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Pasadena - Die schlechte Nachricht zuerst, auch wenn es nur eine für "Star Wars"-Fans ist: Luke Skywalkers Heimatplanet Tatooine ist von seinen astrophysikalischen Bedingungen her eher nicht für Leben geeignet. Das sagte Stephen Kane vom California Institute of Technology in Pasadena gegenüber dem Wissenschaftsmagazin "New Scientist". Eingeborene intelligente Lebensformen wie Sandleute und Jawas sind damit gelinde gesagt unwahrscheinlich. Kanes Begründung: Zieht man die Filmausschnitte als Referenz heran, dann liegen die beiden "Zwillingssonnen" des Planeten zu weit auseinander, als dass Tatooine in der habitablen Zone kreisen könnte.
Jetzt die gute (und zugleich die eigentliche wissenschaftliche) Nachricht: Tatooine-ähnliche Planeten könnten entgegen früheren Annahmen sehr wohl lebensfreundlich sein. Und die gibt es: 2011 wurde mit dem Kepler-Teleskop der 200 Lichtjahre entfernte Planet Kepler-16b entdeckt, dessen Orbit ihn um zwei nahe beieinander stehende kleine Sterne führt. 2012 folgte mit dem 500 Lichtjahre entfernten Kepler-35b ein Planet in einem ähnlichen System.
Früher wurde angenommen, dass die Schwerkraft-Wechselwirkungen in einem binären Sternsystem zu chaotisch seien, als dass dort Planeten mit stabilen Orbits existieren könnten. Diese Annahme wurde durch die Entdeckung entsprechender Exoplaneten widerlegt. Und sie können sich sogar in der habitablen Zone - also dort, wo Wasser in flüssiger Form existieren kann - befinden. Kepler-16b ist so ein Fall, allerdings dürfte es sich bei ihm um einen Gasriesen von der Masse des Saturn handeln.
Kane und seine Kollegin Natalie Hinkel haben Berechnungen angestellt, wie die habitablen Zonen um einen Doppelstern aussehen würden. In ihrem Modell haben sie für jeden Punkt in der Nähe der Sterne die kombinierte Strahlenmenge berechnet und daraus eine Karte der Lebenszone erstellt. Mit buchstäblich schiefen Ergebnissen - und je weiter die Sterne voneinander entfernt waren, desto stärker fiel die Verzerrung aus. Kane staunt über die Asymmetrie der errechneten Zonen: "Manche davon sahen wie Erdnüsse aus."
Doch immerhin kann es sie geben, und wenn ein Planet darin kreist, könnte er lebensfreundlich sein. Auch wenn das Leben dort sehr anpassungsfähig sein müsste: Die Wahrscheinlichkeit wäre gering, dass ein Planet konstant in der unregelmäßig geformten habitablen Zone verbliebe. Eher würde er sie - da, wo sie enger ist - für einige Zeit verlassen, um dann später wieder in sie zurückzukehren. Die Unterschiede zwischen den Jahreszeiten wären damit enorm, ein Wechsel von Vereisung und Wiederauftauen würde zumindest das Leben an Land vor gewaltige Herausforderungen stellen.
Frank Drake, Schöpfer der berühmten Drake-Gleichung zur Abschätzung der Anzahl außerirdischer Zivilisationen in der Milchstraße, sieht aber auch hier einen Hoffnungsschimmer. Er weist im "New Scientist" darauf hin, dass sich Wasser sehr viel langsamer erwärmt bzw. abkühlt als Luft. Wenn Planeten in den habitablen Zonen um Doppelsterne von Ozeanen bedeckt sind, könnten diese den hypothetischen einheimischen Lebensformen als "kuschelige Decke" dienen. (red, derStandard.at, 13. 1. 2013)
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dazu fällt mir die entstehung von der zahl 42 von douglas adams ein:
"It had to be a number, an ordinary, smallish number, and I chose that one. Binary representations, base thirteen, Tibetan monks are all complete nonsense. I sat at my desk, stared into the garden and thought '42 will do'. I typed it out. End of story.”
Die Forscher in Österreich sind zwar oft ein wenig hinterher. Wenn es um Planeten in Doppelsternen geht, sind sie aber Pioniere. Schon lange vor allen anderen, in den 80er Jahren hat man an der Unisternwarte Wien die Stabilität von Planeten in Doppelsternen untersucht (und herausgefunden, dass es stabile Bahnen geben kann).
Und heute arbeitet man immer noch an diesem Thema. Im Oktober 2012 hat man genau zu dem Thema eine Arbeit veröffentlicht:
http://scienceblogs.de/astrodict... nsystemen/
Leider machen die Wiener Kollegen keine Pressearbeit und verschicken keine Aussenden. Darum landen dann wohl nur die Resultate der Amis in den Medien. Die haben den Wert der PR erkannt...
Hier geht es um Erkenntnisse, nicht um ein Länderspiel. Die USA können rumbrüllen soviel sie wollen. Die Leute die was draufhaben, sind ohnehin keine US-Bürger. Die USA stellt das Gelände zur Verfügung. Selbst die beste PR kann darüber nicht hinwegtäuschen. Selbst an den Unis sind 80% der Professoren Ausländer.
auch lustig finde ich die vorstellung, dass es offensichtlich systeme gibt, in denen um jeden der 2 sterne planeten mit potentiellem leben kreisen können...
da kann man sich dann zum zeitpunkt der grössten annäherung wahrscheinlich fast zuwinken... ;-)
kleiner Einwand zu "Früher wurde angenommen, dass die Schwerkraft-Wechselwirkungen in einem binären Sternsystem zu chaotisch seien, als dass dort Planeten mit stabilen Orbits existieren könnten":
Dass stabile Planetenbahnen in Doppelsternsystemen existieren können wusste man, dank numerischen Simulationen, schon Ende der 70er Jahre, also lange bevor der erste Exoplanet entdeckt wurde.
Und um einen Österreich Bezug zu dem Thema herzustellen:
Derzeit läuft das FWF-Projekt "Pathways to Habitability" bei dem unter anderem auch die Frage nach möglicher Habitabilität von Planeten in Doppelsternsystemen ein Thema ist.
http://path.univie.ac.at/
Und was wissen die über die Physiologie von Jawas und Sandleuten? Von beiden hat man nicht ein einziges Mal auch nur ein Gesicht deutlich zu sehen bekommen und lange vor der Republik, zu Zeiten der Rakata, war Tatooine ein fruchtbarer Planet gewesen und die Sandleute (damals einfach nur Leute) sogar raumfahrend - bis sie eben von den Rakata versklavt worden waren.
Die Jawas lebten auch zu der Zeit auf tatooine, aber da ist es noch nicht ganz klar, ob sie sich mit den Tusken parallel entwickelt oder von den Rakata mitgebracht worden waren.
Wie dem auch sei. Die Meere auf tatooine trockneten wahrscheinlich um 20,000 bis 15,000 BBY aus. Kann sein, dass irgendwas oder irgendwer damals auch die Sternpositionen verändert hat und dies folgte.
wenn man keine anderen habitablen planeten entdeckt,
wird man sich halt fragen müssen,
wie man
die umlaufbahn von sonnen beeinflussen kann,
um habitable planeten zu erhalten
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