"Niemand" greift derzeit nach Weltmacht, Kremlchef Putin noch am ehesten

4. Jänner 2013, 18:44
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Ranking von US-Magazin - Platz eins: "Niemand"

Moskau - Es gibt derzeit niemanden, "der bereit ist, die Verantwortung für die kompliziertesten und gefährlichsten Herausforderungen der modernen Welt zu schultern", klagt das US-Politikmagazin Foreign Policy und lässt die Spitzenposition seines traditionellen Rankings der mächtigsten Menschen der Welt heuer frei.

Auf Rang zwei findet sich dafür ein Machtmensch erster Güte, der in seinem Heimatland unangefochten alle Zügel in der Hand hält: Wladimir Putin. Der Kremlchef möge nicht mehr die einstige Popularität besitzen und Russland nicht mehr den Supermachtstatus der Sowjetunion, doch nach wie vor führe an Putin in Russland kein Weg vorbei, urteilt Foreign Policy. Niemand habe so viel Macht akkumuliert wie er - sowohl auf nationaler Ebene als auch innerhalb der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS).

Hinter Putin folgt US-Notenbankchef Ben Bernanke auf Rang drei, dann die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, und erst als Fünfter ist US-Präsident Barack Obama aufgelistet, dem das Journal eine zu große Fokussierung auf die Innenpolitik ankreidet.

Offiziell gibt es aus Moskau keine Reaktion. Der Politologe Alexej Arbatow nannte das Ranking ein "Neujahrsgeschenk" für Putin, sein Kollege Alexej Muchin erklärte die hohe Einstufung mit einer verzerrten Wahrnehmung Putins in den USA, der mal dämonisiert, mal gerühmt werde. " Die Amerikaner können den Faktor Putin nicht ignorieren, der Stärke in der Politik demonstriert." (ab/DER STANDARD Printausgabe, 5.1.2013)

  • Luft nach oben für den Zweitplatzierten.
    foto: ria novosti

    Luft nach oben für den Zweitplatzierten.

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