Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Kairo - Einen Tag vor Verhandlungen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über Hilfen gegen die Wirtschaftskrise hat Ägyptens Präsident Mohammed Mursi sein Kabinett umgebildet. Wie die amtliche Nachrichtenagentur MENA berichtete, wurden am Sonntag in Kairo zehn neue Minister vereidigt, unter ihnen Finanzminister al-Mursi al-Sayed Hegasi. Der in islamischen Finanzgeschäften spezialisierte Wissenschaftler soll den herrschenden Muslimbrüdern nahestehen. Ägypten hofft auf einen IWF-Hilfskredit in Höhe von umgerechnet 3,7 Milliarden Euro.
Knapp ein Drittel der Minister wurden damit ausgetauscht. Drei der neuen gehören der Muslimbruderschaft an, die auch Mursis politische Heimat ist. Die anderen sieben sind den Angaben nach unabhängige Technokraten.
Die Ministerien für Verkehr, für Elektrizität und für Entwicklung würden nun von Muslimbrüdern geleitet, hieß es aus Kreisen des Präsidenten. Das Innenministerium, das unter anderem für die Gefängnisse zuständig ist, ging an Polizeigeneral Mohammed Ibrahim. Er war zuvor einer der Stellvertreter des bisherigen Ressortchefs Ahmed Gamaleddin, der nun für die Gefängnisverwaltung zuständig ist.
Auch die Minister für Verkehr, Elektrizität, Regionalentwicklung, Zivilluftfahrt, Parlamentsangelegenheiten sowie Versorgung und Kommunikation wurden ausgetauscht. Die Kabinettsumbildung hatte Mursi am 26. Dezember angekündigt, um die Finanz- und Wirtschaftskrise besser bekämpfen zu können.
Am Montag wurde der IWF-Beauftragte für Nahost und Zentralasien, Mazud Ahmed, in Kairo erwartet. Dabei sollten laut IWF-Angaben die jüngsten wirtschaftlichen Entwicklungen sowie Ägyptens Wirtschafts- und Finanzpolitik und eine IWF-Unterstützung Themen sein.
Ministerpräsident Hisham Kandil hatte vor einer Woche angekündigt, dass die Regierung den IWF zur Freigabe eines eingefrorenen Kredits in Höhe von 4,8 Milliarden Dollar bewegen wolle. Das Darlehen war im August beantragt, Mitte Dezember aber wegen der angespannten politischen Lage in Ägypten auf Eis gelegt worden. Laut einer vorläufigen Einigung mit dem IWF vom November will Ägypten mit dem Kredit mit einer Laufzeit von 22 Monaten Löcher im Budget für 2013/2014 stopfen.
Die Führung Ägyptens steckt derzeit in einer schweren Krise. Zwar hatte eine deutliche Mehrheit von 64 Prozent der Abstimmungsteilnehmer die von den Islamisten entworfene neue Landesverfassung bei einem Referendum im vergangenen Monat gebilligt, die Opposition warf den Islamisten aber Abstimmungsbetrug vor.
Nachdem die Regierung aus Angst vor sozialen Protesten Steuererhöhungen auf Eis gelegt hatte, waren die Gespräche über das IWF-Darlehen abgebrochen worden.
Wegen der Gefahr eines dauerhaften politischen Konflikts hatte die Ratingagentur Standard & Poor's Ägyptens Kreditwürdigkeit auf die Stufe B- gesenkt.
Seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Hosni Mubarak im Februar 2011 befindet sich die ägyptische Wirtschaft im Sinkflug, weil Auslandsinvestitionen ausbleiben und der Tourismus, ein wichtiger Wirtschaftszweig des Landes, nachhaltig unter den Unruhen litt.
In Kairo wurde unterdessen ein langjähriger Minister Mubaraks vom Vorwurf der Korruption freigesprochen. Der frühere Kulturminister Faruk Hosni habe sich nicht der Bestechung und der illegalen Bereicherung schuldig gemacht, hieß es am Samstag aus Justizkreisen. In dem Prozess ging es um die Forderung an Hosni, etwa 18 Millionen ägyptische Pfund (rund 2,1 Millionen Euro) an den Staat zurückzuzahlen. (APA, 6.1.2013)
Hussein Anan fordert 80 Peitschenhiebe für einen Biertrinker
Angriff auf Ordnungspolizei auf dem Sinai - Grenze zum Gazastreifen geschlossen
Richter zog sich zurück - 84-jähriger Ex-Präsident wurde mit Helikopter transportiert
Präsident Mursi hat noch kein Grünes Licht gegeben - Drei Polizisten und vier Soldaten verschleppt
Neuer Bericht belastet Ägyptens Armee: Verwundete wurden mit unsterilisiertem Besteck verarztet
Dutzende Verletzte in Alexandria
Ausschreitungen nach christlichem Begräbnis - Präsident Mursi ordnete Untersuchung an
Konvoi von bewaffneten Einheiten aufgehalten - Beduinen als Vermittler eingesetzt
Anwalt, der gegen Programm des TV-Satirikers Bassem Youssef klagte, blieb erfolglos. Gegen den Komiker wird aber weiter ermittelt
Angst vor Schiitisierung Ägyptens
Soll Propheten Mohammed beleidigt haben
Bassem Youssef ist der Stachel im Fleische des ägyptischen Präsidenten und seiner Anhänger
Regierungsumbildung in Ägypten: Opposition enttäuscht
Präsident Morsi will Entlassung des Generalstaatsanwalts nicht zurücknehmen
Polizei setzt Tränengas ein
Verhaftungen und Verhöre prominenter Aktivisten - Herbe Verluste für Islamisten bei Wahlen an den Unis
Demonstranten gingen mit Gewalt gegen Journalisten vor
Als Ausweg aus der innenpolitischen Krise - Gericht vertagt Entscheidung über Parlamentswahl
Regierende Islamisten wollten 3.000 Richter entlassen - Mursi und Justizrat: Neue Reform soll für beide Seiten tragbar sein
Todesurteile für 21 Fußball-Fans bestätigt - 28 Freisprüche - Demonstranten in Port Said versuchen Suez-Kanal-Verkehr zu stören
Langsame Justiz - Opposition wirft Regierung die Entlassung von tausenden Richtern vor
Wahlgesetz wird überprüft - 470 Verletzte bei Zusammenstößen in Kairo und Port Said, Polizei verweigert Einsatz
Protest gegen Islamisten-Forderung nach "Reinigung der Justiz"
Salafist war am Sonntag vom ägyptischen Präsidenten entlassen worden
Sowohl die Muslimbrüder als auch die AKP unterwerfen sich dem Diktat des Wallstreetkapitalismus. Zwar predigen die Brüder eine zinsfreie islamische Wirtschaft mit sozialistischen Anleihen, aber in der realen Welt spielen sie im Haifischbecken der kapitalistischen Wirtschaft mit.
Daher bin ich sehr skeptisch. Ich glaube, dass sie zwar eine autochthone Bewegung sind, aber vom Westen durchaus subtile Unterstützung erfahren.
war irgend jemandem nicht klar das das nach und nach genau so passieren wird wie es nun passiert? mit der zeit werden die technokraten schön langsam aus seltsamen gründen zurücktreten und es werden weitere muslimbrüder deren platz übernehmen. schade, die chance das was draus wird war so gut, naja, chance gehabt, chance nicht genutzt..
Als ob es so etwas gäbe.
Das Islamic Banking ist trotz Islamic Banks etc. ein reines Phantomgebilde: Eine normale Bank mit verschleiertem Personal und reduziertem Angebot.
In der Praxis nur in den reichen Golfstaaten funktionierend- weil da letztlich His Higness the Ruler Garant und Kreditgeber in einer Person ist und geneigt auf Zinsen verzichtet. Aber auch nur für seine Untertanen.
fordern ihren tribut. jetzt wird eingelenkt zumindest nach außen hin. ohne ausländische hilfe sind die im arsch zuhause. das weiss mursi...u. wenn er sich jetzt noch auf den star-komiker der sehr beliebt ist im tv raufkniet wg. ein paar harmlosen äußerunger wird das volk noch weiter gespalten. ohne die 5milliarden hilfe wirds weiter den bach runtergehen...gut so...um den weiteren verfall ihrer währung zu verhindern finden zur zeit versteigerungen von 75 millionen dollar statt...aber mursi verspricht den aufschwung nichtsdestotrotz...rofl
unterhalb von B gibt es nichts mehr:
http://en.wikipedia.org/wiki/File... atings.svg
Schön, dass Sie nur zu Themen posten, bei denen Sie ein minimales Verständnis haben.
Sie Blindgänger. Wie sollte sonst Zypern z.B. CCC haben?
http://de.wikipedia.org/wiki/Rating
Sicher gibt es noch etwas unterhalb von B - theoretisch ein ganzes Spektrum von Cs (CCC+ als nächstes) sowie D, das wirklich das Ende der Fahnenstange markiert (davor SD, selective default). Zypern hat derzeit CCC+, sowie Grenada (kurz zuvor SD).
http://www.guardian.co.uk/news/data... s-standard (Stand 3.1. 2013)
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.