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Deutschkenntnisse sollen künftig über die Schulreife entscheiden.

Inci Dirim hält nichts von punktuellen Sprachstandsfeststellungen, die die Schüler vom Unterricht "ausschließen".
Apfel, Birne, Kirsche, Traube und Zwetschke. Was ist hier der gesuchte Oberbegriff? Richtig, "Obst". Um festzustellen, wie gut die Deutschkenntnisse von Kindergartenkindern sind, hat das Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung (Bifie) ein Verfahren entwickelt, mit dem Kindergartenpädagoginnen 15 Monate vor Schuleintritt feststellen sollen, wie weit die Kinder in ihrer Sprachentwicklung sind. Während es für den Kindergarten dieses Verfahren seit 2008 gibt, sind solche Unterlagen für die Einschreibung in der Volksschule noch ausständig.
Nun plant die Regierung, dass Kinder mit mangelnden Deutschkenntnissen ein Jahr lang eine Vorschule besuchen müssen, ehe sie in die Schule dürfen. Wie die Deutschkenntnisse festgestellt werden sollen und wo die Grenze für die Schulreife liegt, wurde noch nicht geklärt.
Kriterium für die Schulreife sind laut Gesetz derzeit nur motorische, soziale und kognitive Fähigkeiten und nicht die Deutschkenntnisse.
In Wien gibt es trotzdem bereits seit dem Jahr 2008 das "Fördermodell 1+1". Kinder, die nicht ausreichend Deutsch sprechen, werden bereits im letzten Kindergartenjahr gefördert. Sind bei der Schuleinschreibung für die Volksschule immer noch Defizite vorhanden, müssen Kinder eine Vorschulklasse in der Volksschule besuchen. Welche Kinder in diese Klassen kommen, entscheiden die Direktoren der einzelnen Schulstandorte. Ein einheitliches Verfahren, nach dem die Kenntnisse der Schüler getestet werden, gibt es auch in Wien nicht.
Gesetzlich seien keine Standards vorgeschrieben, sagt Matias Meissner, Sprecher des Wiener Stadtschulrats, im Gespräch mit derStandard.at. Die Direktoren müssten feststellen, ob die Kinder in der Lage sind, dem Unterricht zu folgen. "Das passiert durch Malübungen, die Bennenung von Dingen", so Meissner. Es liegt also an den Direktoren an den einzelnen Schulstandorte, die Schulfähigkeit festzustellen.
Im aktuellen Schuljahr gibt es wienweit bereits 117 Vorschulklassen mit insgesamt 1.658 SchülerInnen.
Sprachwissenschaftler halten von der Idee der Vorschulklassen für Kinder mit schlechten Deutschkenntnissen prinzipiell wenig. Auch Inci Dirim, Professorin für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache an der Universität Wien, ist gegen den "Ausschluss" von Kindern vom Unterricht. Deshalb spricht sie sich gegen eine Sprachstandsfeststellung vor Schuleintritt aus.
Wenn so etwas trotzdem stattfinde, müsste erst festgestellt werden, was "gut" überhaupt ist, so Dirim. Dazu sei eine breit angelegt empirische Studie nötig. Erst dann könne man festlegen, wie gut die Kinder Deutsch können müssen, um schulreif zu sein.
Dirim schlägt statt punktueller Sprachstandsfeststellungen vor dem Schuleintritt eine "durchgängige Sprachbildung" während der gesamten Schulzeit vor. "Internationale Studien zeigen, dass die Aneignung der Bildungssprache Deutsch sechs bis acht Jahre dauert", erklärt Dirim. "Damit, die Kinder nur ein Jahr lang zu fördern, ist es also nicht getan."
Schüler sollten deshalb während der gesamten Schullaufbahn in ihrer Sprache gebildet werden, so die Sprachwissenschaftlerin.
Es sei zudem ein Fehler, dass man sich in Österreich immer nur auf den Deutschunterricht konzentriere, sagt Dirim. Besser wäre es, alle Lehrer einzubeziehen. So könnten sich die Lehrer aller Gegenstände beispielsweise darauf einigen, im Monat Mai Nebensätze mit der Konjunktion "dass" mit ihren Schülern zu üben. "Die Schüler werden aufgefordert, viele dieser Sätze zu verwenden, und die Lehrer können sie dabei auf Fehler aufmerksam machen." Dirim entwickelt an ihrem Institut derzeit die "Unterrichtsbegleitende Sprachstandsbeobachtung", in der solche Verfahren angewendet werden sollen.
Ein großes Thema, das Dirim in der aktuellen Diskussion fehlt, sind die "Seiteneinsteiger". Das sind Schüler, die nicht vor dem Schuleintritt, sondern etwa erst mit 14 in die Schule kommen. Sie werden derzeit als "außerordentliche Schüler" geführt und bekommen parallel zum Regelunterricht elf Stunden Deutschunterricht pro Woche.
Staatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP) will für die Seiteneinsteiger Kurse vor dem Schuleintritt einführen, die drei bis sechs Monate dauern sollen. Dirim glaubt, dass auch diese von einer durchgängigen Sprachbildung während der gesamten Schulzeit mehr profitieren würden: "Bei Schülern, die nicht regelmäßig gefördert werden, verschwinden die Fördereffekte wieder." (Lisa Aigner/Rosa Winkler-Hermaden, derStandard.at, 10.1.2013)
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In Wien sollen nur Kinder mit ausreichenden Deutschkenntnissen die Volksschule beginnen dürfen
Die in Wien geplante Vorschule soll nicht nur "Ausländerkindern" nützen. Frau Brandsteidl schätzt, dass etwa ein Viertel der Kinder, die die Chance Vorschule nutzen, Deutsch als Mutterssprache haben werden. Jeder, der Volksschulen von innen kennt, weiß, dass der Bedarf für Vorschulen da ist und dass eine "Integration" von Kinderen in Klassen, in denen sie dem Unterricht nicht folgen können, zum Scheitern verurteilt ist.
und geben sich gegenseitig grün, was das Zeug hält. Schließlich könnte man mit so einem Zwang diesen anders ausschauenden Leuten, die noch dazu eine andere Sprache sprechen, einmal ordentlich eins auswischen.
Traurig!
im Gegenteil, ich bin immer noch treuer Grünwähler.
Mich irritiert nur, dass Leute, die von der Realität in städtischen Pflichtschulen überhaupt keine Ahnung haben, statt Argumenten immer die "Diskriminierungskeule" schwingen.
Preisfrage: Was würden Sie mit einem Schüler machen, der kaum ein Wort Deutsch spricht, obwohl er ausschließlich in Österreich aufgewachsen ist, dessen Eltern sich kaum um schulische Belange kümmmern, dessen Deutschkenntnisse auch nach vier Jahren Volksschule trotz intensiver zusätzlicher Sprachförderung (6 Stunden pro Woche) nicht besser geworden sind, weil daheim ausschließlich türkisch gesprochen wird und der Vater selbst sagt, dass "Deutsch" unnötig ist.
Ach ja, es gibt auch noch 24 andere Kinder in dieser Klasse.
Das Problem mag durchaus existieren. Es sind auch nicht alle Hohlköpfe die hier ein Problem sehen.
Nur an die vorgeschlagene Lösung glaube ich nicht.
Wenn sich Ali, Umut, Cem, Hüseyin und Kemal aus der Vorschule bereits kennen und bei der Einschulung bereits ein Jahr älter sind, dann wird aus den fünfen vielleicht eine erfolgreiche Schutzgeld Mafia. Wirklich durchmischen wird sich das aber nie mehr.
Ihre Argumentationslinie entlarvt Sie ganz klar als ewigen FPÖ-Wähler. Und wie zu viele FPÖ-Foren-Pflasterer mit zu viel Freizeit lügen Sie wie gedruckt.
Um Ihre Sachfrage zu beantworten: Ein solches Kind gibt es bestimmt irgend wo in Österreich. Denn es gibt so viele Schulkinder, da wird es doch bestimmt irgend wo ein Kind geben, das so ein Schicksal hat. Und aus dieser Vorstellung heraus wollen Sie "die Ausländerkinder" sammeln, stigmatisieren und ausgrenzen. Ekelhaft finde ich das. Get a life!
es ist also dann bis auf ein paar einzelfälle in diesem bereich eh alles paletti, ja? wie erklärst du dir dann bitte, dass an schulen, wo der migrantenteil hoch ist, das niveau deutlich niedriger ist?
glaubst du tatsächlich, dass striktes leugnen irgendwem weiterhilft? den migranten vlt., die dem unterricht nicht folgen können und so auf ewig unterschicht bleiben werden? meinst echt, diese falsch verstandene toleranz bringt ihnen was??? und vor allem: die tests und förderungen würden für alle kinder gelten und sie auf ein einheitliches sprachniveau heben bevor sie in die schule gehn (sofern man dann mal tests hat). inwiefern kann man da einem migrantenkind eine reindrücken? fragen über fragen
haben wir Kinder aus 21 unterschiedlichen Nationen.
Viele Kinder mit Migrationshintergrund besuchen anschließend das Gymansium, weil sie fleißig sind und Deutsch perfekt beherrschen, sie sind teilweise die Stütze der Klasse.
In jeder Klasse gibt es aber auch ein paar -meist türkische - Kinder, auf die das Gesagte zutrifft.
Es handelt sich dabei also definitiv nicht um Einzelfälle.
Und viele andere Lehrer aus ganz Österreich werden Ihnen das bestätigen.
Ach ja, Lösungen für die Problematik haben Sie wie erwartet keine geliefert.
Den Poster völlig unbegründet als "Ausländerfeind" zu beschimpfen ist nämlich keine Lösung. :)
Eh schön, dass die übliche Hetze nun in teilweise Lobhudelei umschlägt "Deutsch perfekt beherrschen". Jedoch bleibt die Motivation hinter Ihrem Posting weiterhin niederträchtig: Sie wollen Ausländern Zwang und Willkür angedeihen lassen, weil sie halt "Ausländer" sind.
Damit ist auch schon Ihre beschriebene "Problematik" gelöst: Das von Ihnen "Gesagte" ist ein Hirngespinst, gespeist aus der Propaganda der FPÖ.
Die Lösung zu Ihrer eigentlichen Problematik steht in meinem Posting im letzten Satz und ist mit einem Rufzeichen versehen.
Ihnen ist aber klar, dass Fremdenfeindlichkeit nicht nur bei Österreichern vorkommt? Wenn in einer patriachalischen Familie der Vater die eigenen Kinder von der deutschen Sprache abhalten will, finden Sie das Unterstützungwert? Wenn über die Andersgläubigen etc hergezogen wird, alles westliche verdammt wird, und die Kinder dies als ihre Weltsicht übernehmen, passt das?
Die rechtsrechten agieren weltweit nach denselben Aktionsmustern, lediglich Fahnen und Köpfe unterscheiden sich.
Es hat nichts mit links oder gar liberal zu tun, mit Schwarz-Weiß-Denken den eigenen Rechtsrechten keinen Raum zu geben und den zugewanderten Rechtsrechten freie Hand zu lassen...
Rassismus und Intoleranz ist immer abzulehnen, egal welches Schleifchen hübscht..
"Wenn so etwas trotzdem stattfinde, müsste erst festgestellt werden, was "gut" überhaupt ist, so Dirim. Dazu sei eine breit angelegt empirische Studie nötig"
und da der durchschnitt sowieso schon so niedrig angesiedelt ist brauchen wir dann in der so erhobenen und akzeptierten schwankungsbreites nicht ändern ^^
Wußte gar nicht, daß es so etwas gibt - Was hat dieses Institut die letzten 20 Jahre gemacht außer Steuergeld verbraten - die nächsten 20 Jahre werden sie an diesem Verfahren arbeiten - Hallo ? - wie wärs mit zuhören, wenn das Kind spricht? - das wird doch jeder Volksschullehrer bzw. in -hoffentlich richtig gegendert:) - entscheiden können, ob ein Kind in der Lage ist dem Unterricht zu folgen, ohne daß das Gesamtniveau darunter leidet !
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