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Gewalt gegen Frauen soll in Indien endlich sichtbar und vor allem bestraft werden.
"Enough ist enough", stand auf vielen Plakaten bei den Protesten nach der Vergewaltigung einer 23-jährigen Inderin Mitte Dezember zu lesen. Genug ist genug. Und damit scheint es vielen Inderinnen und Indern jetzt ernst zu sein.
Vergewaltigungen und Gewalt gegen Frauen gehören zum Alltag in Indien, werden vielfach allerdings als Bagatelle abgetan. Die Brutalität mit der nun aber eine junge Medizinstudentin am dritten Adventsonntag im vergangenen Jahr zugerichtet wurde, hat nun das "Fass zum Überlaufen gebracht", sagt Gabriele Venzky, die 20 Jahre lang für die deutsche Wochenzeitung Zeit als Korrespondentin aus Indien berichtet hat, zu derStandard.at.
Nachdem der Vorfall bekannt wurde, demonstrierten tausende Inder in zahlreichen Städten gegen die meist lasche Vorgehensweise der Polizei bei Vergewaltigungen und fordern strengere Strafen für die Täter.
Getragen wird der aktuelle Protest von der aufstrebenden indischen Mittelschicht, die sich mehr und mehr bewusst wird, welche Chancen ihnen genommen werden, wenn sich das Land nicht in mehrfacher Hinsicht verändert. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas gegen die Demonstranten ein. Das Vergewaltigungsopfer starb 13 Tage, nachdem sie von sechs Männern in einem öffentlichen Bus in Dehli vergewaltigt und mit einer Eisenstange geschlagen wurde, in einem Spital in Singapur. Der Protest scheint auch davon beeinflusst, dass es sich beim Opfer um eine Angehörige einer höheren Kaste handelt.
Hinter den Protesten stecken neben kulturellen aber auch wirtschaftliche Gründe: Indien ist ein gespaltenes Land. Nur ein kleiner Teil kann am steigenden Wohlstand des Landes teilhaben. "Drei Viertel der Bevölkerung sind damit beschäftigt zu überleben. Diese Bevölkerungsschichten haben weder den Willen noch die Kraft sich mit Veränderungen zu beschäftigen. Der Anstoß dazu muss aus den Städten kommen", sagt Venzky. Sie selbst ist aber skeptisch, ob der Protest anhalten wird. Auch die Aufregung wegen weitverbreiteter Korruption ist vergangenes Jahr wieder abgeebbt.
Gewalt gegen Frauen wird in Indien vielfach nicht als Problem wahrgenommen. Auch einigen Politikern stehen Prozesse wegen Vergewaltigung bevor. Beunruhigt sind sie deswegen nicht. Gerade am Land werden solcherart vorbelastete Politiker immer wieder zur Wahl aufgestellt.
Mittlerweile sind die sechs mutmaßlichen Täter verhaftet. Bereits am Samstag hätte laut Medienberichten die nächste Anhörung stattfinden sollen, die Behörden dementieren den Termin jedoch. Fünf Männer werden wegen Entführung, Mord und Vergewaltigung angeklagt. Es droht ihnen die Todesstrafe. Der sechste mutmaßliche Täter gibt an, noch minderjährig zu sein. Sollte diese Aussage korrekt sein, wird er vor ein Jugendgericht gestellt.
Die Geschwindigkeit, mit der die Justiz in diesem Fall arbeitet, ist für Indien ungewöhnlich: Durchschnittlich warten Betroffenen 15 Jahre, bis ihr Fall vor Gericht verhandelt wird, berichtet Venzky.
Gewalt wird in Indien oftmals eingesetzt um Hierarchien zu demonstrieren und zu bestätigen. Venzky: "Das Kastensystem hat in Indien eine Revolution bisher verhindert."
Jetzt scheint sich die Mittelschicht gegen die Benachteiligung von Frauen zu wehren. Diese gut ausgebildeten jungen Inder erkennen, dass mit solchen Vorfällen auch das Bild von Indien in der Welt an Glanz verliert. Eine globale Weltmacht Indien wird ohne Teilhabe größerer Bevölkerungsschichten an Bildung und Jobs nicht entstehen können, befürchtet Venzky. (mka, derStandard.at, 5.1.2013)
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dass extrem viele Poster sich hier äußern ohne gelesen und verstanden zu haben was wie abgelaufen ist - zB die Frage nach den anderen Fahrgästen. Ist es wiklich so schwer etwas kreuz und quer zu lesen um seinen Informationsstand aufzubessern sebstl wenn man bis jetzt 3 Wochen irgendwo weg war?
Die sechs mutmaßlichen Vergewaltiger stahlen einen Bus mit getönten Scheiben. Da waren keine anderen Fahrgäste. Sie blieben an einer Haltestelle stehen und nahmen von der Vergewaltigten und ihrem Freund 20 Rupien für eine Fahrt. Danach begann die bestialische Straftat.
Wie die sechs Täter ausgeforscht wurden ist mir aber unbekannt.
nicht verstehe bzw. von den Medienberichten nicht herauslesen konnte, was ist mit dem Busfahrer und den anderen Fahrgästen - bekanntlich sind diese ja in Indien und Afrika ohnehin randvoll. Es wird immer gesprochen davon, dass diese 5 oder 6 Kriminellen über die Frau und ihren Freund hergefallen sind und eben dieses feige Verbrechen begingen. Aber was machten die anderen Fahrgäste und vor allem der Fahrer? Meiner Meinung müsste auch hier angesetzt werden, um zumindest in Zukunft so etwas zu verhindern.
tja, da sollten sie halt genauer lesen...
aber vermutlich hat sie dieses thema nicht so richtig interessiert, weil ich hab in ca 500 artikeln in verschiedensten medien den tathergang gelesen...
dann könnten sie sich auch ihre meinung ersparen, welche rein auf ihren vorstellungen passiert aber mit der realität nichts gemein haben....
ist etwas in Bewegung. Frauen beginnen die Gewalt gegen sie nicht mehr hinzunehmen, und viele Männer unterstützen sie dabei.
Tabus wurden überschritten, und nun überschreiten die Inder bisherige, sie selbst schädigende "Tabus". Eine Wahrnehmungsveränderung findet statt, und ein KJavaliersdelikt wird plötzlich als etwas gesehen, was es wirklich ist: ein grausames Verbrechen an einem menschlichen Wesen, einer menschlichen Seele.
Auch überall anders wird dieses Thema neu diskutiert und die meisten Menschen solidarisieren sich mit den Frauen und stehen auf ihrer Seite.
Es ist weltweit etwas in Bewegung zu Gunsten der Frauen, was dem "benachteiligten Geschlecht" mehr helfen kann, als vieles andere.
Traurig, dass dafür wer so sterben musste..
in vielen Bereichen benachteiligt sind.
In der Natur selbst, also vom natürlichen Aspekt aus gesehen, sind Frauen aber natürlich nicht benachteiligt, sonders mindestens genauso wichtig wie ein Mann, oder anders ausgedrückt, mindestens genauso wertvoll wie ein Mann zum Überleben.
Nur gemeinsam sind wir in unserer dualen Welt ganz.
Zudem gab es auch schon matriachische Gesellschaftssysteme und gibt es vereinzelt immer noch (zB in einem Dorf uín Mexiko) Bei den Affen hättens wohl die Bonobos kapiert, wie man die Männer kontrolliert;)
Scherz beiseite: ich wollte damit einfach ausdrücken, dass wir die Frauen gesellschaftlich benachteiligen, obwohl sie das von der Natur her eigentlich nicht sind, wie ich finde.
mfg
Ich weiß, normal ist das nicht okay und im Allgemeinen bin ich gegen die Todesstrafe. Aber wenn man sich die Details durchliest ... diese hinterhältigen Monster ... in dem Fall begrüsse ich das Todesstrafenurteil ... diese Monster haben es nicht verdient "Menschen" genannt zu werden ... den Darm haben sie ihr heraus gerissen ... unfassbar ...
Naja diese arme Frau wurde brutalst aus dem Leben geworfen - quasi bestraft. Wieso sollten die Täter nicht ebonso "Game Over" sein? Obwohl die indischen Gefängnisse sicher nicht so Pensionen wie bei uns sind ... Aber dennoch, diese unmenschliche Aktion gehört auf das härteste bestraft, da man(n) so etwas auf keinen Fall machen darf, das ist krank und voller Hass.
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