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ginge sich dann ein fly-by Abbremsmanöver aus oder wäre der Satelit dann dort zu schnell dafür?
Mit dem e-Sail abbremsen wird sich ob der schwachen Sonnenleistung auf Höhe Pluto ja nicht mehr ganz ausgehen...
Aufgrund der geringen (Sonnen)Lichtstärke muss in der Entfernung bereits relativ lange belichtet werden und das verträgt sich mit der Geschwindigkeit eben schlecht.
Abbremsen ist aber auch nicht so einfach, da der Treibstoffbedarf dafür enorm wäre. Die Raketengleichung sagt:
Geschwindigkeitsänderung = Ausströmgeschwindigkeit x Logarithmus der Massenänderung
Beispiel: 3000m/sek x Logn (2000kg/1000kg)
Da man hochwertige Treibstoffe über so einen langen Zeitraum nicht kühlen kann, sind mehr als die 3000m/sek Ausstömgeschwindigkeit kaum realisierbar. Ein noch höheres Verhältnis von Anfangs zu Endmasse bringt wegen dem Logarithmus auch keine weitere Steigerung.
Das Ergebnis sind magere 2km/sek Bremsverzögerung, zu wenig für einen Pluto-Orbit
Man kann praktisch ohne Energieaufwand abbremsen. Gedankenexperiment: Eine Flugkörper fliegt mit 52 km/s durch den Raum. Er besteht aus zwei drehbar gelagerten Scheiben mit einem Durchmesser von 10m. Die Scheiben beginnen gegenläufig zu rotieren bis die Drehzahl bei 100000 Umdrehungen pro Minute liegt. Am Umfang sind die Sonde und ein gleich schwerer Ballastkörper mit 1kg Masse befestigt. Auf der zweiten Scheibe befindet sich der Rotationsantrieb. Tangentialgeschwindigkeit Scheibe(n): 52.000 m/s. Wenn die Richtung passt koppelt man die Sonde aus. Damit kann man die absolute Geschwindigeit der Sonde um 52.000 m/s reduzieren. Und das praktisch ohne nennenswerten Energieaufwand.
Obwohl der Satellit nur 1kg Masse hat und die Scheibe mit 10 Meter Durchmesser sehr klein ist, ergibt sich bei dieser Drehzahl eine Zenrifugalkraft von knapp 550.000.000N (550 Millionen Newton).
Also ich würde hier auf keinen Fall billige Teile vom Baumax verwenden.... ;)
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