Linux, die Zukunft des Spiele-PCs?

Analyse | Rainer Sigl
9. Jänner 2013, 13:20
  • Was glauben Sie: Hat Linux eine Chance als Spiele-Plattform?
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    foto: valve; montage

    Was glauben Sie: Hat Linux eine Chance als Spiele-Plattform?

Spielen am Computer - das bedeutete bisher Windows als Betriebssystem. Warum sich das 2013 ändern könnte.

Es gibt eine Rivalität, die beinahe so alt ist wie das Medium Videospiel; eine Rivalität, die sich auf die Spiele, die Spieler, aber auch ganze Designphilosophien erstreckt und das ganze Medium mal mehr, mal weniger fragmentiert. Denn eigentlich sind es zwei Welten: das Spielen auf spezieller Hardware, also auf Konsolen, und jenes auf Computern, die nicht ausschließlich für Spiele gedacht sind - vom C64 und seinen Vorläufern bis hin zum High-End-Gaming-PC der Gegenwart.

Diese Rivalität wird bis heute recht emotional gepflegt - GameStandard-Kollege Zsolt Wilhelm hat etwa erst vor kurzem seinen Frust mit PC-Gaming auf Papier gebracht. Während in diesem Konflikt die Konsolenseite aber wiederum von Fanboy-Diskussionen um die "beste" Spieleplattform beherrscht wird, galt auf PC-Seite seit Unzeiten unangefochten Windows als Betriebssystem der Wahl für Spieler. Lange Jahre galt: Wer auf seinem Heimcomputer spielen will, ist auf eine halbwegs aktuelle Version eines Microsoft-Betriebssystems angewiesen - MacOS und Linux bewegten sich fernab der Spielewelt.

Linux ante portas

All das könnte sich 2013 wandeln, denn es stehen einige interessante Revolutionen für PC-Gamer auf dem Programm. Und schuld daran ist - Windows. Denn Microsofts aktuelles Betriebssystem Windows 8 setzt durch für Spieler fragwürdige Designentscheidungen die Marktführerschaft im Bereich Games aufs Spiel. Vor allem die Hinwendung zur von Apple erfolgreich vorgemachten "walled garden"-Strategie könnte für Spielehersteller und Spieler nichts Gutes bedeuten. Kritik folgte bereits im Sommer von prominenter Seite: Gabe Newell, Chef von Valve und, wichtiger, der Downloadplattform Steam, die die De-facto-Marktführerschaft im Bereich digitaler Games-Distribution innehat, nannte Windows 8 in einem Interview schlicht eine "Katastrophe".

Die Lösung des Dilemmas ist ein Befreiungsschlag: Mit Steam for Linux, das gerade in Beta getestet und vorerst für Ubuntu optimiert wird, versucht der Branchenriese Valve, seine ganze Macht in die längst fällige Öffnung der Open-Source-Welt für Spiele zu erzwingen. Da kommt es nur wenig überraschend, dass auch Valves angekündigte Konsole nicht auf Windows, sondern Linux setzen wird - 2013 könnte somit das Jahr werden, in dem endlich auch das Open-Source-Betriebssystem zur vollwertigen Spieleplattform wird.

Denn wer bislang auf Linux spielen wollte, sah sich mit größeren technischen Hürden konfrontiert. Vor allem die - um es freundlich zu sagen - mangelhafte Unterstützung großer Grafikkartenfirmen brachte einen sichtlich frustrierten Linus Torvalds Mitte des letzten Jahres dazu, Nvidia vor laufenden Kameras den Mittelfinger zu zeigen und ein herzhaftes "Fuck you, Nvidia" folgen zu lassen - Nvidia sei die "schlimmste Firma" in der Zusammenarbeit mit Linux.

Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben

Anscheinend brauchte es das Gewicht eines Riesen wie Valve, um die säumigen Hardwarehersteller dazu zu bewegen, ihre Grafikkartentreiber nicht nur für Windows zu optimieren. Es war ein verfahrenes Dilemma: Spielehersteller wie id-games, aber vor allem die Hardwareriesen Nvidia und AMD verwiesen auf die niedrige Nachfrage für Linux-Gaming - und diese blieb wegen ausbleibender Unterstützung und fehlenden Spielen niedrig. Valve hat nun den Stein ins Rollen gebracht, und siehe da, es geht: Die aktuelle Nvidia-Treibergeneration, im November veröffentlicht, bringt plötzlich das Doppelte der Grafikleistung in Linux-Systeme.

Natürlich wäre es blauäugig, im Engagement von Steam mehr als kühle Strategie zu sehen. So entbehrt es nicht der Ironie, dass just Steam, das von Kritikern zu Recht wegen seiner rigiden und konsumentenfeindlichen DRM-Strategie bekämpft wird, als Verfechter offener Betriebssysteme missverstanden werden könnte. Im Gegenteil: Der "walled garden" Steam sieht sich von Microsofts angekündigter Windows-8-Strategie bedroht - und flieht selbstbewusst nach vorne. Valves Vorstoß in den Konsolenmarkt und die letztjährige Neuerung, auch reguläre Anwendungssoftware via Steam zu verkaufen, zeigen, dass hier im Gegenteil an einem eigenen abgeschlossenen System gearbeitet wird.

Ein dritter Weg

Das offene Linux als Vehikel für einen weiteren Monopolisten: Kann das die Spielezukunft des ideologisch so positiv aufgeladenen Open-Source-Gedankens sein, der der Linux-Philosophie zugrundeliegt? So sehr den Warnern und Mahnern vor einer Totalübernahme durch Valve auch Gehör zu schenken ist - Zuversicht bleibt angebracht. Schlussendlich wird die gesamte Linux-Community davon profitieren, dass sich dank Steam endlich die Hardware-Hersteller gebührend mit dem Thema Linux beschäftigen. Das wird wiederum die Zielgruppe vergrößern, was im Gegenzug bislang absente Spielehersteller auch abseits von Steam zu Linux bringt.

Und überdies ist auch ein Aufblühen jenes Bereichs zu erwarten, der sich in den letzten Jahren als absolutes Alleinstellungsmerkmal der PC-Gaming-Szene erwiesen hat: Auf keiner Konsole gibt es eine derart große, lebendige und offene Independent-Games-Szene wie auf dem PC. Man könnte auch sagen: Das klassische, große Developer-Publisher-Modell der Gamesbranche, das jahrzehntelang die Norm war, wird auf dem PC dank digitalem Vertrieb und kleiner, innovativer Entwickler mehr und mehr aufgeweicht - und damit schwinden auch so manche Flaschenhalse und Gatekeeperfunktionen der klassischen Gamesindustrie.

Neue Entwicklertools, neue Vertriebsmodelle

Diese wachsende Independentszene wird nun von den Entwicklungstools und neuen Distributionskanälen mit offenen Armen in der Linux-Spielewelt empfangen: Auch die extrem populäre Entwicklungsengine Unity ist seit kurzem Linux-tauglich, was die Erstellung lauffähiger Independent-Spiele für das freie Betriebssystem revolutionieren könnte. Immerhin nutzen zahllose der 2012 aus dem Boden geschossenen Kickstarter-Projekte Unity als Entwicklungstool - eine Linux-Version jedes Unity-Spiels ist schon jetzt mit einem einzelnen Mausklick parallel zu Windows- und Mac-Versionen realisierbar.

Auch die neuen Vertriebsmodelle begünstigen eine verstärkte Migration zu Linux, denn die letztjährigen Erfahrungen aus Kickstarter und Humble-Bundle-Modellen zeigen eine weitere, für Linux erfreuliche Gemeinsamkeit: Stets waren es die Linux-User, die überdurchschnittlich tief in die Taschen griffen, um Games auf ihre Plattform zu hieven. Das wiederum macht Linux besonders für kleinere Entwicklerteams populär und steigert so den Anreiz für Windows-Nutzer, zu Linux zu wechseln.

Win-win-win?

Wenn sich Linux dank Steams Engagement endlich zur vollwertigen Games-Plattform etablieren kann, könnten demnach mehrere Gewinner feststehen. Zum einen wäre die ungesunde Monopolstellung von Windows als einzig denkbarem Betriebssystem für PC-Spieler gebrochen - vielleicht ein Anreiz für den Redmonder Giganten, mehr als bisher auch abseits der Xbox an die Spielercommunity zu denken. Zum zweiten würde die Linux-Gemeinde selbst vom Zuströmen bislang skeptischer Neunutzer profitieren, die sich zuvor zähneknirschend wegen ihres Hobbys an Microsoft ketten mussten - ein Zugewinn, der direkt der Verbreitung von Linux zugutekäme.

Und zum Dritten hätten auch die Spieler selbst etwas davon: Neben der dank Steam gesicherten Versorgung mit den "großen", bislang ausschließlich auf Windows anzutreffenden Titeln hätten sich in der innovativen, lebendigen Independentszene mit ihrem starken Community-Charakter, innovativen Bezahlexperimenten und lebhafter Modding-Welt einerseits und der experimentierfreudigen, individualistischen Open-Source-Welt andererseits zwei gefunden, die eigentlich schon längst perfekt zusammenpassen.

Kein Pinguin in Ketten

Drum keine Angst: Steam wird dem Pinguin keine Ketten anlegen - dagegen spricht schon allein die rebellische und kreative Energie der Linux-Welt. Im Gegenteil: Mit ein wenig Glück zieht mit dieser längst fälligen Hinwendung zu Linux sogar eine bislang unbekannte Freiheit in die Gameswelt ein.

Und ein Seitenhieb ist am Ende unausweichlich: Das Spielen am PC hat trotz Konsolen, trotz DRM-Katastrophen und trotz mancher Eigenheiten nicht nur seine selbstverständliche Berechtigung, sondern mehr: eine glänzende Zukunft. Die Rivalität zwischen Konsole und PC wird bleiben - die Faszination und Stärken des PCs als Spielgerät ebenso. Mit etwas Glück in Zukunft vermehr auf Linux. (Rainer Sigl, derStandard.at, 9.1.2013)

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Naja wenn ich mir Windows 8 so anschaue kann ich mir gut vorstellen auf Linux zu wechseln bevor man sich sowas antut.

Microsoft wird über kurz oder lang seine Marktführerschaft an flexiblere und günstigere Unternehmen verlieren. Auch wenn es noch 20 Jahre dauern möge.

Dann ist also 2033 das Jahr des Linux-Desktops ;) ?

oiso mein webgl (LSD) engine sollt auch unter linux laufen.

wem es interessiert, kann sich hiermal (entwickler tagebuch und sonstiges) ein bild darüber machen (ist in entwicklung):

http://ditus00.blogspot.co.at/

und für die gonzen poser informatiker BACK TO SCHOOL!

Sollten Ihre Programmierkenntnisse ähnlich "toll" wie jene der deutschen und englischen Sprache sein dann dürfen Sie den letzten Hinweis in Ihrem Posting gleich in 3facher Weise auf sich selbst anwenden!

nach einem jahr die antwort. besser zu spät als nie.

korrektur!
"Sollten Ihre Programmierkenntnisse ähnlich "toll" wie jene der deutschen und englischen Sprache sein, dann dürfen Sie den letzten Hinweis in Ihrem Posting gleich in 3facher Weise auf sich selbst anwenden!"

und dieses deutsch ist grauenhaft!

bitte stantart. löhschen sieh meihn bostink. ich wihll keihne verliengungen mär zu meihnän plog.

jaja immer schön auf den blog mit den eigenen google ads verlinken.
hahaha wie tief kann man eigentlich noch sinken.
Aber gut; sehen sie sich glücklich über meine 2 cent werbebeitrag für ihren miesen blog.

Dampf für linux?

Jetzt werden die computer wieder mit dampf betrieben?

WIEDER?

nicht "wieder" --> erstmals

Bei einem desktop market share von unter 1%?

Klingt nach penguin wunschdenken.

Was viele wohl uebersehen: der einzige grund warum Steam seit kurzem so pro-Linux auftritt ist dass Microsoft mit dem Windows 8 appstore mittelfristig direkt in konkurrenz zu Steam tritt.

Kein einziges wirtschaftliches oder technisches argument spricht fuer gaming auf Linux-basis.

Linux ist technisch aktuell aufgrund der treiber und SDK-situation unterlegen, und der spielemarkt wird von Windows rechnern ueberragend dominiert...

Hast du das ganz alleine aus dem Artikel abgeschrieben, nichts anderes steht da oben, bis auf die kleine Tatsache, dass sich das ändern könnte.

Natürlich sind technische und wirschaftliche Argumente für Linux vorhanden, allein die Quelloffenheit, die Programmieren alle Wege offen lässt spricht dafür.

Mal ganz abgesehen davon, dass bessere Treiberunterstützung der Grafik auch bedeutet, dass Bildbearbeitung, Videoschnitt etc. interessanter werden könnten. Die Anzahl an Argumenten für Linux ist endlos.....

Ich habe zwar die größten Bedenken, was Valve "Linux" antun wird, aber der Versuch muss mal gemacht werden.

Vor 10-12 Jahren etwa war es noch undenkbar, dass große Firmen Server-Systeme auf Linux-Basis ausliefern. Heute gehört das bei IBM oder Dell zum Tagesgeschäft.

Das Gleiche muss auch mal beim Consumermarkt erfolgen.

Linux ist nicht besser, aber auch nicht schlechter als ein Windows oder OSX und grundelt u.a. deswegen bei 1%, weil namhafte SW-Hersteller die Unterstützung verweigern (zum einen Teil, zum anderen, weil die Unterschiede zw. Linux-Flavors noch eine große Unsicherheit für die Stabilität von Software darstellt).

Dass es gerade Valve ist ... naja, man kann nicht alles haben :)

Technisch ist Linux durchaus gleichauf mit anderen Plattformen, dass die SDKs unterlegen sind, hat historische und politische Gründe.
Es ist wie mit Software: Kein Photoshop, kein Linux, keine Linux-Nutzer keine Photoshopversion. Stark vereinfacht ausgedrückt.

Kein Argument.

Fuer alle hoffnungslosen pinguinoptimisten:

Technisch ist Linux als *spiele*plattform nicht gleichauf.

Oder gibt es etwa auf allerletzten hardwareoptimierungen optimierte OpenGL treiber auf Linux? Nein.

Gibt es demoboards mit kommenden 3d-technologien fuer entwicklungsfirmen inkl. Linux treiber? Nein.

Gibt es state-of-the-art 3D- und physikengines als native Linux loesungen? Nein.

Gibt es das ganze toolkit von map editoren, 3d editoren, oder texturplugins inkl. der notwendigen grafikanwendungen? Nein.

Wenn die welt gerecht waere wuerde GNU Hurd das betriebssystem fuer spiele im jahr 2014. Wahrscheinlich? Auch eher nicht...

(1)
Nehmen wir NVidia; deren Treiber ist unter Linux genauso schnell wie unter Windows. Selbst- und phoronix-getestet etwa mit den diversen Unigine-Benchmarks.

(2)
Welche "Demoboards für kommende 3D-Technologien"? Wozu sollte man das für das Ausliefern von Spielen auf einer einzelnen Plattform brauchen?

(3)
Aktuelle proprietäre Engines, die auch für Linux verfügbar sind: Source, Unigine, Unity; etwas veraltet u.a. Unreal 3, idTech 4

(4)
Wozu sollte man die Toolkits auf Linux brauchen? Es wäre nett, aber "brauchen" tut man sie nur unter einer Plattform; Unity-Spiele entwickelt man dzt. auf Windows und deployed sie für OSX, Linux, Android, iOS,...

Also: Etwas Informieren vor dem Posten könnte nicht schaden.

Bitte keine grossen toene spucken...

...ohne von spieleentwicklung auch etwas ahnung zu haben.

OpenGL auf Linux hat nicht den selben hardware support wie DirectX auf Windows. Aktuellste kartenfeatures hinken oft im vorhandensein oder der performance nach.

Demoboards sind essentiell um monate bzw. jahre vorher bereits engines entwickeln zu koennen, die zum release dem stand der zeit entsprechen.

Wo sind die grossen games auf den Linux varianter der genannten Engines? Der feature stand ist einfach nicht vergleichbar...

Ich belasse es hier, denn der markt gibt mir recht und die diskussion mit sturen pinguinen habe ich schon lange aufgegeben. ;-)

OpenGL und Direct3D sind doch mittlerweile gleichauf. Das einzige große fehlende Feature bei OpenGL ist Multithreading, wie D3D11 es beherrscht. Ressourcen im Hintergrund vorbereiten geht allerdings schon seit langer Zeit mittels Context Sharing.

Es gibt nur einen einzigen Grund, wieso es nicht viele kommerziellen Spiele für Linux gibt: das Marktsegment ist viel zu klein. Das ist alles. Es hat keine technischen Gründe.

Das mit den Demoboards ist grundfalsch. Man plant die Engine mit besagten Features, arbeitet mit brandneuen APIs usw. , und hält die Codebase für zukünftige Modifikationen bereit, wenn neue Hardware verfügbar ist. Aber mittlerweile ist auch das nicht mehr so, da alle Spiele für veraltete Konsolenhardware geschrieben werden.

Ich spucke keine großen Töne, ich sag nur, wie es ist.

(1)
OpenGL 4 wird auf aktuellen Karten von aktuellen Treibern voll unterstützt. Vielleicht bei der einen oder anderen API exklusiv vorhandene Features sind für die reale Spielentwicklung irrelevant.

(2)
Demoboards die *Jahre* vorher schon zeigen was irgendwann mal möglich sein wird - gibt es nicht.

(3)
Ein Unity-Spiel auf Linux schaut exakt so aus, wie jenes auf Windows. Ein Oil Rush unter OpenGL/Linux wirst du von Oil Rush unter Windows/DirectX nicht unterschieden können.
Der volle Linux-Support von Unity ist erst seit wenigen Monaten verfügbar. Dementsprechend sind die viele Titel noch im Betastadium.

(4)
Der Markt hat genau nichts mit den Behauptungen in deinem OP zu tun.

Ich verstehe nicht ganz, was die aktuelle Situation für eine Relevanz dafür haben soll, wenn man etwas ändern möchte. Sollte man da nicht erstmal abwarten, bis das ganze überhaupt veröffentlicht wird und dem ein wenig Zeit geben? Wenn sich dann 1-2 Jahre danach nichts getan hat und der Marktanteil immer noch zu gering ist, um kostendeckend dafür zu entwickeln, dann kann man sagen, dass es gescheitert ist.

Aber doch nicht zu einem Zeitpunkt, an dem sich Steam für Linux noch immer in der Beta befindet und die Linux basierte Hardware noch ein Jahr entfernt ist.

nur ein technisches argument weil ich grad wenig zeit hab:

man kann unter linux steam starten ohne das man eine gui im hintergrund hat = ressourcenschonend

gibt aber auch noch genug andere beispiele aus technischer sicht.....

Ich kann dem OP zwar nicht beipflichten,

weil es nicht Linux anzulasten ist, dass die Treiber nicht zur Verfügung stehen. Hier sind nVidia und AMD (u.a.) seit Jahrzehnten in der Bringschuld.

Die SDK-Situation ist ähnlich: Ich war immer schon ein OpenGL-Freund und DirectX war einer dieser typischen Marketing-Vernichtungsfeldzüge von Microsoft gegen Konkurrenten (OGL), wie sie in den 90ern oft passierten.

Aber die Möglichkeit ein Steam-Spiel ohne GUI zu starten kann ich beim besten Willen nicht als Argument akzeptieren. Was habe ich von "ressourcenschonened", wenn ich dann ein Ressourcenschwein wie ein Game starte.

Das ist ein "100% genuine"-Pseudoargument ohne irgendeinen Nutzen, oder planen Sie Ihre Linux-Game-Box so minimal auszustatten, dass dieser "Vorteil" schlagend wird?

nun, da gehen unsere meinungen auseinander. ich finde schon das es sich auszahlt ressourcen einzusparen, die ich dann für ein game verwenden kann. nanona

und ich kann es mir aussuchen wie meine gui startet. wenn ich spielen will dann direkt über lightdm einloggen und gut is. an sonden melde ich mich normal an.

für mich ist das schon ein nutzen...

Ok

Was glauben Sie läuft ganz "ressourcenschonend" bereits, wenn Sie zum Direktlogin kommen? Genau der Window-Manager, und der läuft in diesem Modus - genauso wie jede GUI ohne 3D-Unterstützung - auf dem 2D-Teil Ihres Grafikchips und hat somit i.A. kein Auswirkung auf die Grafikleistung.

Dessen ungeachtet beanspruchen auch in diesem Zustand alle nennenswerten Backgroundtasks bereits Ressourcen - immerhin ist der PC ja im regulären run level.

Ihr Argument der "Ressourcenschonung" hat ungefähr die selbe Bedeutung, wie wenn Sie 100.000.000,-- EURO benötigen und Ihr Kumpel bietet Ihnen an, mit 2 Euro einzuspringen.

der windows store wäre keine konkurenz, sondern eine verunmöglichung von steam.

würde es nur um konkurenz gehen, bräuchte valve keine angst haben.

weil?
Nur weil steam keine App ist, sollte es nicht rennen auf Win8? komisch, dass das bei mir ohne weiteres funkt...

Als die XBOX rauskam, sprach auch kein einziges technisches oder wirtschaftliches Argument für Spiele auf dieser Basis, zumal es auch nur ein PC mit Windows 2000 war.

Aber stimmt schon, würde nicht alles vermehrt in Richtung walled garden gehen, hätte Valve wenig Motivation.

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