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Einst eines der aufregendsten Projekte für den Linux-Desktop ist der Fenstermanager Compiz in den vergangenen Jahren zunehmend in den Hintergrund getreten. Zwar setzt Ubuntu - im Gegensatz zu allen GNOME3-basierten Distributionen - weiterhin auf Compiz, aber auch dort ist von einer aktiven Entwicklung der Software kaum etwas zu bemerken.
In einem Blog-Eintrag hat der Compiz-Hauptentwickler Sam Spillsbury diesen Zustand vor kurzem mehr oder weniger offiziell gemacht. Er habe keine Pläne den Window Manager aktiv weiter zu entwickeln, heißt es darin. Zwar sollen noch bei Bedarf Bugfixes eingepflegt werden, an neuen Features will er aber nicht mehr arbeiten.
In diesem Zusammenhang erteilt Spillsbury auch der Entwicklung einer Wayland-Portierung von Compiz eine Absage. Er zweifle, dass es Sinn mache den Fenster-Manager an den X.org-Nachfolger anzupassen. Immerhin sei im Wayland-Modell die Rolle eines Windows Managers von wesentlich geringer Bedeutung.
Auch gebe es mit Weston einen de fakto Default-Fenstermanager für Wayland. In Summe würde sich eine Umsetzung, die mit massiven Code-Änderungen verbunden wäre, schlicht nicht rentieren. Zudem zeigt sich der Entwickler davon überzeugt, dass die Fragmentierung durch viele ähnliche Softwarelösungen ein echtes Problem für den Linux-Desktop sei - an dem er sich nicht mehr beteiligen will.
Bleibt abzuwarten, wie Softwarehersteller Canonical auf diese Ankündigung reagieren wird. Immerhin hat das Unternehmen in der Vergangenheit recht offensiv verkündet auf Wayland setzen zu wollen - auch wenn man sich mit eigenen Code-Beiträgen in diese Richtung bislang eher zurückhaltend zeigt. Nun steht das Unternehmen also vor der Wahl entweder die Compiz-Portierung selbst vorzunehmen oder den Unity-Desktop auf eine neue technische Basis zu stellen.
Damit steht man vor einer historisch durchaus interessanten Situation: Setzten erste Unity-Versionen doch auf den GNOME3-Fenstermanager Mutter. Diesen ließ man damals aber aus Performancegründen hinter sich, und portierte Unity vollständig auf Compiz. Nur wenige Wochen nach Ubuntus Wechsel flossen zahlreiche Performance-Optimierungen in Mutter ein, die den GNOME3-Fenstermanager deutlich flotter als Compiz machten - ein Vorsprung, den Mutter bis heute halten konnte. Zudem ist eine Wayland-Portierung des GNOME-WM bereits in Entwicklung. (apo, derStandard.at, 08.01.13)
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Ich weiß um die schwächen von Compiz bescheid, aber es ist und bleibt der beste WM.
Ich versuchte für mein Arch eine halbwegs brauchbare (leichtere) Alternative zu finden aber ich finde vom Optischen her kommt leider kein anderer an Compiz dran.
Auch bei meinem Standardsystem (Xubuntu) verwende ich Compiz und jeder (Apple oder Win user) der sich an meinen Laptop setzt macht große Augen und fragt welches System das ist....
naja kommt Zeit kommt Rat und es wird Alternativen geben....
Aber ja durch Wayland werden die bestehenden gezwungen sein die verschiedenen WM's zu rewriten was sicher nicht schadet.
war einfach nur halbgar, hat sich steif angefühlt und ich war immer viel zu langsam. Starre Fenster fühlen sich einfach nur noch mies und nach letztem Jahrtausend an, wenn man die sanft eingestellten wobbly-Fenster einmal kennen gelernt hat. Auch Expose ist viel schneller als zB beim Mac. Obendrein gibts den tollen ring switcher. Auch gibts bessere und mehr Animationen frei wählbar (beim Mac gibts zwei und der Flaschengeisteffekt sieht einfach scheiße aus). Auch nutzen viele den Würfel sehr gerne. Ich verstehe nicht, wie man diese göttliche Software sterben lassen kann. Andere Fenstermanager abseits der tiling-Experten sind bei weitem nicht so mächtig wie Compiz! Extrem schade drum.
kwin eine chance geben!
die basic compiz effekte gibts schon und mit der letzten version ist kwin auch einwandfrei durch skripte erweiterbar.. d.h. es stehen ergänzungen und verbesserungen bei den effekten nichts mehr im wege.. martin g. hats mit dem window-zoom effekt vorgemacht.. sieht nicht allzuschwer aus...
darüber hinaus hab ich noch nie so detaillierte einstellungsmöglichkeiten gesehen wie bei kwin.. auch nicht bei compiz..
mehr info:
http://userbase.kde.org/KWin_Rule... Attributes
also wobblywindows gibts schon seit einigen versionen .. den ringswitcher wirst du wohl durch "coverswitch" oder "flipswitch" ersetzen müssen (oder ein eigenes script dafür schreiben ;) )
ich selbst verwende einige gtk apps unter kde. die integrieren sich mitterweile sehr gut und fallen eigentlich gar nimma auf.. (bis auf den fileopen dialog leider)
Ja stimmt schon, KWin ist sehr ordentlich. Nur leider KDE. Ich würde gerne bei GTK bleiben, so faszinierend Qt und KDE auch sich entwickelt haben. Und einige Dinge von Compiz, die ich ungern missen möchte, gibts wohl noch nicht bei KWin, zumindest nicht als ich das letzte mal reingeschaut habe (Wackelfenster? Ringwechsler?).
Ich hoffe sehr, es wird einen fork geben. =/
Natürlich hat Kwin wabbelnde Fenster! Seit 2008. Einen Ring-Switcher gibt es höchstens als Add-On-Script, und da dürfte in Zukunft auch noch einiges kommen. Kwin hat auch den Würfel, "Scale"/"Exposé" und "Expo"/Arbeitsoberflächen-Raster-Umschalter, und noch sehr viel mehr Spielereien. Mich persönlich stört, dass die Animationen nicht ganz so geschmeidig wie bei Compiz ablaufen, und es scheint die Entwickler nicht zu interessieren. Aber Kwin ist halt tatsächlich ein "richtig gemacht" integrierter WM in die Desktop-Umgebung mit aktiver Weiterentwicklung und hervorragender Technik; die einzige Alternative zum dahinsiechenden Compiz. Einfach mal in einem Parallel-Kubuntu oder -openSuse ausprobieren.
(BTW sorry für das rote Stricherl, Versehen.)
Seitdem ich mich daran gewoehnt habe das ich mehrere Fenster "zusammenfassen" kann und dann Tabs in der Titelleiste habe kann ich nicht mehr ohne.
Ein Manko sind allerdings die Effekte die unter Compiz nicht nur besser konfigurierbar sind sondern auch deutlich besser aussehen. (fire,teleport,...)
Aber abgesehen davon finde ich KWin top!
Ich stimme Ihnen da voll zu, Compiz ist ein eleganter Fenstermanager mit vielen Features und unglaublichen Konfigurationsmöglichkeiten, ich habe auch einmal selber darüber gebloggt: http://www.frumble.de/blog/2011... se/#compiz
Das heutige Problem mit Compiz ist, dass die Engine eine Generalüberholung nötig *hat* und die meisten Features als nicht mehr gewartete Plugins dahinfristen.
Ich bin, mit meinem Abgang von Ubuntu, 2012 auf KDE SC gewechselt und kann Kwin sehr empfehlen. Nicht ganz so elegant wie Compiz, bringt aber die meisten seiner Features, wird obendrein aktiv weiterentwickelt und hat zweifelsohne die schönere Softwarearchitektur.
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