Küberl für mehr Diskussionskultur in Kirche

6. Jänner 2013, 13:57

Küberl: "Unterschiedliche Positionen in einer klugen, erwachsenen Form bewältigen"

Wien - Caritas-Präsident Franz Küberl empfiehlt der Amtskirche, Diskussionen über grundlegende Reformen zuzulassen und "unterschiedliche Positionen in einer klugen, erwachsenen Form zu bewältigen. Pardon, das wird auch der Vatikan lernen müssen", sagte er im Gespräch mit der APA. Küberl bemängelte auch das derzeitige Fehlen einer katholischen Soziallehre.

Kein Grund zur "Endzeitstimmung"

"Die Caritas hat schon ein großes Interesse, dass die Rahmenbedingungen der Glaubenserfahrungsmöglichkeiten vernünftig stimmen", äußerte er sich zum Konflikt der Amtskirche mit der Pfarrer-Initiative und deren Sprecher, Küberls Vorgänger Helmut Schüller. Für eine "Endzeitstimmung" bestehe allerdings kein Grund, "wir sind in der Kirche zum gemeinsamen Nachdenken, zum Dialog und durchaus auch zur Debatte und Auseinandersetzung verpflichtet".

Bedauernswert findet es Küberl, dass im Zuge der aktuellen Debatte andere Themen nicht zur Sprache kämen: "Hätten wir eine funktionierende katholische Soziallehre, dann würde mit Recht betont werden, dass die Derivate bis Anfang der 80er Jahre in den USA unter Glücksspielverbot gelaufen sind und dass es Zeit wäre, das wieder dorthin zu bringen." (APA, 6.1.2013)

EINFACH ZUM SCHMUNZELN . . .

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. . . und zur Erinnerung:

Zu dem allem gibt es in

DIE PRESSE
RELIGION 31.10.2012|Online
"Missbrauchsvorwürfe: Pfarrerinitiative schafft Prozedere"
"CONSCIENCE-reality-CHECK":
http://diepresse.com/home/pano... ern.portal

und weiters in

DIE PRESSE
RELIGION 21.10.2012|Online
"Pfarrer-Initiative bemüht sich nun auch um Laien"
"THE-SHOW-MUST-GO-ON"
http://diepresse.com/home/pano... ern.portal

wirklich hervorragende, lesenswerte Kommentare, die Herrn
Helmut 'Schüller & seinesgleichen' sicherlich "zum Nachdenken"
anregen werden, besser noch, "zum Handeln" anregen sollten.
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Mit Moral sollte sich die Kirche eher zurückhalten. Wirklich gefragt wäre eine theologische Erneuerung und eine intellektuell redliche, klare und überzeugende Glaubensverkündigung, die sowohl Relativismus als auch Fundamentalismus vermeidet.

Die Kirchenkrise ist im Kern eine theologische Krise.

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