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Im Jahr 2006 holte sich die ÖBB mit ihrem TV-Spot für die Vorteilscard Classic Familie die "Goldene Werbetrommel".
Die seit 2008 bestehende Kooperation der Bundesbahnen mit dem sogenannten Familienpass des Landes Niederösterreich ist mit Jahresende ausgelaufen. Den derzeit 170.000 Inhaberinnen und Inhabern des Familienpasses wurde die Vorteilscard Familie bis zu diesem Zeitpunkt kostenlos ausgestellt. Nun wackelt auch die entsprechende Kooperation zwischen dem Land Oberösterreich und der ÖBB.
"Trotz mehreren Verhandlungsrunden zur Verlängerung des bestehenden Angebots war eine Weiterführung seitens der ÖBB nicht möglich", heißt es gestern in einer Aussendung des Landes Niederösterreich.
Bei den ÖBB kann man die Kritik nicht nachvollziehen: Ziel sei, die Länderkooperationen zu vereinheitlichen, heißt es dort. Die Hoffnung auf eine Zusammenarbeit hat man in Niederösterreich allerdings noch nicht aufgegeben. Man sei weiterhin bereit, mit den ÖBB über ein "attraktives Angebot" für die Familien zu verhandeln, so Landesrätin Barbara Schwarz (ÖVP).
"Der Ball liegt jetzt bei den Österreichischen Bundesbahnen", so Schwarz. "Ich hoffe wirklich sehr, dass betriebswirtschaftliche Überlegungen bei den ÖBB nicht auf dem Rücken der Familien ausgetragen werden". Auch einen Seitenhieb konnte sie sich nicht verkneifen: Mit dem ÖBB-Konkurrenten Westbahn gebe es seit Juli 2012 auch eine funktionierende Kooperation.
Bei den ÖBB zeigt man sich auf Nachfrage der APA wenig beeindruckt. Die Kooperation sei vertragsgemäß mit Ende des vergangenen Jahres ausgelaufen, erklärt Sprecher Christopher Seif.
Ziel des Unternehmens ist laut Seif, sämtliche Länderkooperationen auslaufen zu lassen um dann zu einem österreichweiten Angebot zu kommen. "Das wollen wir - wie auch bei allen anderen Angeboten - vereinheitlichen", so Seif. Künftig solle auch verstärkte Flexibilität bei der Mitnahme von Kindern ermöglicht werden - Stichwort Patchworkfamilien.
Nach dem Auslaufen der Kooperation in Niederösterreich dürfte auch eine Zusammenarbeit mit dem Land Oberösterreich Mitte 2014 enden. Dort ist die Vorteilscard, die mit der Familienkarte gekoppelt ist, ist für die Berechtigten gratis. Sie bringt Ermäßigung zwischen 45 und 50 Prozent bei Bahnfahrten innerhalb Österreichs. Wenn man eine Vorteilscard Familie der ÖBB kauft, kostet das 19,90 Euro.
Beim Land ist man nach wie vor sehr an einer Fortsetzung interessiert: "Wir hoffen, dass es mit den ÖBB noch zu einer Lösung kommt", so ein Sprecher des zuständigen LHStv. Franz Hiesl (ÖVP). Schließlich würden die Bundesbahnen durch eine stärkere Auslastung an Wochenenden und zu den Ferienzeiten auch davon profitieren, lautet das Argument. 67 Prozent der Familienkarten-Inhaber - das seien rund 100.000 Haushalte - nutzen sie demnach als ÖBB-Vorteilscard. (APA/red, derStandard.at, aktualisiert am 9.1.2013)
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Ich denke, ihren freundlichen Dank sollten Sie eher an die jeweilige Landesregierung richten, die ist für Soziales zuständig. Wenn etwa Caritas/Diakonie eine Eigenleistung einfach nicht mehr bringen können, für die eigentlich Land oder Stadt zuständig wären, würden Sie dann auch solch freundliche Dankadresse formulieren? Eines der Bundesländer wollte den ÖBB EUR 4,70 für die VC-Familie entgelten, das ist weniger als alleine der Aufwand für das Ausstellen beträgt (Plasticcard, Bearbeitung, Versand).
Nebstbei: 19,90 EUR rentiert sich für eine Familie mit einer einzigen Fahrt ins Umland. Und nein, ich arbeite nicht für die ÖBB.
wurde nie die Vorteilscard der ÖBB gratis an FamilienpassinhaberInnen ausgeben. Es wurde auch die Ermässigung geringer von -50% Preisnachlass auf -40%
und Kinder die das 15 lebensjahr erreicht haben, fallen da sowieso heraus.
Warum kann die ÖBB nicht einen für alle Bundesländer einheitliche Ermässigungen für Familienpass/card BesitzerInnen machen?
Erstens geht es mir darum, dass es absurd ist, Familienermäßigungen an das Vorliegen irgendeines Familienpasses zu binden. Wozu soll das gut sein? Familien sind auch ohne Pass erkennbar. Und wenn es um den Wohnsitz geht, gibt es einfachere Möglichkeiten.
Zweitens würde mich die durchschnittliche Ersparnis pro Jahr und Person interessieren.
Die OEBB setzten doch das Geld eh nur wieder in den Sand. Sie haben ihre Unfähigkeit allzu häufig unter Beweis gestellt.
Einfaches Beispiel: Man bestellt Railjet Personenwaggons für viele hundert Millionen Euro OHNE Radabteile/Sperrgutabteile und das in Österreich. Kurze Zeit später merkt die OEBB upps, Radabteile sind doch gefragt. Nun möchte man die Waggons für zig Millionen Euro wieder umbauen. FAIL
OEBB - Versagen in Stahl geschmiedet
folglich sind solche aenderungen nur konsequent. auch wenn das personal teils sehr freundlich und hilfsbereit ist bei kleinkindern, so sind die meisten zuggarnituren (und leider auch die vielgeruehmten neuen) nicht gerade "kinderwagenfreundlich", d.h. der stauraum ist fuer koffer und kinderwagen viel zu klein und anderer raum ist dafuer nicht verfuegbar (und ich spreche hier von kleine zusammenklappbaren kinderwaegen). in summe hat man daher das gefuehl, dass familien nicht erwuenscht sind. weil dies aber nicht fuer mein steuergeld gilt, das die bahn finanziert, bin ich (derzeit noch) eben ein kunde, dessen kinderwagen mangels alternative oft den durchgang blockiert...
...muss doch wohl drin sein? Mit der Familienvorteilscard fahren alle Kinder mit mind. einem Elternteil gratis. Wer sich dies nicht leisten kann, soll sich an soziale Einrichtungen wenden können - nicht an die ÖBB. Hauptsache die Strecke ist gut ausgebaut, die Züge ordentlich und modern, und die Fahrtfrequenzen dicht. Also wem das die 20 Euro im Jahr nicht wert ist, kann gerne zu Fuß gehen. Und nein, ich arbeite nicht für der ÖBB...
Na, da wartma halt, bis überall keinen Kooperation mit den ÖBB is, dann ist es einheitlich.
Und anders is das nicht zu lösen gewesen?
Der Familienpaß wurde nämlich vor allem wegen der ÖBB-Ermäßigung verwendet. Fahrma halt mit dem Auto.
Bravo ÖBB!
Es geht bei der Bahnfahrt mit den Kindern auch um das "Erlebnis Bahnfahren". Meinige sind jetzt schon zu groß, aber ich hab sie immer entweder am Heizkörper oder (ohne Schuhe) am Sitz stehen und hinausschauen lassen, hin und wieder was erklärt, irgendwie die Bahnfahrt spannend gemacht.
Meine Kinder können heute mit dem "System Bahn" umgehen. Wenn Sie heute keine Kinder im Zug wollen, dann werden Sie morgen keine Fahrgäste haben. Genau darum gings mir ja beim Bezug der NÖ-Family-Card.
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