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vergrößern 600x400"Baxter" ist der Vorbote einer neuen Generation an robotischen Helfern.

Die industrielle Revolution hat die Wirtschaft grundlegend verändert. In den USA waren im frühen 19. Jahrhundert 70 Prozent der Menschen in der Landwirtschaft tätig, die auch in Europa der größte Wirtschaftszweig war. Heute ist von diesen Jobs nur noch ein Prozent übrig, die Arbeitskräfte und ihre tierischen Helfer wurden im Laufe der Zeit mit Maschinen ersetzt.
Eine Entwicklung, die sich durch den Fortschritt der Robotik wiederholen wird. Am Ende dieses Jahrhunderts werden 70 Prozent aller heutigen Berufe nicht mehr von Menschen ausgeübt werden, schätzt Wired-Schreiber und Autor Kevin Kelly. Der Gesellschaft steht eine zweite Welle der Automatisierung bevor, die schrittweise ablaufen wird.
Die Maschinen werden ihre Stellung in bereits automatisierten Prozessen ausbauen. Nachdem sie an die Stelle der Fließbandarbeiter getreten sind, werden sie auch die Arbeit jener Menschen übernehmen, die heute noch in Logistikzentren ihren Dienst tun.
Schnelle Roboter, die problemlos den ganzen Tag schwere Kisten heben, sortieren und verladen können, sind dann am Zug. Obst und Gemüse wird von intelligenten Maschinen geerntet werden. Apotheker können sich auf Beratung konzentrieren, weil die Medikamentenausgabe ein Roboter übernimmt. Reinigungskräfte aus Metall und Kabeln sausen durch die Flure von Büros und Schulen, ohne dass Nachtarbeit ein Problem darstellt. Lastwägen bringen selbständig Waren von A nach B. Es ist nur eine Frage der Zeit.
Gleichzeitig bleibt auch ihre Entwicklung nicht stehen. In vielen Bereichen kommt bereits ausgereifte, künstliche Intelligenz zum Einsatz. Die ersten Maschinen können bereits täuschend menschlich wirkende Nachrichtenartikel über Sportereignisse verfassen.
Menschen und Maschinen werden künftig alltäglich zusammenarbeiten. Firmen wie Rethink Robotics optimieren ihre Produkte bereits heute dafür. "Baxter" zeigt, wohin der Weg geht. Während er repetitive Arbeiten erledigt, erkennt er seine menschlichen Mitarbeiter. Im Gegensatz zu seinen einfacheren Kollegen kann er so direkt unter ihnen arbeiten und muss nicht aufgrund von Verletzungsgefahr abgeschottet werken.
Außerdem lässt er sich für neue Aufgaben trainieren, in dem man ihm einfach neue Bewegungs- und Funktionsabläufe beibringt. Er mag dabei nicht ganz so schnell und präzise arbeiten, wie die bereits etablierten Roboter, dafür kostet er mit 22.000 Dollar nur einen Bruchteil davon.
"Im Moment", erklärt Baxters Designer Rodney Brooks, "denken wir, dass die Herstellung [vieler Güter] nur in China stattfindet. Doch da die Produktionskosten dank der Roboter sinken, werden Transportkosten zu einem immer größeren Faktor." Produktionsstätten in der Nähe werden somit wieder interessant, am Ende könnte ein Netzwerk lokaler Franchise-Fabriken stehen und viele Dinge im Umkreis von wenigen Kilometern hergestellt werden, wo sie benötigt werden. Diese Arbeiten sind nur der Anfang. "In 30 Jahren werden Roboter für uns kochen", meint Brooks.
Der Aufstieg der Maschinen lässt sich dabei in vier Punkte unterteilen. Am Anfang stehen jene Arbeiten, die Menschen verrichten, die Maschinen aber möglicherweise besser beherrschen. Menschen können Baumwollkleidung auf Webstühlen herstellen, doch Maschinen produzieren bessere Qualität schneller und für weniger Geld.
Es folgen Arbeiten, die Menschen nicht verrichten können, Roboter jedoch schon. Es ist unmöglich, moderne Computerelektronik händisch herzustellen. Unsere organischen Körper sind in ihren Fähigkeiten beschränkt und erreichen die für diese Aufgaben notwendige, mechanische Präzision nicht. Ohne Automatisierung wäre das digitale Zeitalter so nicht denkbar. Wenn wir das Web mit seiner Suchmaschine durchforsten, setzen wir Maschinen und künstliche Intelligenz in Gang.
Danach kommen Aufgaben für Roboter, die wir heute noch gar nicht kennen und die sich aus technischem Fortschritt und neuem Bedarf ergeben. Den Kreis schließen schließlich Tätigkeiten, die - zumindest vorerst - nur von Menschen ausgeführt werden können, bis unsere maschinellen Helfer weit genug entwickelt sind. Und trotzdem wird es weiter Menschen in immer neuen Berufen brauchen, die durch diese Entwicklung bedingt oder ermöglicht werden.
Am Ende des Weges sorgen Maschinen dafür, dass die grundlegenden Bedürfnisse des Menschen erfüllt sind. Die Industrialisierung ermöglichte mehr Menschen die Option, sich nicht auf einem Gemüsefeld, sondern etwa in den Künsten oder der Wissenschaft auszutoben. Die Robotisierung vieler Tätigkeiten gibt uns mehr Raum, uns zu fragen, wofür wir hier sind und was wir eigentlich tun sollten.
Was, einen entsprechenden Wandel von Gesellschaft und Wirtschaft vorausgesetzt, eine gute Sache sein kann. Oder wie es der Futurist Federico Pistono ausdrückt: "Es ist gut, dass Roboter uns die Arbeit wegnehmen."
Trotzdem wird es weiter Menschen brauchen. Analysten, die aus der steigenden Datenflut Sinn gewinnnen, Techniker, die die Maschinen am Laufen halten. Bis auch diese Tätigkeiten irgendwann von einem Roboter übernommen werden.
Innovation wird wichtig bleiben. Auch wenn jeder über seine eigene kleine "Workbot"-Flotte verfügt, wird es darauf ankommen, wie man sie einsetzt. Es ist kein Rennen gegen die Maschinen, sondern mit ihnen, so Kelly "Wir müssen die Roboter die Arbeit machen lassen, damit sie uns helfen können, neue Tätigkeiten zu finden, die von Bedeutung sind." (red, derStandard.at, 17.01.2013)
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und immer wieder ...
http://www.youtube.com/watch?v=jE1ESOXZxjA
das ganze hat man schon in den 1950ern geglaubt
"Es ist gut, dass Roboter uns die Arbeit wegnehmen."
Na super, dann sehen wir einander wohl alle am Strand wieder... wo wir alle dann das Leben voll geniessen können... ein Service-Roboter bringt uns dann wann immer wir wollen frisch gebrautes Bier oder eine frisch geerntete reife Kokosnuss an den Liegestuhl...
http://www.youtube.com/watch?v=CsRkWvG5SGE
Nach dem Schwimmen (ja, ein wenig Sport muss sein) noch ein bisschen die Landschaft malen, gemeinsam musizieren, lachen, relaxen....
Allein mir fehlt der Glaube, könnt' mich aber auch positiv irren :-)
H4-Empfänger, Leiharbeit und Jobauslagerungen in Billigländer..
Für die Vollzeitbbeschäftigten zunehmend mehr Leistungsdruck, da immer mehr in Kürzerer Zeit abgearbeitet werden muss.
Ich glaube kaum das sich das plötzlich ändern wird wenn in 30Jahren Fahrzeuge autonohm meine Pizzabestellung an die Haustür bringen, und Traktoren autonohm das Feld abernten...
"Apotheker können sich auf Beratung konzentrieren, weil die Medikamentenausgabe ein Roboter übernimmt."
Der Autor bleibt Antworten schuldig, was die Menschen außer Kunst und Wissenschaft dann sonst noch für Jobs haben. Das wird nämlich nicht für alle Menschen ausreichen.
Außerdem wird der enorm wachsende Energiehunger uns einen Strich durch die Rechnung machen.
Auch die Ressourcenverschwendung ist nicht unendlich möglich.
Ich glaube, es wird trotz mehr Technologisierung einen Rückwärtstrend in Richtung Landwirtschaftliche Selbstversorgung gehen. Und mehr Arbeitslose wird unser System haben. Entweder man schafft den Spagat, dass auch diese angemessen Leben können, oder es kommt zu einem politischen Umsturz.
Das bestreitet niemand :-).
Leider ist die allgemeine Meinung, dass Ärzte über Medikamente besser Bescheid wissen als Pharmazeuten.
Dies ist aber von der Ausbildung her nicht möglich.
Dass es Einzelfälle von interessierten Ärzten gibt ist auch eine Tatsache!
ist nicht das einzig mögliche. wieso immer alle so tun als ob die welt unterginge wenn man einen parameter eines (ohnehin schlechten!) systems verändern würde werd ich nie begreifen...
"des wor scho immer so, oiso muss a so bleiben, baste" ist KEIN argument sondern vielmehr eine kleinkindhafte trotzreaktion.
mein beschriebenes modell ist aber nicht das jetzige ;)
die landwirtschaftliche selbstversorgung machen kaum welche. aber es gibt einen Trend dorthin.
dein argument stimmt also nicht! und lege mir keine zitate ("des wor scho immer so, oiso muss a so bleiben, baste" ) in den Mund, die ich NIE sagte!!!
Je mehr Technik ich habe umso mehr muss ich aber arbeiten, mich dauernd weiter bilden und mich an neue Techniken gewöhnen. Früher™ war man von 8 bis 5Uhr in der Arbeit, ohne all die Technik, jetzt muss ich auch noch abends weiter hackeln um meine Arbeit zu behalten. Trotz Technik die im GigaHertz Takt arbeitet, immer schneller wird sehr ich wenig Zeitersparnis. Alles wird immer Komplexer, nur Korruption immer einfacher.
die lernkultur hat sich geändert.
früher hat es gereicht ein paar jahre etwas zu lernen udn davon zu leben. heute musst du dich immer weiter bilden. das wissen von heute ist morgen veraltert. auch persönliche beratung wird immer seltener, dank google. somit müssen wir über alles wissen, den wir können usn nicht mehr auf andere verlassen. auch die anzahl der sachen über die wir wissen müssen steigt von jahr zu jahr. auf der andere seite wird die tiefe immer geringer. wer kennt sich heute wirklich ncoh mit autos aus? wir können nicht einmal einen reifen wechseln. ;-)
aber das ganze hält uns auf trab und jung.
Rise of the Robots:
http://krugman.blogs.nytimes.com/2012/12/0... oly-power/
Wen´s mehr interessiert:
http://krugman.blogs.nytimes.com/2012/12/0... oly-power/
http://krugman.blogs.nytimes.com/2012/12/1... s-wonkish/
http://krugman.blogs.nytimes.com/2012/12/2... e-wonkish/
Alle menschen sollten gleichermaßen vom einsatz der maschinen profitieren, und nicht nur jene welche die maschinen und das kapital dafür besitzen.
irgendwann wird notwendigerweise bezahlung für konsum obsolet sein.
bis in die 80er jahre wurde durch die laufende produktivitätsteigerung das konsumbedürfnis der menschen gestillt.
aber ab einem gewissen punkt macht vermehrter konsum nicht glücklicher. Wir werden in hinkunft besser mit weniger ressourcen auskommen und unsere frei verfügbare zeit nicht für gelderwerb sondern sinnerfüllend nutzen.
das unmittelbare erleben und nahrungssuche und bewegung in der natur, physisch und mental aktiv sein, liebevoller umgang mit menschen und tieren, etc.möchte ich mir von keinem roboter abnehmen lassen
seit der Mensch einen Fauskeil in die Hand genommen hat ist die Entwicklung der Werkzeuge vorangeschritten. Vom Fauskeil zu Hammer zu Starkstromturbine bis zu Robotern und Tools in der Informationstechnologie. Erhöhung der Komplexität- Kampf gegen die Entropie- der Sinn des Lebens :-)
Denn die meisten von uns müssen ihre Arbeitskraft gegen Geld verkaufen,
sonst sind sie von der Zugriffsmacht auf arbeitsteilig produzierte Güter ausgeschlossen
weil Eigentumsrecht exklusiv ist.
Zur industriellen Reservearmee der 50% Jugendarbeitslosen in Griechenland, werden sich dann nochmals 45% dazugesellen.
Kapitalisten können Roboter kaufen, die in ihren Fabriken Arbeitsprodukte herstellen deren exklusive Eigentumsrechte wieder dem Kapital gehören.
Die Breite Masse hat davon - solange es Eigentum gibt - nichts.
Diese Artikel bzw. Meinungen die so vereinfachend Technologien mit gesellschaftlichen Entwicklungen verbinden werden der Komplexität des Themas eigentlich nicht gerecht.
Abgesehen von der Frage, ob es ethisch richtig ist, manche Technologien überhaupt zu erforschen und zu entwickeln, muss die Gesellschaft sich mit Technologien beschäftigen, sich die Frage stellen ob deren Einsatz sinnvoll ist, und wenn ja die gesellschaftspolitischen Implikationen umsetzen.
Der Trend in der Robotik geht natürlich zu einer immer größer werdenden Automatisierung. Ein einfacher Vorschlag wäre das (santa-fe schau her ;) ) BGE finanziert durch eine Maschinen-/Robotersteuer.
hab grad einen online bestellt. 22.000,- ist ja eine echte occasion, da sollte man schon zugreifen. wenn ich mir die ganzen fehlerquellen in meiner umgebung anschaue, so sind die alle durchgehend aus menschlichen schwächen. der metalkerl dürfte sich damit ziemlich schnell amortisiert haben. endlich dieser ineffiziente schwitzende menschelnde weg.
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