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Karin Prokop ist dieser Tage schwer zu erreichen. Aber was sie antreibt, erfährt man auf der Website der Personalberaterin: 240-mal spielte die frühere Profi-Handballerin im österreichischen Nationalteam. "In dieser Zeit habe ich gelernt, dass mit Konsequenz und vor allem mit Teamgeist fast alles erreicht werden kann", schreibt sie. Jetzt hat sie ein neues politisches Team gefunden, nämlich jenes des Unternehmers Frank Stronach. Für ihn sollte sie in die Niederösterreich-Wahl ziehen - sagte aber ab, offiziell wegen massiven Drucks der ÖVP.
Diese war nicht nur die politische Heimat ihrer 2006 verstorbenen Mutter Liese, als Landeshauptmann-Stellvertreterin und Innenministerin eine enge Vertraute von Landeshauptmann Erwin Pröll. Auch Karin Prokop hätte in der Volkspartei reüssieren sollen. 2010 holte man sie in ihrer Heimat Maria Enzersdorf (Bezirk Mödling) zur Partei, sie zog in den Gemeinderat ein und galt als schwarze Hoffnungsträgerin. Davon, dass ihr der Bürgermeistersessel zugesagt worden sei, will man dort aber nichts wissen.
Prokop, heißt es, habe es nicht geschafft, die Fraktion hinter sich zu bringen - und schließlich resigniert; den Teamgeist, den sie sich selbst zuschreibt, sprechen ihr dort manche ab. Derzeit ist sie "wilde" Gemeinderätin.
Familiär vorgezeichnet war auch der Weg in den Sport, Vater Gunnar ist mit der österreichischen Handballszene untrennbar verbunden. Nach dem Leistungssport war Karin Prokop von 1996 bis 2002 in verschiedenen Positionen bei Magna in Kanada und Europa tätig. Seither ist die heute 46-Jährige selbstständiger Coach. Wichtigster Kunde: Magna.
Eine andere berufliche Episode fehlt in ihrem offiziellen Lebenslauf: Prokop war Geschäftsführerin der Skilifte in Annaberg im Bezirk Lilienfeld. Sie hatte große Pläne für einen Ganzjahresbetrieb, schied aber 2008 aus. Ihre Begründung: "Bremser" in der Gemeinde, die die Heimat ihrer Mutter war. Tatsächlich dürfte es sich auch finanziell gespießt haben.
Große Pläne hat Stronach trotz der Absage für die Landtagswahl nun mit Prokop. Sie soll die Partei in Niederösterreich managen und in die Nationalratswahl führen. Und irgendwie bleibt wieder alles in der Familie. Vater Gunnar hat im Team Stronach angeheuert - als Experte für Sport. Der ÖVP dürfte er aber noch näher stehen als die Tochter: Politische Interventionen der Schwarzen gegenüber der Familie streitet er energisch ab. (Andrea Heigl, DER STANDARD, 4.1.2013)
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Pröll und Konsorten wollten Karin Prokop im Landtag, oder gar als Landesrätin. Als Vorbereitung dafür wurde sie in Maria Enzersdorf als Gemeinderätin eingesetzt. Und ja, das Ziel war, dass sie dann Bürgermeisterin wird, und Richtung Landtag weiterzieht. Aber das "Problem" war, Prokop die ganze Zeit ein Fremkörper blieb. Keine Rede von Netwerken, keine Rede von Basisarbeit, kaum Anzeichen von konstruktiver Arbeit im Gemeinderat, völlige Unsichtbarkeit im Ort. Sie hat sich wohl vorgestellt, dass alles auf Zuruf Prölls funktioniert, aber ein bischen was hing eben auch an ihr. Basispolitik ist immer auch persönlicher Kontakt. Den gab es nie.
Jetzt hat sie einen neuen starken Mann, der sie promotet, und auf den Frank hören wirklich alle.
hat auch die familie prokop die absicht, sich in die reihe von dynastien wie die der kims, der habsburgs, der gudenus usw einzureihen... erblichen familienclans, die für sich den anspruch erheben, einer elite anzugehören, die über dem blöden volk stehen??
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