Lange Reisen im All machen apathisch

7. Jänner 2013, 21:10
  • Nur nicht passiv werden: zwei der sechs Teilnehmer einer simulierten 500-tägigen 
Marsreise beim Spaziergang.
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    foto: reuters/esa/ipmb/oleg voloshin

    Nur nicht passiv werden: zwei der sechs Teilnehmer einer simulierten 500-tägigen Marsreise beim Spaziergang.

Neue Erkenntnisse aus dem Mars-500-Projekt: Schlaf-Wach-Rhythmen der Astronauten werden massiv durcheinandergewirbelt

Washington/Wien - Geht es nach den Plänen der europäischen Raumfahrtagentur ESA, dann soll es in genau zwanzig Jahren so weit sein: Ihr Aurora-Programm sieht vor, dass es im Jahr 2033 zur Landung von Astronauten auf dem Mars kommen wird. Eines der Experimente zur Vorbereitung diese ersten bemannten interplanetarischen Mission war das Projekt Mars-500, das vom 3. Juni 2010 bis zum 4. November 2011 in Moskau stattfand und eine bemannte Marsreise simulierte.

Sechs Freiwillige wurden dabei 520 Tage lang in einem Raumschiffmodell eingeschlossen, um so die interplanetarische Exkursion zu üben: 250 Tage Hinflug, 20 Tage Mars-Aufenthalt und 250 Tage Rückflug. Zwei gravierende Erschwernisse wurden den drei Russen, einem Franzose, einem Italiener und einem Chinesen allerdings erspart: Schwerelosigkeit und kosmische Strahlung, die schlecht für das Hirn ist und zu Alzheimer führen kann, wie Nasa- Forscher in der Vorwoche im Fachblatt "PLoS One" berichteten.

Doch auch die gewählte Versuchsanordnung von Mars-500 brachte einige neue Erkenntnisse, die auf weitere Probleme bei langen Reisen ins Weltall hinweisen: Wie ein US-Forscherteam mit deutscher Beteiligung nun im Wissenschaftsmagazin "PNAS" berichtet, können lange Reisen ins Weltall den Schlaf-Wach-Rhythmus von Astronauten massiv durcheinanderwirbeln und apathisch machen.

Weniger Bewegung, mehr Schlaf

Bei Auswertung der Daten von Mars-500 zeigte sich nämlich, dass sich die sechs simulierenden Raumfahrer im Laufe der 17 Monate immer weniger bewegten und immer mehr Zeit mit Ausruhen und Schlafen verbrachten. " Ihre Schlafgewohnheiten ähnelten denen von überwinternden Polarforschern" , sagt der deutsche Ko-Autor Mathias Basner.

Überrascht hat die Forscher auch, wie verschieden die sechs Probanden auf die Simulation reagierten: "Ein Teilnehmer war nicht mehr mit dem 24-Stunden-Tag synchronisiert, sondern lebte fast einen 25-Stunden-Tag", so Basner. "Ein anderer Mann schlief hingegen nur etwa 6,5 Stunden pro Tag und zeigte als Einziger starke Einbußen im Aufmerksamkeitstest."

Passivität sei im All besonders gefährlich, warnt der Forscher. "Hierdurch können der durch die Schwerelosigkeit bedingte Knochen- und Muskelabbau sowie die Veränderungen des Herz-Kreislauf-Systems noch verstärkt werden." Die Hauptlektion der Studie: Die richtige Beleuchtung ist auch an Bord einer Marsmission extrem wichtig. (tasch, dpa, DER STANDARD, 08.01.2013)

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"24-Stunden-Tag synchronisiert"

bei mehrmonatigen (!) (freiwilligen!) Isolationsexperimenten in den 60er- und 70er- Jahren zeigte sich oft ein 48-Stunden-Rythmus

einfrieren während des fluges

daran sollten sie forschen. :) oder warp antrieb

Holodeck!

Dann brauch ma keine Mars-Expedition mehr... XD

".... Lange Reisen im All machen apathisch"

und das weiß man erst jetzt?

Die Hauptlektion der Studie: Die richtige Beleuchtung ist auch an Bord einer Marsmission extrem wichtig.

hoffentlich spricht sich das auch noch bei EU-Komission herum

DARK STAR

...liefert da eine sehr gute Vorlage.

Da gibt es dann nur eine Lösung:

Die Besatzung besteht komplett aus Computerspielefreaks - die sind es gewohnt wenig Bewegung zu machen, schlechtes Essen zu konsumieren und haben einen chaotischen Schlaf-Wach-Rhythmus ;-)

Carpenter war ein Profet

Hab den Film erst vor kurzem wieder gesehen. Ja so stelle ich mir eine Mars-Reise vor.

Spätestens hinterm Mond...

... würden die "Freaks" wegen des hohen Pings auszucken ;)

Gute Idee, an welche Spiele haben Sie gedacht?

Eve Online? ;-)

Da brauchts dann aber eine Red Bull Aufbereitungsanlage an Bord.... Aber vielleicht war's das, was sie bei Stratos in Wirklichkeit testen wollten...

bringen die redbull-Flügel dann aber was, in der Schwerelosigkeit?

Wie ein US-Forscherteam mit deutscher Beteiligung nun im Wissenschaftsmagazin "PNAS" berichtet, können lange Reisen ins Weltall den Schlaf-Wach-Rhythmus von Astronauten massiv durcheinanderwirbeln und apathisch machen.

Wozu lange Studien durchführen?

Die alten Sci-Fi-Autoren und auch Hollywood haben das Thema doch schon sehr ausführlich behandelt ;-)

Mission to Mars, Dark Star, Das schwarze Loch ...

Jemand hat auf dem Mars angeblich ein UFO endeckt^^

Hier behauptet jemand, via Google Mars ein abgestürztes UFO entdeckt zu haben: http://www.qicknews.de/Forum/vie... 4838#p4838

Per Google Ruler (Messung Tool) fand man heraus, dass das "Objekt" 61 Meter von der Nase bis zum Ende misst, 29 Meter breit und 4,8 Meter dick ist.

:-)

Na wenn man schon einen Steinhaufen als "Marsgesicht" verkaufen kann und dann Millionen an den leichtgläubigen Volltrotteln verdient, die auf derartigen Müll reinfallen ...

Lange Reisen im All machen apathisch

"huston, wir haben ein.... ah, was... is eh schon wurscht...."

Darf man in so`ner Raumkapsel wenigstens rauchen?

Nur wenn Sie nach draussen gehen.

Dann entweicht doch das Vakuum ! ;-))

ich war mal 520 tage in meinem stammbeisl. selbe symptome.

Hm, lag das nicht eher an den dort konsumierten Substanzen?

der 25-stunden-rhythmus kam hoffentlich nicht wirklich "überraschend"

für mich nicht. im Urlaub hab ich in der Regel selbst 25 Stunden Tage mit jeweils zwei Schlafphasen. Am Ende vom Urlaub gehe ich meist zu Zeiten schlafen, wo ich einen Tag später zur Arbeit aufstehen muss :-/

Lösung:

Keinen Urlaub unter 25 Tagen (aber auch nicht darüber) konsumieren.

Man hat dann zwar subjektiv nur 24 Tage geurlaubt, die eigene Uhr stimmt aber am ersten Arbeitstag wenigstens wieder.

Hm... eventuell ist es genau das, was die verdammte Straßenlaterne da draußen nachts mit mir macht.

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