Das Omen aus der Schnittenpackung

3. Jänner 2013, 18:52
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Eine Schnitte legt sich quer. Aber warum?

2013 ist so eine Jahreszahl, die abergläubische Menschen und schwarze Katzen 365 Tage verfolgen wird. Jede Kleinigkeit kann zum Omen werden. Böse oder gut.

Hoffentlich Letzteres hat sich in einer Packung Schnitten - ja, die mit dem Stephansdom-Logo - versteckt. Aufgerissen am dritten Tag des heurigen Jahres, fiel in der Herde der Haselnussneapolitaner sofort die Ausreißerin auf: Eine einzelne Schnitte rebellierte gegen die Symmetrie der gewaffelten Oberfläche. Sie hat sich schlicht und einfach um 90 Grad verdreht eingereiht, sodass die sonst seitlich sichtbaren Schichten oben waren. Es sind übrigens vier Lagen Fülle zwischen fünf Lagen Waffeln - diese Zusammensetzung ist seit der Erfindung des süßen Mannas aus Wien im Jahr 1898 unverändert geblieben.

Omen für Veränderungen?

Vorsicht Politiker, die rebellische Schnitte könnte ein Omen für Veränderungen sein. Oder besser: ein Gleichnis für Integration. Möglicherweise hat der traditionsreiche Hersteller, der im jungen Jahr leider noch nicht erreichbar war, auch ein Gewinnspiel lanciert. Nach dem Motto: Finde die verquerte Schnitte und erhalte eine Jahresration gratis. Das wäre allerdings Pech (2013!), denn das Beweisstück ist längst verputzt. (simo, DER STANDARD, 5.1.2013)

  • Eine Ausreißerin in der Herde der Haselnussneapolitaner. Warum?
    foto: simo

    Eine Ausreißerin in der Herde der Haselnussneapolitaner. Warum?

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