Der Effekt von Psychotherapie auf das Gehirn

3. Jänner 2013, 15:28

Laut einer Studie scheint sich die "Kognitive Verhaltenstherapie" primär auf kognitive und weniger auf emotionale Prozesse auszuwirken

Marburg - Nach Schätzungen von Experten leiden zwischen rund 3 und 5 Prozent jener Menschen, die von einer behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankung betroffen sind, an einer Panikstörung. Typische Symptome sind plötzlich einsetzende panische Angst, Herzrasen, Schwitzen und der Gedanke, sterben zu müssen oder in Ohnmacht zu fallen.

Eine Studie zum Einfluss von Psychotherapie auf Hirnprozesse bei Patienten mit Panikstörung, unter Leitung von Tilo Kircher und Benjamin Straube von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Philipps-Universität Marburg, wurde nun im Fachjournal "Biological Psychiatry" veröffentlicht. Den Angaben der Autoren zufolge handelt es sich dabei um die weltweit größte Studie zum Effekt von Psychotherapie auf das Gehirn, die bislang mit der Methode der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) durchgeführt wurde.

Größere Wirkung auf kognitive Prozesse

Bisher war ungeklärt, wie sich Psychotherapie auf das Gehirn von Patienten mit Panikstörung auswirkt. Die Ergebnisse der Studie ließen eine spezifische Rolle des linken inferior frontalen Kortex bei der Furchtkonditionierung bei Patienten mit Panikstörung erkennen, indem sie eine Hyperaktivierung dieser Region vor der Therapie im Vergleich zu Gesunden zeigten. Nach der Teilnahme an einer "Kognitiven Verhaltenstherapie" (KVT) reduzierte sich die Aktivierung auf ein Normal-Niveau.

Außerdem konnte beobachtet werden, dass bei Patienten mit Panikstörung der linke inferior frontale Gyrus eine erhöhte Verknüpfung (Konnektivität) zu Regionen der Furchtverarbeitung (Amygdala, anterior zinguläre Kortex, Insula) aufweist, was auf einen erhöhten Zusammenhang "kognitiver" und "emotionaler" Prozesse im Vergleich zu Gesunden hinweist.

Die Forscher ziehen allerdings den Schluss, dass die "Kognitive Verhaltenstherapie" nicht primär auf emotionale Prozesse, sondern eher auf kognitive Prozesse - verbunden mit dem linken inferior frontalen Gyrus - zu wirken scheint.

Diese Erkenntnis soll helfen, Therapieverfahren weiter zu optimieren, um Patienten mit Panikstörung und deren Folgen (wie etwa Agoraphobie) noch effizienter therapieren zu können. Weitere Analysen sollen zudem Aufschluss darüber geben, ob genetische Prädispositionen der Patienten die beschriebenen neuralen Prozesse sowie den Erfolg der Therapie beeinflussen. (red, derStandard.at, 3.1.2013)

Jekyl and Hyde

Erst mit der (künstlichen )psychiatrischen Begrifflichkeit der Persönlichkeitsstörung jedweden Colour,s (nebst ICD10Code) werden solche " Perspektiven " willkürlich und nach belieben möglich (gemacht ) Derlei " Erkenntnisse haben weder mit Wissen und schon gar nix mit Wissenschaft gemein.

Panikstörung - eine schöne Erfindung der Psychotherapieindustrie, um körperliche Streßsymptome für Dampfplauderer therapiefähig zu machen. Krank werden die Leute erst dadurch gemacht, daß sie sich tagtäglich mit ihrer angeblichen Angst beschäftigen und sich selbst sezieren, bis sie ohne Therapeuten nicht mal mehr allein auf´s WC gehen - tausendfach nachzulesen in diversen PT-Foren.
Jeder Depp versteht, daß sich Angst weder lernen noch verlernen läßt - es ist eine völlig normale Reaktion und hat mit dem Grundproblem von gestressten Menschen rein gar nichts zu tun, denen man dann noch einredet, sich ihren Stress schön zu reden oder via Konfrontation zu steigern.

Und die "Emotionale Verhaltenstherapie" wirkt sich dann eher auf die emotionalen Prozesse aus?

Warum nur Verhaltenstherapie?

Weil die dubiose österreichische Situation im psychosozialen Bereich weltweit gottseidank eine unrühmliche Ausnahme darstellt.

Ich kenne den umgekehrten Effekt

Keine Angst vor dem Sterben - dafür die Gewissheit ewig zu leben . Stimmt mit hoher Wahrscheinlichkeit noch weniger

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