Bayern verpflichten Kirchhoff

Heftig umworbener deutscher U21-Teamspieler kommt im Sommer ablösefrei von Mainz nach München - Sammer: "Ein Rohdiamant"

Doha - Fußball-Rekordmeister Bayern München stellt die Weichen für die Zukunft. Der souveräne Tabellenführer der Bundesliga hat Innenverteidiger Jan Kirchhoff vom Ligarivalen FSV Mainz 05 verpflichtet. Der 22-Jährige wechselt im Sommer ablösefrei an die Isar und erhält einen Vertrag bis 2016. Dies bestätigte Sport-Vorstand Matthias Sammer am Freitag im Trainingslager in Katar.

Ein Rohdiamant

"Das ist unser Wunschspieler. Er ist ein hochinteressanter Spieler, ein Rohdiamant, mit sehr, sehr guten Fähigkeiten", sagte Sammer und fügte an: "Noch viel wichtiger war sein Mut, dass er sich das zutraut. Wir freuen uns, dass er diese Herausforderung annimmt." Dies habe den FC Bayern "extrem überzeugt".

Auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge lobte Kirchhoff in der Bild-Zeitung als "jungen und hochtalentierten U21-Nationalspieler". Laut Sammer wolle der FC Bayern "auch in Zukunft darauf achten, dass wir auf junge deutsche Spieler setzen". Immerhin habe Deutschland zusammen mit Spanien weltweit die beste Nachwuchsförderung.

Auch Schalke und BVB interessiert

Kirchhoff ist der erste Zugang der Bayern für die kommende Saison. Der talentierte Abwehrspieler war heftig umworben. Auch Double-Gewinner Borussia Dortmund und Schalke 04 waren an einer Verpflichtung interessiert. Der gebürtige Frankfurter hat 17 U21-Länderspiele absolviert und steht bei Mainz seit 2008 unter Vertrag. Der Kontrakt läuft im Sommer aus.

Die Bayern haben derzeit in Dante, Holger Badstuber, Jerome Boateng und Daniel van Buyten vier Innenverteidiger im Kader. Der Transfer von Kirchhoff könnte darauf hindeuten, dass die Bayern den Vertrag mit dem 34 Jahre alten van Buyten zum Saisonende nicht mehr verlängern.

Doch dies wollte Sammer nicht bestätigen. "Wir haben die Saison 2013/14 noch nicht fertg geplant. Die Spieler haben die Möglichkeit, sich in der Rückrunde zu beweisen. Deshalb hat dies mit Daniel van Buyten nichts zu tun." (SID, 4.12.2013)

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