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Klagenfurt - Jahrzehnte regierte in Kärnten das Schweigen über das berüchtigte KZ am Loiblpass, errichtet als Außenstelle des KZ Mauthausen. Ab 1943 ließen die Nazis durch die Karawanken einen Tunnel zwischen Kärnten und Slowenien treiben. Vor allem Kärntens Gauleiter Friedrich Rainer drängte auf den Bau, der die Nachschubwege der Nazis in die besetzten Gebiete der Küstenregion sichern sollte. Etwa 1800 KZ-Häftlinge schufteten unter unvorstellbaren Bedingungen im Berg, neben der schweren Arbeit noch sadistischen Folterungen durch Nazi-Schergen ausgeliefert. Etliche kamen dabei ums Leben.
Während auf der slowenischen Seite auf dem Gelände des zuerst errichteten KZ-Loibl-Süd schon seit vielen Jahren eine Gedenkstätte besteht, erinnert in Kärnten nur eine unscheinbare Gedenktafel und ein KZ-Lageplan an die Häftlinge und Zwangsarbeiter, die dem Tunnel-Errichter, der Universale Hoch-und Tiefbau AG bereitgestellt wurden. Alljährlich treffen einander hier Überlebende vorwiegend aus Frankreich, spärlich flankiert von Bundespolitikern. Kärntens Politik hielt sich meist fern.
Das soll sich ändern: Der neue Kulturlandesrat Wolfgang Waldner (ÖVP) will jetzt auch auf dem Nordgelände eine würdige "offizielle" Gedenkstätte errichten lassen und stellt zunächst rund 54.600 Euro zur Verfügung. Weitere 10.000 Euro werden in die archäologische Aufarbeitung durch die Universität Wien investiert. So sollen jetzt der alte Bauschutt abgetragen und die Fundamente des ehemaligen KZ-Areals freigelegt werden. "Kärnten braucht eine neue Erinnerungskultur", so Waldner im Standard-Gespräch. Bis 8. Juni soll alles fertig sein - rechtzeitig zu einem internationalen Gedenken anlässlich des ersten Häftlingstransports von Mauthausen auf dem Loibl vor 70 Jahren.
Für den Klagenfurter Uni-Professor und Gründer des Vereins Memorial Kärnten/Koroska Peter Gstettner geht damit ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Er hofft, dass sich auch der Bund an den Kosten beteiligt. Seit 1995 kämpft er gegen das politisch verordnete Vergessen an, das er die "vergessene Schande Kärntens" nannte. Der berüchtigte Lagerarzt Sigbert Ramsauer, der geschwächte Häftlinge mittels Benzolspritze ins Herz tötete, wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, kam 1956 frei und lebte bis zu seinem Tod unbehelligt als Arzt in Klagenfurt. (Elisabeth Steiner, DER STANDARD, 4.1.2013)
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In Kärnten sind in den letzten Jahren eine Reihe von Denkmälern errichtet worden (z.B in Villach, http://www.net4you.com/haiderftp... kmal.html, oder im oberen Drautal http://derstandard.at/135025958... -Kaernten) und bis auf ein paar Rotzbuben hatsvon "den Kärntnern", wie sie meinen, keine Sturmläufe dagegen gegeben!
Gibt es eigentlich noch irgendein Bauwerk oder eine Häuserecke, an der es keine Gedenktafel gibt ?
Dachte, dass es langsam selbst für die hartgesottensten Berufsbetroffenen schwer sein wird, noch ein Platzerl zu finden, an welchem man unsere ewige Schuld noch nicht "aufgearbeitet hat" - von wegen !
Wie M. Walser in der Paulskirche sinngemäß sagte: Allzuviel ist ungesund. Genau, wie tausend Gedenktage, Gedenkorte, Mahnmale, Feierstunden samt all dem Geld, welches dafür 'verbrannt' wird, stumpft bereits die zweite Generation nach 45 ab. Man merkt einen deutlichen Widerwillen bei jungen Menschen, sich das pausenlos um die Ohren schlagen zu lassen und somit werden die Ohren auf Durchzug gestellt, wenn das Thema wiedergekäut wird.
Mein Mitleid für Sie als Steuerzahler hält sich in Grenzen. Für überflüssige Flugzeuge, Politikerghehälter, Parteienfinanzierung und ähnliches zahlen Sie viel mehr.
Was Ihren Opa angeht: arisiert wurde ab 1938, also lange bevor er nach Russland zog (oder gezogen wurde), um dem Führer zu dienen. Und vielleicht wars halt der Uropa.
http://de.m.wikipedia.org/wiki/Fahnenflucht
Waren sicher einige Ar**hlö*her bei den Wehrsoldaten, aber sicher nicht alle. Lesen Sie sich dass durch, da steht das im Krieg Fahnenflüchtigen mit lebenslangen Zuchthaus und der Todesstrafe gedroht wurde. Damals waren leider andere Zeiten als jetzt. Jetzt reden Sie groß, damals wären sie vielleicht auch ein Mitläufer gewesen.(Weil sie vielleicht in einem anderen Umfeld aufgewachsen wären) Schimpfen sie nicht über Österreicher, in Amerika dürfen sogar Nazi-Paraden abgehalten werden.
Gibt sogar eine Partei.
http://derstandard.at/133436895... Washington
Amis haben sich nach dem Krieg sogar deutsche Wissenschaftler mitgenommen.
hatte ausserdem den Lagerarzt am Loibl/Ljubelj , auch genannt das Engelsgesicht, S.Ramsauer...später praktischer Arzt in Klagenfurt mit der goldenen Verdienstmedaille ausgezeichnet.....entdeckt wurde er von einem französischen KZ Überlebenden, ansonsten wäre dessen Biografie in Kärnten/Koroska niemals öffentlich geworden......
Wenn man da hoch fährt... erst die Haidergedenkstätte, dann sogar ein "Deutscher Peter", dann der Tunnel... Maria! ...da fehlt doch bestimmt 'mal wieder 'ne Belehrung von uns aus Deutschland!
(Jetzt muss die Anzahl der roten Striche aber mindestens zweistellig werden!)
Der "Deutsche Peter" hat aber nichts mit Deutschtümmelei o. Ä. zu tun. Kaiser Karl IV. kam dort durch und wollte sich mit den Leuten unterhalten, doch niemand verstand ihn, weil alle Slowenisch sprachen - bis auf Peter Tschauggo, den damaligen Wirten des Gasthauses. Der Kaiser unterhielt sich mit Tschauggo und gab ihm als "Dank" den Beinamen "Deutscher Peter". Das hat sich bis heute gehalten.
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