Linzer Straßenbahn: Mann beißt Kontrolleur in die Hand

5. Jänner 2013, 12:18

Kontrolleur verletzt - Passagier ohne Fahrschein flüchtete

Linz - Ein Schwarzfahrer hat Samstag gegen 5.30 Uhr in Linz einen Fahrkartenkontrolleur in die Hand gebissen und ist davon gerannt. Der 56-Jährige erwischte den Mann ohne Fahrschein in der Straßenbahn und stieg mit ihm an der Mozartkreuzung aus.

Dabei hielt er den Ertappten an der Jacke fest. Doch der vorerst Unbekannte biss den Kontrolleur in die rechte Hand, schlüpfte aus seiner Jacke und flüchtete. Eine Fahndung blieb vorerst negativ, berichtete die Polizei-Pressestelle. Der 56-Jährige wurde leicht verletzt. (APA, 5.1.2012)

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Dabei hielt er den Ertappten an der Jacke fest.....

haben kontrolleure mittlerweile anhalterecht?

kann mich noch erinnern früher war dem nicht so.

Fürs Weglaufen muss man ein wilder Hund sein.

Nicht lange jammern oder klagen, wenn sie einen an der Hand halten. Das ist Part of the Game. Gehört zum Abenteuer dazu. Ordentlich die Füße in die Hand nehmen, völlig unerwartet und blitzschnell. Danach fühlt man sich wie ein Held. Solche Erfahrungen sind unbezahlbar. Da gibt es beim Scheitern kein "Das ist aber unfair!". Beim Schwarzfahren gilt - wie überall auf der Welt - das Recht des Stärkeren. Weint nicht, wenn ihr es einmal nicht seid. Das Leben geht trotzdem weiter.

das ist eine Aufforderung zu kriminellem Handen durch so einen Biss kann Aids übertragen werden

Adresszeile: In Linz gibt es keine Schwarzkappler...

"Hund erschoß Jäger"

Am "Mann beißt Hund" schon verdammt nah dran!

Wenn ich nicht so ein verdammt guter Mensch wäre würde ich schwarzfahren!

Ich fahre jeden Tag mit Bus, UBahn und Schnellbahn und mit Ausnahme der Schnellbahnen gibt es sehr selten Kontrollen.

In Linz geht das nicht, da wird man jeden dritten Tag kontrolliert- eher öfter.

...also ich tät' in linz zwei tage schwarz fahren.

(und am dritten tag zahlert ich halt - brauch' aber dafür kein schlechtes gewissen zu haben)

es ist sicher billiger immer schwarz zu fahren

und dem kontrollor zu zahlen.

es gibt ja praktisch keine kontriollen....

Tja, wer grad keinen Kampfhund bei sich hat, muss selber beißen...

Schwarzfahren sollte man nur betrunken

Da scheinen die Kontrolleure oft keine Lust zu haben sich da jetzt was anzufangen und man wird einfach nicht kontrolliert.

Ist mir jedenfalls schon manchmal passiert, dass der Kontrolleur einfach kommentarlos vorbei ging (Fahrkarte hätte ich allerdings gehabt).

oder sie benoetigen das:

http://derstandard.at/133479683... -betrunken

schnell anwenden,wenns heisst "faaaaaahrscheinkontrolle"...

dann muss man/frau nicht fuer die bim "vorgluehen".....

für Linz - wo ja zumindest in der Bim relativ viel kontrolliert wird - trifft das wirklich zu.

Ganz klassisch ist auch das Thema schlafen (besonders bei Leute am Samstag und Sonntag am Vormittag) ... da machen die Kontrolleure auch lieber einen Bogen um die Leute.

aber was ist teurer? eine jahreskarte oder sich jedes mal öffi fahren anzusaufen?

http://derstandard.at/133479683... -betrunken

das geht auch ;)

schnell anwenden und immer an der hand oder nase......

was ist lustiger?

woran merkt der kontrolleur bei dir, dass du betrunken bist?

angepinkelt zu sein ist ein gutes zeichen z.B.

Erbrochenes auf der Kleidung sieht man noch besser.

komischerweise hab ich in linzer strassenbahnen öfters angepinkelte gesehen wie leute mit erbrochenen auf der kleidung...vielleicht ein linzer spezifikum

OGH Geschäftszahl 15Os71/07s

Das Anhalten eines „Schwarzfahrers" unbekannter Identität, der der Verwaltungsübertretung nach Art IX Abs 1 Z 2 EGVG verdächtig ist, durch Kontrollorgane eines Massenbeförderungsunternehmens zur Durchsetzung eines zivilrechtlichen Anspruchs gegen den Schwarzfahrer ist erlaubt und angemessen, auch wenn es die tatbestandliche Mindestdauer einer Freiheitsentziehung (§ 99 Abs 1 StGB) erreicht. Sie ist erlaubte Selbsthilfe gemäß §§ 19, 344 ABGB, gegen die keine Notwehr zulässig ist.

Wobei sich da dann die Frage stellt, wie die Identität des Schwarzfahrers in der Praxis festgestellt wird. So lange festhalten, bis der Schwarzfahrer seine Identität zugibt?

Hmm, interessant zu lesen!
Der OGH bemüht garnicht die privilegierte Stellung des Eisenbahnaufsichtsorgans, bestätigt gleichzeitig, daß sich aus dem EGVG kein verwaltungs- sondern ein zivilrechtlicher Tatbestand ergibt(!) und bestätigt das Recht des Geschädigten auf Festhaltung einer Person, selbst wenn im Normalfall der Tatbestand der Freiheitsberaubung gegeben wäre. Und das ganze für ein "Delikt", das sicher mit keiner mindestens 1-jährigen Freiheiheitsstrafe zu ahnden wäre...
Da sollte man sich doch direkt "die geeigneten Mittel" beschaffen, jemanden ordentlich "zum Verbleiben veranlassen" zu können...
Schußwaffe oder Kampfhund? Was schlägt der OGH vor?

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