geschrieben haben, kam meistens retour "Da nehme ich lieber die große Firma XY, die verlangen nur 15,- Euro".
Eh klar, da bekommen die Mitarbeiterinnen auch nur 5,70 BRUTTO die Stunde ausbezahlt, können meist kein einziges Wort Deutsch und wechseln im Wochentakt.
Und wenn man Pech hat, kommt noch der Mann mit und bewacht seine Frau - nicht erst einmal erlebt!
Aber Geiz ist halt so verdammt geil in unserer Gesellschaft...
In meinem Fall war es nicht nur der Mann, sondern auch die drei Söhne. Müttern blieb nur ca. 10 Minuten, dann ging die in der Gegend schwarz putzen. Mein Haus putzten dann die 4 Männer. "Putzten". As ich dann den Vertrag kündigte, glaubte mir das die Eigentümerin einfach nicht. Mir egal, jetzt nur mehr selbständige, inl. Putzfrauen. Gibt es genug, wenn man fair bezahlt.
Denn bei 1200 btto bleibt weniger pro Stunde über. Und auch bei geringfügiger Beschaftigungen ist das Stundenentgelt hundert pro geringer als 10 Euro auf die Hand. Und das ist der Grund, warum gute Putzfrauen prinzipiell nur schwarz arbeiten, angenommen neben einem 900 euro btto Job... Und offiziell unter der Armutsgrenze.
Wenn der Auftraggeber das nicht will hat er eben die 2 zuvor genannten Möglichkeiten: er stellt an oder verlangt Gewerbeschein.
In beiden Fällen kommen die Nebenkosten als ZUSÄTZLICHE Kosten für den Auftraggeber dazu. Weil die Putzfrau will dann ihr Gehalt halt NETTO statt schwarz.
Ist ne ganz einfache Rechnung. Und da das keiner zahlen will, sind alle Beteiligten an den von mir genannten 2 anderen Möglichkeiten genau NICHT interessiert.
Das die Wirtschaft dort, wo die Menschen ausgebeutet werden (also viele arbeiten auf Rechnung von nur einem, damit dieser eine reich wird) so funktioniert wie sie das beschrieben haben, heißt ja nicht, dass das deswegen korrekt oder ein Naturgesetz wäre. Das ist einfach nur Ausbeutung.
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