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Welche Erfahrungen hatten Sie beziehungsweise Ihr Kind mit dem Sprachlernen in der Schule?
Kinder sollen die deutsche Sprache beherrschen, bevor sie die Schule besuchen - das fordern immer mehr Politiker. Die Stimmen für eigene Vorschulklassen für jene, die vor Schuleintritt noch Sprachdefizite aufweisen, mehren sich.
In Wien macht der Stadtschulrat Deutsch zur Voraussetzung, um in die Schule aufgenommen zu werden. Auch Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP) pocht schon länger darauf, jene Kinder in Vorschulklassen zu fördern, die noch Sprachdefizite aufweisen. Zuletzt hat auch Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) angekündigt, die Kriterien für die Schulreife zu überarbeiten.
In einer derStandard.at-Umfrage stimmten 81 Prozent für die Einführung von Vorschulklassen. Doch ist das Thema damit erledigt? Oder macht man es sich mit den Sprachklassen zu einfach?
Kritiker sprechen von "Ghettoklassen" und sind der Meinung, dass Separation diskriminierend wirkt. Sprachwissenschaftler fordern stattdessen eine vermehrte Sprachförderung im Kindergarten.
derStandard.at startet deshalb die Serie "Sprache lernen", um sich der Thematik von mehreren Seiten zu widmen. Geplant sind Reportagen in Kindergärten und Schulen, Streitgespräche mit Politikern, Interviews mit Experten und Gespräche mit Eltern.
Auch Ihre Meinung ist gefragt: Wie denken Sie über eigene Vorschulklassen, um Sprachdefizite zu beheben? Was wollen Sie zu dem Thema lesen? Welche Erfahrungen hatten Sie beziehungsweise Ihr Kind mit dem Sprachlernen in der Schule? Posten Sie Ihre Ideen und Inputs oder schicken Sie ein E-Mail an bildung@derStandard.at! (red, derStandard.at, 10.1.2013)
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mégis magyar az anyanyelvem. Három-èves koramba keztem az ovodába menni. Im Kindergarten am Land hob i dann´s niaderösterreichische Idiom g´lernt. Und boajd scho hab i dolmätscht, wö in die 80er Johr vü ungarische Rumänen vorn Ceau?escu zu uns g´flüchtet san. Deutsch habe ich dann in der Volksschule gelernt. Dort hatte ich dann auch meine erste Begenung mit der Englischen Sprache. English is the language I now use in my daily life, to read articels and books and to communicate with friends around the world. Non scolae sed vitae hab ich beim Magister Latein gepaukt, i anche parlo un poco italiano. Sada ucimo hrvatski.
Zwangsmassnahmen mögen unpopulär sein und auch der unvermeidliche Diskriminierungsvorwurf hängt natürlich in der Luft, aber bestimmte Migrantengruppen werden mit anderen Massnahmen nicht zu erreichen sein, denn
- oft hat schon die Elterngeneration erheblichste Kenntnisdefizite der dt. Sprache.
- vielfach bestehen keine oder nur oberflächlichste private Kontakte zu dt. Muttersprachlern.
- Volksschulklassen werden oft in grosser Mehrheit von nicht-dt. Muttersprachlern besucht, hier fehlt der Gruppendruck.
- in manchen Migrantenmilieus wird oft einfach kein Sinn im Erwerb dt. Sprachkenntnisse gesehen.
- wenn 9 Jahre Pflichtschule (inklusive Förderung) zum Erlernen der dt. Sprache nicht ausreichen, bleiben kaum andere Möglichkeiten offen.
Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, ... sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.
Die Kernfrage ist: Was ist LEHREN?
LERNEN bedeutet: Fährten des Lebens verfolgen, eigene Erfahrungen sammeln.
LEHREN bedeutet, mit mitreißendem Beispiel darin vorausgehen.
LEHRER bist Du erst dann, wenn andere Dir auf Deinen Lern- und Lebensfährten von sich aus folgen wollen.
Mit Üben, Üben, Üben kannst Du Talente matt und platt machen.
Druck löst Probleme nicht sondern KOMPRIMIERT sie; das ist das exakte Gegenteil von Lösung.
SOG löst; in der Ich-kann-Schule ist SOG das Grundprinzip.
Guten Erfolg!
Franz Josef Neffe
Meine Frau, die nicht aus Europa kommt, hat unsere Sprache durch Weiterbildung, Interesse am sprechen, und eben Übung erlernt.
Wobei die ersten beiden Sachen natürlich auf Freiwilligkeit und Wollen begründet sind.
Der Umkehrschluss ist erlaubt.
http://webcache.googleusercontent.com/search?q=... kel/212547
Wenn Ihr die Ergebnisse seitdem recherchieren und miteinbeziehen könntet oder eine Kopie der Sendung auftreiben (würds gern nocheinmal hören), fände ich das großartig.
Sollte jemand hier einen Tipp haben, wo ich die Sendung (kostenfrei) online finden kann: bitte! Danke!
(gerade auch Nachrichten), mit Muttersprachlern Kontakte und Freundschaften pflegen, Einkaufen gehen, das Land/Stadt kennenlernen usw.
Und natürlich die Sprache auch bei jeder Gelegenheit zu sprechen versuchen.
Bei den momentanen Bedingungen wird man wsl um die Vorschullösung nicht drum rum kommen.
Langfristig ist das Problem nur zu lösen, indem man beim Ausbau der Kinderbetreuung nicht (nur) auf die Quantität sondern auf die Qualität setzt. - kleiner Gruppen, mehr Personal, qualitativere Ausbildung der Pädagoginnen - und das Berufsbild der Kindergartenpädagogin somit attraktiver zu gestalten, damit auch wieder mehr den Beruf freiwillig ergreifen wollen!
ganz leicht:
Ab dem 6. Monat bis zum 10 Lebensjahr verbringen die Kinder jeden Tag ca 4 Stunden in einer Institution, in der sie qualifiziert und intensiv mit ihrer eigenen Muttersprache befasst werden. Und zwar bitte nicht mit dem rudimentären 280 Worte Grundwortschatz, den oftmals ihre Mütter verwenden. Ab dem 6. Lebensjahr findet dieser Unterricht AM NACHMITTAG statt. Mit 8 Jahren (nach 2 Jahren VS) können alle Deutsch - am (mindestens) gleichen Niveau wie aller Österreichsichen Kinder!
wir alle sind uns der Lust am lernen bewusst. Welche Freude es macht wenn man etwas verstenden hat und das Erlernte anwenden kann. Diese bei kleinen Kindern ganz ausgeprägte Fähigkeit sollten wir uns zu nutze machen. Um den Kleinen im Kindergarten oder im Kindergartenalter Sprache(n) näher und die Freude am lernen spürbar zu machen. Mit der Freude kommt die Lust zum lernen.
Dazu allerdings müsste man im Kindergarten mehrere Sprachen unterrichten ...
Türkisch- und Serbischunterricht im Kindergarten?
Du kannst dir vorstellen, wie der von Krone und FPÖ aufhusste Pöbel reagiert, wenn man solche Vorschläge bringt.
Tut mir leid, ich lese weder die Krone, noch wähle ich die FPÖ, noch fühle ich mich denjenigen zugehörig, die Sie als "Pöbel" bezeichnen, aber ich finde die Idee des Türkisch- oder Serbischunterrichts im Kindergarten trotzdem absurd - ganz unabhängig davon, von wie vielen Fachleuten derartiges empfohlen wird.
Nein, warum? Es geht ja darum, dass alle deutsch können sollen. Und Kindergartenkinder brauchen auch keinen Unterricht im klassischen Sinn, sondern Leute, die mit ihnen immer wieder sprechen (irgendeine Ausbildung des Personals und Material wie z.B. Bilder sind aber sicher hilfreich). Wichtig wär also, dass die Kindergärtnerinnen genug Zeit haben, um mit allen Kindern zu sprechen.
Türkisch oder Serbokroatisch kann sicher auch gesprochen werden - Kinder können ja mehrere Sprachen lernen. Es gibt sicher jede Menge Helferinnen, die diese Sprachen besser als Deutsch können - man muss ihnen nur erlauben, sie auch zu sprechen.
die Gemeinde Wien setzt genau darauf. Wir haben immer mehr Kolleginnen, die Deutsch als Zweitsprache haben und die Kinder so in ihrer Erstsprache auch fördern können. Das Problem ist nur leider, wenn die eine oder andere dafür nicht perfekt D spricht und in Sachen Grammatik oft nicht das beste Vorbild ist.
Aufgrund des Personalmangels wird leider im Moment v.a. an Pädagoginnen (fast) jede(r) aufgenommen, die/der sich bewirbt.
Mit Freiwilligkeit ist das Problem nicht zu lösen. Unter den gegebenen Umständen ist die Vorschule die einzige realistische Lösung. Hier sollten Ideologien keine Rolle spielen. Der Einwand der Diskriminierung bzw. des Jahresverlusts geht am Thema vorbei.Es ist trauriog, dass an einem vernünftigen Vorschlag unsachlich herumgemeckert wird.Die sg. Experten zerreden das Thema.Ihnen ist zu verdanken, dass unser Schulsystem soweit gekommen ist.
Wurde das nicht genau dafür eingeführt, dass die Kinder Deutsch lernen können? Ist auch sinnvoll: je kleiner die Kinder sind, desto schneller lernen sie eine neue Sprache. Man müsste halt nur entsprechend Personal zur Verfügung stellen (von selber passiert es wahrscheinlich nicht, vor allem, wenn die meisten Kinder nicht Deutsch als Muttersprache haben).
Ich glaub, "Unterricht" im Kindergarten wär wesentlich sinnvoller als "Vorschule" - und vermeidet die genannten Nachteile.
1 Jahr ist halt nur ein Tropfen auf den heißen Stein und ist für die meisten nicht genug. V.a. sind die Kinder, die dann nur 1 Jahr in den KG gehen, meist jene aus besonders bildungsfernen Schichten (d.h. auch die Erstsprache ist nur sehr schwach entwickelt). Eltern, die eine Ausbildung haben und über einigermaßen D-Kenntnisse verfügen sind meistens ohnehin berufstätig oder zumindest in einem AMS-Programm, und benötigen somit sowieso schon früher einen Betreuungsplatz für ihr Kind.
wenn es nur wenige fremdsprachige gibt, kann es bestimmt funktionieren im kiga so nebenbei deutsch zu lernen. bei uns konnten stand sept. 2 kinder (ca. 4 Jahre alt) von ca. 20 kein deutsch, heute verständigen sie sich schon gut, wenn auch nicht korrekt.
sprachlehrausbildungen für die betreuer/innen, v.a. in gebieten mit hohem anteil an anderen muttersprachen. min. 1 deutschstd./d im kiga,echtes lehr- u. lernmaterial für den kiga, hörbücher, liederbücher...
und nicht zu vergessen: anerkennung der mehrsprachigkeit als wertvoll & respekt davor, dass mehrsprachigkeit schwerer zu erwerben ist, auch von kleinkindern.
auch wenn mama deutsch u papa französisch spricht kann es sein, dass das kind mit 4 beide sprachen nicht sehr gut beherrscht.
Leute vergesst es, der Zug ist einfach abgefahren.
Jede vorgeschlagene Maßnahme die vielleicht noch etwas ändern könnte wird sowieso als Diskriminierung von den politisch Korrekten abgelehnt, weil man will ja keine Gettoklassen.
Und im Zuge des normalen Unterrichts erst mal mit die Unterrichtssprache beizubringen ruiniert den Lehrplan, was sich Eltern von Kindern ohne Sprachdefizite sicher nicht bieten lassen.
Eine weiter Möglichkeit wäre einfach jegliche Fremdsprache in der Schule zu verbieten, dadurch würden sie gezwungen vermehrt die Deutsche sprache zu verwenden.
Zuerst einmal erhebn, wie groß das problem wirklich ist, und welche Ursachen und Auswirkungen es hat und zwar vor Ort bei den eigentlichen Expertenen!!! Danach das/die Problem(e) versuchen zu lösen....
Problem hierbei: es könnte am Ende rauskommen, dass die parteien und "Experten" völlig am Thema vorbeireden...
Und zwar in der Sprache, die man lernen will.
Nicht mit Zwang, sondern in erster Linie im Alltag.
Im Klartext: Ghetto-Klassen bringen wenig, weil der einzige Mensch, der die zu erlernende Sprache spricht die Lehrkraft ist.
In einer Umgebeung, in der nur die Sprache gesprochen wird, die man lernen will, lernt man diese leichter. Man hört, ob gewollt oder ungewollt, nur das zu erlernende Idiom.
Es ist zwart Umgangssprache, aber man ist von ihr permanent umgeben.
So lernt man Sprache.
Feinschliff gibt´s dann später, wenn das Rüstzeug einmal stimmt.
Im Idealfall gibt´s ein Verhältnis von 10:1 zwischen muttersprachlichen Kids und denen, die´s lernen sollen.
Auch TV sollte zu Hause dann in der zu erlernenden Sprache geschaut werden....
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