Zahlen in 0,6 Sekunden: Paylife startet kontaktloses Bezahlen

3. Jänner 2013, 17:22
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Basiert auf NFC - Weder PIN-Code-Eingabe noch Unterschrift nötig

Der Kartenanbieter Paylife ist im Vorjahr kräftig gewachsen: Die Zahl der ausgegebenen Karten - von Kreditkarten über Wertkarten bis zu Geschenkkarten - stieg um 10 Prozent auf 1,33 Millionen Stück. Die Zahl der Transaktionen mit Paylife-Karten stieg um 7,9 Prozent auf 57,7 Mio., der Umsatz um 5,6 Prozent auf 3,37 Mrd. Euro, gab Paylife-Geschäftsführer Peter Neubauer heute, Mittwoch, in einer Pressekonferenz bekannt. Abgewickelt wurden 394 Millionen Transaktionen (+6,1 Prozent) mit Umsätzen von 19,95 Mrd. Euro (+6,7 Prozent). Großes Potenzial sieht Neubauer für kontaktloses Bezahlen, vor allem für Kleinbeträge.

Weder PIN-Code-Eingabe noch Unterschrift

Die breite Markteinführung des kontaktlosen Bezahlens, für das weder PIN-Code-Eingabe noch Unterschrift nötig sind, startet Ende/Jänner Anfang Februar. Das System nutzt NFC (Near Field Communication)-Technik zur Datenübertragung.

Ab Mitte des Jahres werden auch Bankomatkarten im Zuge des allgemeinen Kartentauschs dafür ausgerüstet. Bis Jahresende würden es rund 3 Millionen von insgesamt rund 8,5 Millionen Bankomatkarten sein. Die Obergrenze liegt für Bankomat/Maestro bei 25 Euro pro Transaktion. Zum Thema Sicherheit wies Neubauer auf Erfahrungen aus dem Ausland hin, wonach es auch angesichts der geringen Beträge kaum Probleme gebe. Details über die Bankomatkartenausstattung geben dann die Banken bekannt. Kontaktloses Bezahlen sei bereits eine Massenanwendung, so Neubauer.

"Quick"-kontaktlos

Gestartet ist Paylife im Herbst vergangenen Jahres mit "Quick"-kontaktlos. Dabei gab es bisher mit 9.000 "Quick-neu-Karten" rund 100.000 Transaktionen. Kleinbeträge bis 20 Euro werden in Österreich derzeit zu rund 95 Prozent in bar gezahlt, und nur zu rund 5 Prozent mit Karte. Durch das kontaktlose Bezahlen sieht Neubauer hier großes Potenzial, der Anteil der Kartenzahlungen bei diesen Kleinbeträgen könnte innerhalb von fünf Jahren auf rund ein Viertel steigen.

Bis Jahresende sollte es österreichweit rund 10.000 Akzeptanzstellen für kontaktloses Bezahlen für alle Karten geben. Derzeit habe Paylife rund 66.000 Bankomatkassen und 15.000 "Quick"-Akzeptanzstellen. In drei bis fünf Jahren sollten alle Terminals umgestellt sein. Für den Handel sei die "Quick"-Wertkarte die günstigste Variante für kontaktloses Bezahlen, betonte Neubauer.

App

Mit "PayUnity.Mobile" wird weiters eine App-Lösung angeboten, mit der über Smartphone und einen Kartenleser Transaktionen verarbeitet werden können.

Deutliche Zuwächse gab es 2012 beim Online-Shopping und bei Wertkarten. Die Paylife E-Commerce-Transaktionen stiegen um 16,4 Prozent auf 3,9 Millionen, die E-Commerce-Umsätze um 17,5 Prozent auf 271 Mio. Euro. Die Zahl der verkauften Prepaid-Karten stieg um 42 Prozent auf 370.000 Stück, die Zahl der aktiven Prepaid-Karten um 43 Prozent auf 531.000 Stück. Allein in der Weihnachtszeit seien mehr als 153.000 Paylife-Gutscheinkarten verkauft worden.

Für das Gesamtjahr erwartet Neubauer einen Zuwachs bei den Paylife-Karten um 10 Prozent auf 1,5 Millionen. Bei Umsatz und Transaktionen rechnet Paylife mit einem Plus von 5 bis 10 Prozent.(APA, 03.01. 2013)

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Paylife

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    foto: paylife
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