Sharp will Kapital um fast 900 Mio. Euro erhöhen

1. Jänner 2013, 11:11

Frisches Kapital soll Geschäft mit LCD-Bildschirmen stärken

Der schwer angeschlagene japanische Elektronikkonzern Sharp plant einem Zeitungsbericht zufolge eine Kapitalerhöhung über mehr als 100 Milliarden Yen (873 Mio. Euro). Die Pläne wolle Sharp im Februar bekanntgeben, berichtete die japanische Zeitung "Yomiuri" am Dienstag. Das Geld wolle Sharp zur Verbesserung seiner Kapitalbasis sowie zur Stärkung seines Geschäfts mit LCD-Bildschirmen nutzen. Ein wichtiger Abnehmer für die LCD-Bildschirme ist Apple, der diese in seinen iPads und iPhones verbaut.

Hohe Verluste und ein riesiger Schuldenberg

Dem japanischen Konzern setzen der starke Yen sowie die Konkurrenz durch südkoreanische Firmen wie Samsung Electronics zu. Die Folge sind hohe Verluste und ein riesiger Schuldenberg. Sharp wird von seinen Banken am Leben gehalten, die dem Konzern Ende September Kredite über umgerechnet 3,6 Mrd. Euro gewährt hatten. Die Geldhäuser pochen dem Bericht zufolge nun auf eine Verbesserung der Kapitalausstattung. Sharp war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Vor kurzem hat sich Sharp auf eine Allianz mit Qualcomm geeinigt, wobei der amerikanische Chiphersteller bis zu 120 Mio. Dollar (90 Mio. Euro) investieren wird.(APA/Reuters, 01.01.2013)

Link

Sharp

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.