Großbritannien übernimmt G-8-Präsidentschaft

Schwerpunkte: Freier Handel, Abschaffung von Steueroasen, Syrien-Krise - Gipfeltreffen im Juni in Nordirland

London - Mit Beginn des neuen Jahres hat Großbritannien die Präsidentschaft der G-8-Gruppe übernommen. Für die Zeit an der Spitze der Runde der acht führenden Industrieländer will sich Großbritannien vor allem für freien Handel, die Abschaffung von Steueroasen und mehr Transparenz der Regierungen einsetzen, wie Premierminister David Cameron angekündigt hat. Auch die Krise in Syrien soll Top-Thema sein. Für Juni ist ein G-8-Gipfel in Nordirland angesetzt.

Mitglieder der G-8-Gruppe sind neben Deutschland und Großbritannien Frankreich, Italien, die USA, Japan, Kanada und Russland. Die Länder repräsentieren etwa 15 Prozent der Weltbevölkerung und zwei Drittel der internationalen Wirtschaftsleistung. Kritiker bemängeln, dass zur G-8-Runde nur eine elitäre Gruppe von Staaten gehört. Boom-Länder mit großer Bevölkerung wie China und Indien sind nicht vertreten. Die Präsidentschaft der G-8 rotiert alle 12 Monate. (APA, 1.1.2012)

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