Muslimbrüder in Emiraten wegen Umsturzplänen verhaftet

Organisation im Land verboten

Dubai - Mehr als zehn Mitglieder der ägyptischen Muslimbruderschaft sind in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) wegen angeblicher Umsturzpläne verhaftet worden. Das berichtete die Zeitung "Al-Khaleej" am Dienstag. Ihren Informationen zufolge wird den Ägyptern vorgeworfen, sie hätten versucht, Landsleute, die in den VAE leben, für ihre Organisation zu gewinnen. Außerdem sollen sie in Kooperation mit einheimischen Islamisten Pläne für einen Umsturz in den Emiraten geschmiedet haben.

In den VAE waren im Juli vergangenen Jahres 60 Einheimische verhaftet worden. Ihnen wurde vorgeworfen, sie wollten in der Öl-Monarchie ein System errichten, das auf der Ideologie der in Ägypten regierenden Muslimbrüder fußt. Die Muslimbruderschaft ist in den Emiraten verboten, ebenso wie andere politische Parteien und Bewegungen. Die Herrscher von Saudi-Arabien, Kuwait und den VAE betrachten die Muslimbruderschaft, die durch den "Arabische Frühling" Auftrieb bekommen hat, als Bedrohung für das Fortbestehen ihrer Dynastien. (APA, 1.1.2013)

 

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