Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Ist es vor allem eine Ehre, deutscher Bundeskanzler zu sein und die Politik des Landes entscheidend mitgestalten zu können? Oder ist es vor allem ein beinharter 24-Stunden-365-Tage-Job, der im Vergleich mit (oft weit weniger verantwortungsvollen) Posten in der Wirtschaft krass unterbezahlt ist?
Von Letzterem ist Peer Steinbrück, Kanzlerkandidat der Arbeitnehmerpartei SPD, überzeugt. Und er sagt es auch ganz ungeniert - offensichtlich ohne Rücksicht darauf, dass dies seine Chancen bei der Bundestagswahl in diesem Jahr schwer beeinträchtigen könnte.
Das treibt so manchen Genossen, die schon Steinbrücks stattliche Vortragshonorare für unanständig hielten, noch tiefere Zornesröte ins Gesicht. Und Amtsinhaberin Angela Merkel muss nur lapidar mitteilen lassen, sie sei mit ihrem Einkommen zufrieden. Das sind, alles in allem, 300.000 Euro brutto jährlich - knapp elfmal so viel wie das Durchschnittsgehalt eines deutschen Arbeitnehmers.
Man kann das mit gutem Grund für ausreichend halten, gerade in einer Zeit, da die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter aufgeht. Steinbrück hingegen ist der Meinung, dass soziale Gesinnung und ausgeprägtes Leistungsdenken keine Widersprüche sind. Dass er dafür von Parteifreunden unter Hinweis auf den Wahlkampf geprügelt wird, hat etwas Heuchlerisches. Wann, wenn nicht vor Wahlen, soll ein Politiker sagen, was er denkt? (Josef Kirchengast, DER STANDARD, 3.1.2012)
Fast 9000 russische Nichtregierungsorganisationen stehen vor der Schließung und weitere 5610 vor Strafzahlungen
Angesichts der gewaltigen Erwartungen, die dieser Papst allein mit seinem Bekenntnis zu einer Kirche der Armen geweckt hat, ist Skepsis angebracht
Franziskus verkörpert die Spannungen in der Kirche - und soll sie auflösen
Die EU und Ungarns direkte Nachbarn müssen dem Zurechtstutzen der Demokratie durch Premier Orbán etwas entgegensetzen
Die Herausforderungen der Kirche übersteigen die Kraft eines Einzelnen
Als Politiker, der nicht gern die zweite Geige spielt, reizte der Herr auf dem Hradschin seine Kompetenzen immer wieder bis zum Äußersten aus
Als Hauptursache für den Rechtsextremismus an Ungarns Hochschulen sehen Politologen den Frust über die herrschenden Eliten
Der ungarische Regierungschef lässt keinen Zweifel mehr daran, dass er die Gewaltentrennung aushebeln will
Die Sudetendeutschen-Frage hat die Stichwahl in Tschechien entschieden
Bei der Stichwahl zwischen Zeman und Schwarzenberg geht es um konträre Gesellschaftsbilder
Die Stichwahl in zwei Wochen bietet eine echte Alternative
Ideologisch hat sich Viktor Orbán seit dem Ende des Kommunismus vom Liberalen zum Nationalpopulisten gewandelt
eben dieser rund-um-die-uhr-job der im vergleich zur privatwirtschaft schlecht bezahlt ist. aber es weiß auch jeder, dass er nach seiner politikerkarriere nicht nur eine top-pension kriegt, sondern durch bücher, vorträge und dieverse beraterjobs sensationell verdienen kann. so what?
Tatsache ist, dass man Politiker gut bezahlen muss, wenn man will, dass fähige Leute in die Politik gegen statt in die Privatwirtschaft.
Tatsache ist auch, dass das Gehalt der deutschen Bundeskanzlerin ok ist.
Tatsache ist weiters, dass Steinbrück selbst mit einem viertel des Bundeskanzlerinnengehalts gnadenlos überbezahlt wäre.
Und jetzt möchte ich sehen, wie Steinbrück einer Aldi-Verkäuferin oder einem Hartz 4-Empfänger erklärt, warum ihm das Bundeskanzlerinnengehalt zu niedrig ist.
nun auch noch fürs Kanzleramt kandidierende, geld- und publikumsgeile Steinbrück, ist die zum Fremdschämen peinlich-schamlose und Platzen pralle, personifizierte Finanzblase der SPD-"Peer"group. "Arbeitnehmerpartei"? Wir befinden uns mittlerweile im Jahre 2013!
ein hochintelligenter Mensch, beim politstrategischen Einsetzen derselben hapert's halt noch ein bisschen. Das kann man tatsächlich "erfrischend", "authentisch" usf finden, wird ihm aber am Ende dann wohl doch realpolitisch das Genick brechen.
das problem ist nicht das kanzlergehalt. das ist im großen und ganzen in ordnung (weder viel zu hoch noch viel zu niedrig). das problem sind die unfaßbar und skandalös hohen gehälter in der wirtschaft, gegen die ein kanzlergehalt vergleichsweise fast schon wie ein mindestlohn wirkt.
Nein. Besser wäre es, wenn die Waren günstiger werden oder bei den KV-Verhandlungen für die Mitarbeiter mehr raus käme. Denn der Eigentümer sieht von dem Geld eh nix. Entweder kassiert es der Manager oder "die Kunden" oder die Angestellten und Arbeiter.
Beruhigend, nicht nur in Österreich sind Politiker zu dumm um ihre Chancen bei bald stattfindenden Wahlen zu maximieren. Ob es da Telefonate zwischen Steinbrück und unserem Werner nach dem Theater rund um den U-Ausschuss gegeben hat? So a la "tu mir den Gefallen und mach auch was Blödes, damit ich nicht ganz alleine dasteh".
... dass er die Wahrheit sagt (vor der Wahl) ist eh nicht das Problem. Sondern dass er eben so denkt und auch handelt!
Und ja, Leistungsdenken und soziale Gesinnung sind schon ( ..... ) vereinbar. Nur: So nicht.
In diesem Forum (und überhaupt im ganzen Land) wird (durchaus zurecht) andauernd darüber gemault, dass Politiker nur vorgefertigte NLP-Schwurbel-Antworten geben, die eigentlich nichts mit der echten Meinung zu tun haben.
Nun sagt ein Politiker einmal was er sich wirklich denkt und wird dafür von den Medien und den Foren-Muppets dreimal durch Europa gewatscht?
Und ganz ehrlich: ihr wundert euch noch, wenn Politiker nur mehr NLP-Geschwurbel von sich geben? :-)
Steinbrück sagt fast immer, was er sich denkt. Die Sache ist die: Den Typen lastet sein Abgeordnetenjob anscheinend derart aus, dass er für über 100 bezahlte Vorträge im Jahr Zeit hatte. Es geht nicht darum, dass er als Kanzler zu wenig verdienen würde, es geht darum, dass er auf sich dem Gebiet auf sehr dünnem Eis befindet und nicht das Recht hat, zuwenig Gehalt zu bemängeln. Ich erinnere mich mit Vergnügen an einen schönen Satz von ihm:
"Ich hab mal ausgerechnet, was ich als Finanzminister pro Stunde verdiene. Es sind grade mal 38 Euro 50 netto." mit Betroffenheitsmiene vorgetragen. Das ist das Problem, nicht seine durchaus ernst gemeinte Aussage.
Das bedeutet vor allem: Die FDP darf nicht ins Parlament einziehen. Die Union wird früher oder später eine Zweitstimmenkampagne für die Liberalen starten müssen, da sie sonst auf eine starke Linke hoffen müsste. Danach sieht es z.Zt. nicht aus. Interessanterweise spielt das bisherige FDP-Klientel das Zünglein an der Waage, insofern liegt Steinbrück vielleicht garnicht so daneben....
Richtig. Wobei es nach gegenwärtiger Umfragelage nur dann eine Chance auf eine rot-grüne Mehrheit gibt, wenn die FDP rausfliegt und die Piraten nicht reinkommen. Außerdem müsste die Linke schwach abschneiden.
Derzeit sagen zwar die meisten Umfragen in der Tat für FDP und Piraten ein Ergebnis unter 5% voraus, allerdings hätten SPD und Grüne weniger als Union und Linke. Dann käme es wohl wieder zu einer großen Koalition (mit Merkel, ohne Steinbrück).
Steinbrück müsste also der Linken Stimmen abjagen. Wird mit dieser Rhetorik kaum gelingen.
Acht Stunden Arbeit wird als recht empfunden,
trotzdem ha'm wir nur EINEN Präsident.
Wir brauchen dreie - jeden für acht Stunden -
wählt drei verschied'ne aus dem Parlament!
Von rechts, von links, und einen aus der Mitte,
der zweite korrigiert den ersten dann,
und was der zweite macht, verpfuscht der dritte -
das ist so einfach, und man denkt nicht dran.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.