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vergrößern 645x430Die neue Daytona R sehr schräg, also in ihrem Element.
vergrößern 645x430Die zivilere Version der 675er.
vergrößern 645x430Wie die Daytona 675 profitiert auch die R-Version von einem überarbeiteten Fahrwerk.
vergrößern 645x430Der neue Dreizylinder-Motor hält nun bei 128 PS Leistung.
vergrößern 645x430Die Sitzposition ist nun ein wenig kommoder.
Als vor sechs Jahren die erste Daytona zu den Händlern kam, war die Freude groß. Endlich ein Supersportler, der sich mit den anderen nicht zu messen braucht. Sie lässt sich mit nix anderem vergleichen, und so kann man in aller Ruhe damit am Ring fahren, ohne sich blöde Sprüche anhören zu müssen. Mit 675 Kubikzentimeter war sie keine 600er, keine 750er und erst recht keine 1000er. Mit dem Dreizylinder hatte sie weniger Drehmoment als die V2-Bikes, weniger Leistung als die Reihenvierer-Bolzen. Es brauchte also nur einen Halbsatz, um zu begründen, warum man mehr im Weg herumsteht als sonst was.
So habe ich mir das zumindest vorgestellt. Ich wusste zwar, dass man dieses Blatt auch ganz anders lesen kann: Mehr Drehmoment als die Reihenvierer, mehr Leistung als die V2-Motoren, leichter als die 1000er und stärker als die 600er. Also das perfekte Bike. Bis auf einen kleinen, aber nicht unwesentlichen Punkt: Während die Japaner schon viele Jahre an den Feinheiten des Supersportbaus arbeiten, können die Engländer nicht auf so viel Erfahrung zurückgreifen. Ja, gut, es gab schon Daytonas aus Hinckley, aber die sind von der 675 so weit weg wie meine Rundenzeiten vom Streckenrekord.
Trotzdem waren die ersten Runden mit der Daytona auf der Rennstrecke eine kleine Offenbarung. Sie war schmal, fast kippelig agil und verdammt langsam. Es waren entspannte Runden am Pannoniaring. Bis ein Blick auf die Rundenzeiten zeigte, ich war so schnell wie noch nie. Aha? Und so ging es einer ganzen Reihe von sportlichen Fahrern. Sie waren vom Fleck weg begeistert.
Die neue Daytona 675, die heuer zu den Händlern kommt, ist ein wenig schärfer gezeichnet als die Vorgängerin, aber sie lässt auf den ersten Blick nicht vermuten, was sich in Wirklichkeit alles getan hat. Vielversprechend ist allerdings gleich, dass der Auspuff keine Sitzheizung mehr ist und nun unter dem Motor gleich ins Freie geht. Dem agilen Handling wird das noch ein paar Punkte in der persönlichen Wertung der Fahrer bringen.
Beim Motorenkonzept blieb Triumph dem Dreizylinder treu, änderte aber Bohrung, Hub und Verdichtung. Dadurch dreht der Motor nun höher - bis auf 14.400 Umdrehungen pro Minute - obwohl das Leistungsmaximum nun schon bei 12.600 Umdrehungen anliegt. Durch den neuen Motor, mit Titanventilen, zwei Einspritzdüsen pro Zylinder und keramikbeschichteten Laufflächen steigt die maximale Leistung um etwas mehr als 3 PS auf 128 PS und das Drehmoment um zwei Newtonmeter auf 75 Newtonmeter.
Gut, mehr Schmalz gehört irgendwie dazu, wenn man einen neuen Supersportler baut - ganz egal ob man das jetzt spürt, oder nicht. Was aber auf den ersten Metern auffallen wird, das ist die geänderte Sitzposition. War bis letztes Jahr die Sitzerei extrem sportlich, wird die Haltung nun ein wenig kommoder. Schade, wie ich finde, denn entgegen vieler Raunzer, die wohl die angerotzten Taschentüchl direkt nach Hinckley schickten, hatte ich nie Probleme mit eingeschlafenen Händen und schmerzenden Handgelenken, obwohl ich mit fast 190 Zentimetern Körpergröße wohl zu groß für die Daytona bin. Selber schuld, wer am Lenker lümmelt, statt am Griff zu drehen.
Triumph hat aber auch beim Fahrwerk noch einmal nachgebessert. Die Daytona 675 stöckelt nun auf Kayaba-Dämpfern durch die Welt, die Daytona 675 R, die auch schon jetzt kommt, hat natürlich Öhlins-Wadeln. Zudem sind auf der R die Bremsen von Brembo. Die beißen besser und sind leichter.
Und sonst? Antihopping-Kupplung serienmäßig. Jetzt gibt es ein abschaltbares Racing-ABS für die Daytona. Auf der Normalen kann man es dazuordern, auf der R, die auch noch mit Kohlefaser protzt, gehört es schon ab Werk dazu und lässt sich auch abschalten. Zudem hat die R ein rotes Bürzel, also einen andersfärbigen Heckrahmen und einen Schaltautomaten.
Wer die Daytona am Ring halten wird, greift also gleich zur R, alle anderen können ruhig zur normalen Daytona greifen. Das R kostet nämlich. 2000 Euro, um genau zu sein. Die Daytona 675 kostet 13.490 Euro, mit dem Racing-ABS 13.890 Euro, die Daytona 675 R 15.490 R. (Guido Gluschitsch, derStandard.at, 7.1.2013)
Triumph Daytona 675 (R ABS)
Motor: 3 Zylinder-4-Takt-Motor, 4 Ventile
Hubraum: 675 ccm
Leistung: 94 kW (128 PS) bei 12.500 U/min
Drehmoment: 75 Nm bei 11.900 U/min
Kraftübertragung: Kette
Radaufh. vo: 41 mm USD-Gabel, Kayaba (43 mm USD, Öhlins)
Hinten: Monoshock-Feder, Kayaba (Twin Tube Monoshock, Öhlins)
Bremse vo.: Doppelscheiben, Ø 310 mm, 4-Kolben (ABS, Brembo)
Bremse hi.: Scheibenbremse, Ø 220 mm, 1-Kolben, Brembo (ABS)
Reifen vorne: 120/70 ZR17
Reifen hinten: 180/55 ZR17
Gewicht vollgetankt: 184 kg
Sitzhöhe: 820 (830) mm
Preis: 13.490 (15.490) Euro
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...die Japaner sind nicht billiger, auch nicht teurer. Was man aber in der Daytona an Qualität bekommt gibts nicht einfach so aus Japan (zb. serienmäßige Stahlflexleitungen, Winkelventile für die Reifen, programmierbare Schaltanzeige...)
Jedenfalls der feinste Serien-Dreizylinder den man für Geld kaufen kann, die direkte Konkurrenz ist ja spärlich gesät.
Für Dreizylinder-Fans ist aber die F3 auch einen Blick wert, technisch Spitze, wenn auch mir persönlich der Motor nicht ganz so zusagt wie bei der Daytona. Je nach Geschmack würde ich sagen.
am Drive by Wire System als am Motor selber. Nachdem ich ja schon fast zur kleinen Triple gegriffen hätte, weil quadratisch praktisch gut, aber mir die MV mehr zusagte, wanderten mal ein paar Flocken als Anzahlung für die 800er zum Freundlichen. Jetzt heißts warten :-(
Aber ich muss auch ehrlich sein, ich bin nur die kleine 675 gefahren und das bei 10°C und feuchter Straße.
dieses Konzept ist ganz schwer mit anderen Supersportlern in dem Bereich zu vergleichen, vielleicht ein wenig teurer im Grundmodell aber dafür 3Zyl. - andere haben 2Zyl. oder 4Zyl. - ich persönlich würd sagen für 13500 EUR in entsprechendes Angebot - billig viel in dem Bereich eh sowieso keiner kaufen :)
tolle Maschine, unbedingt mal Probe fahren
p.S. ich bleib zwar Single Fan aber die Daytona hmmm :)
habe ich selbst eine Street Triple 32.500km gefahren und finde das 3 Zylinderkonzept einfach wahnsinnig gut. Ruckelfrei bis knapp ober Leerlaufdrehzahl, schiebt in jedem Drehzahlbereich fein und geht oben auch noch gut.
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