Free Software Foundation kämpft weiter gegen "Restricted Boot"

2. Jänner 2013, 16:04
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Spendenaufruf soll 350.000 Dollar bis Ende Januar einbringen

Die Free Software Foundation will 2013 den Kampf gegen "Restricted Boot" intensivieren. Sie sieht in der Funktion des neuen UEFI-System, das langfristig das in die Jahre gekommene BIOS ablöst, eine Bedrohung für die Wahlfreiheit der Nutzer.

Bis Ende des Monats sollen insgesamt 350.000 Dollar an Spendengeldern eingenommen werden. Damit finanziert werden soll eine Kampagne zur Aufklärung über UEFI, Restricted Boot und dessen Implementation.

Gegen Ausweitung auf Tablets und Smartphones

Konkret geht es, so heise, nicht nur um die Komplikationen, derer sich etwa viele Linuxuser bei der Installation ihres Systems auf Rechnern mit UEFI gegenübersehen (hier scheint es etwa Probleme mit Microsofts Signierdienst zu geben), sondern besonders darum, dass Microsoft Restricted Boot auch auf ARM-basierten Geräten, insbesondere Smartphones und Tablets, durchsetzen wolle.

Die FSF betont, dass Nutzer nicht daran gehindert werden dürften, beliebige Software auch auf diesen Geräten installieren zu können. Grundsätzlich sei man nicht gegen Secure Boot, sondern gegen die damit erzielten Einschränkungen. Eine Unterschriftenkampagne schaffte es bisher auf 40.000 Unterstützer.

Weiters verspricht die Stiftung, mehr mit Herstellern und Distributoren zu arbeiten und nötigenfalls auch Druck auszuüben, damit Usern die Möglichkeit erhalten bleibt, Betriebssysteme nach Belieben aufzuspielen und auch vom Start weg Windows-Alternativen zu wählen. Die Kooperation mit Lemote, ThinkPenguin und anderen Händlern wird fortgesetzt. Es werden dort auch künftig Computer mit vorinstallierten, vollständig freien Linux-Systemen erhältlich sein. (red, derStandard.at, 02.01.2012)

  • Die FSF sieht das UEFI-basierte Restricted Boot als Einschränkung der User-Freiheit.
    foto: trohaa @ sxc.hu

    Die FSF sieht das UEFI-basierte Restricted Boot als Einschränkung der User-Freiheit.

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