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Jerusalem - Zweieinhalb Wochen vor der Wahl in Israel hat der frühere Geheimdienstchef Yuval Diskin Ministerpräsident Benjamin Netanyahu in ungewöhnlich scharfer Form angegriffen. Netanyahu und Verteidigungsminister Ehud Barak hätten persönliche Interessen über die des Staates gestellt, sagte er in einem am Freitag veröffentlichten Interview der Zeitung "Yedioth Ahronoth".
"Ich und auch viele andere hochrangige Mitarbeiter des Sicherheitsapparates haben den Eindruck bekommen, dass Netanyahu und Barak persönliche, opportunistische und kurzfristige Interessen wichtiger als alles andere nehmen", sagte der 2011 als Chef des Inlandsgeheimdienstes abgetretene Diskin. Beispiele nannte er mit Hinweis auf die Geheimhaltungspflicht nicht.
Es habe große Zweifel gegeben, ob die beiden die Statur gehabt hätten, das Land bei dem von ihnen angedrohten Militärschlag gegen das iranische Atomprogramm zu führen. Ängstlichkeit und Entscheidungsschwäche Netanyahus hätten zudem den gemäßigten Palästinenserpräsidenten Mahmoud Abbas (Abu Mazen) geschwächt und die radikalislamische Hamas gestärkt. Wegen der Verzweiflung der Palästinenser drohe nun ein dritter Palästinenseraufstand.
Netanyahus Büro wies die Kritik zurück. Diskin sei nur frustriert, dass er nicht Chef des Auslandsgeheimdienstes Mossad geworden sei. (APA, 4.1.2013)
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die das Staatsganze und jenen, die nur persönliche oder aber Partikularinteressen im Sinn haben, gibt es in Israel bereits seit der Gründung 1948 durch David Ben Gurion! Erinnert sei in dem Zusammenhang nur an Ben Gurions Konflikt mit Begin und seiner Irgun oder aber mit Allon und der Palmach. Das scheint also sozusagen in der "Staatsdoktrin" Israels begründet zu liegen ...
In diesem Fall kmuß man aber Herrn Diskin ebenso vorwerfen nicht das Staatsganze wie sie schreiben zu berücksichtigen sondern seine persönlichen Interessen. Herr Diskin ist nicht so weit gekommen wie er erhofft hat - also dreht er sich plötzlich gegen Netanyahu..... Netanyahu ist für mich noch immer der Politiker Israels dem Israels Schicksal am wichtigsten ist neben G. Meir Shamir Begin und Sharon.
"Ängstlichkeit und Entscheidungsschwäche Netanyahus hätten zudem den gemäßigten Palästinenserpräsidenten Mahmoud Abbas (Abu Mazen) geschwächt und die radikalislamische Hamas gestärkt."
Das war auch so gewollt, denn die Hamas ist und bleibt die älteste Verräterorganisation der Welt. Sie dienen (natürlich indirekt) den israelischen Hardlinern.
Die Palästinenser im WJD sollten sich so früh wie möglich von der Hamas absetzen.
Das wäre ja ein Spass wenn sich jedes Land in die inneren Angelegenheiten aller anderen Länder einmischen würde...
Gerade die Europäer können es ja nicht lassen anderen Völkern ihre Freiheit zu lassen.
Den Japanern will man die Atomkraft verbieten, den Amerikanern die Waffen und den Israelis das Recht auf sichere Grenzen un Selbstverteidigung.
We possess several hundred atomic warheads and rockets and can launch them at targets in all directions, perhaps even at Rome. Most European capitals are targets for our air force.
We have the capability to take the world down with us. And I can assure you that that will happen before Israel goes under.
http://en.wikipedia.org/wiki/Samson_Option
Derzeit sehr gut zu beobachten in den USA bei der möglichen Nominierung von Hagel zum SecDef, gegen den verschiedenste isr. Lobbying-Gruppen massiv intervenieren.
naja, Israel mischt sich ja nie in innere Angelegenheiten anderer Staaten ein... nein, niemals, überhaupt nicht, kann nicht sein. Und das Recht auf Selbstverteidigung spricht keiner Israel ab - aber das Recht auf Expansion in die Palästinensergebiete, was nicht exakt dasselbe ist wie Selbstverteidgung... Und ein Militärschlag gegen ein anderes Land gehört übrigens auch nicht zur Selbstverteidigung, da Präventiveinsätze nicht gestattet sind. Zumal wenn die Rechtfertigung jene ist, dass man als Atomstaat einen anderen Staat davon abhalten muss ein Atomstaat zu werden. Aber Israel kümmert sich ja nur um sich selbst...
In einer Situation der "...unmittelbaren und überwältigenden Notwendigkeit...", wie´s so schön in Völkerrechtschinesisch heißt, ist ein Präventivkrieg gestattet.
Das ist zwar auf Iran derzeit nicht anwendbar, aber der 6-Tage-Krieg ist ein gutes Beispiel dafür.
..aber wer den 6Tage-Krieg als "ganz normalen Angriffskrieg" (was auch immer ein normaler bzw ein "unnormaler" sein soll) ist historisch gesehen schlichtweg falsch.
Stichworte erzwungener Abzug der UNO Truppen.
Informieren Sie sich bevor Sie posten - ich lehne es zwar strikt ab, wenn jede Israel-Kritik mit Antisemitismus gleichgesetzt wird, aber dermaßen die Augen vor der Realität verschließen, und den 6TageKrieg so zu beschreiben wie Sie das gerade getan haben, da kommts mir ehrlich gesagt noch während ich den Post hier schreibe wieder hoch, wenn ich so drüber nachdenk, was für ein Mensch Sie vermutlich sind.
Da wird behauptet, der 6-Tage-Krieg war ein Angriffkrieg, und dann ... Punkt. Aus. Keine Erklärung, keine Erläuterung, nix. Äußerst überzeugend.
Und jetzt zur Realität: die UN-Truppen wurden verjagt, Truppen und Panzer zusammengezogen. Das ist eine massive Drohgebärde, unabhängig davon, ob dann wirklich ein Angriff geplant ist oder nicht.
Wenn kein Angriff geplan war, dann war´s eine selten dämliche Idee. Weil es Isr. die Chance gab, völlig legitim mit kriegerischen Handlungen zu beginnen.
mindestens genauso toll wie Ihre posts, wenn nicht gehaltvoller. und er schaffte es in die faz
„Ich glaube nicht, dass Nasser einen Krieg wollte. Die zwei Divisionen, die er am 15. Mai in den Sinai schickte, hätten nicht ausgereicht, um eine Offensive gegen Israel auszulösen. Er wusste es, und wir wussten es.“ jitzchak rabin, stabschef der streitkräfte israels
wie gesagt, man kann alles schönreden
Zumindest bringe ich völkerrechtliche Grundlagen, warum ich meine Meinung vertrete. Was man von Dr. Lewan ja nun nicht gerade behaupten kann.
Wie schon gesagt: selten dämlich, wenn man mit einem Aufmarsch die völkerrechtliche Voraussetzung schafft, dem Feind einen legitimen Angriff zu ermöglichen. Besonders angesichts der Tatsache, daß man keine 20 Jahre zuvor in einem Angriffskrieg den Kürzeren zog und sich danach weigerte, Frieden zu schließen.
diese war nicht gegeben, wie Sie indirekt selbst zugeben( durch Ihre "selten dämlich-argumentation")
und auch rabin u.a. bestätigen
was bleibt?
"Es eröffnete die Kampfhandlungen mit der Zerstörung der gesamten ägyptischen Luftwaffe, während sie noch auf dem Boden stand. Es gab vorher keinen bewaffneten Angriff auf Israel, und keiner stand unmittelbar bevor."
also " Angriffskrieg im Sinne des Völkerrechts"
aber wie gesagt, man kann alles schönreden
Und wenn ein Staat, der seit 20 Jahren im Krieg mit dem Nachbarn liegt, dessen Präsident öffentlich schwadroniert, die Bevölkerung des Nachbarstaates ins Meer zu treiben, wenn ein solcher Staat dann Truppen im Grenzgebiet massiert, dann ist die Definition der Caroline-Kriterien durchaus angebracht.
Oder kurz gesagt: kein Truppenaufmarsch = kein Krieg mit dem Nachbarn.
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