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Garmisch-Partenkirchen - Gregor Schlierenzauer hat am Silvestertag die Qualifikation für den zweiten Bewerb der Vierschanzen-Tournee in Garmisch-Partenkirchen beherrscht. Der dreifache Sieger flog auf die Bestweite von 138 Metern und ließ den zweitplatzierten Oberstdorf-Gewinner Anders Jacobsen (135,0) um 2,4 Punkte hinter sich. Bester der nicht fix qualifizierten Springer war der Slowene Jaka Hvala (134,5) als Dritter. Alle sieben Österreicher sind im Bewerb am Neujahrstag (14.00/live ORF eins) dabei.
Die neue Olympia-Schanze in Garmisch-Partenkirchen liegt Schlierenzauer. Dort hat der Gewinner des Vorjahres drei seiner sieben Tournee-Tagessiege gefeiert und dort hievte er sich am Silvestertag in die Favoritenrolle für den Start ins Jahr 2013.
"Die Form ist sehr, sehr gut, ich habe viel Selbstvertrauen", erklärte der Tournee-Titelverteidiger. Gleiches gelte freilich für Jacobsen. "Deshalb bekommen wir morgen aber nichts gutgeschrieben. Ich werde versuchen, an die Leistung von heute anzuknüpfen", sagte Schlierenzauer. "Morgen ist ein neuer Tag", meinte Jacobsen nach seiner "starken Qualifikation".
Der Deutsche Severin Frend (26./126 m) muss sich im Bewerb hingegen steigern, will er nach dem dritten Auftakt-Rang weiter um den Gesamtsieg mitmischen. Wolfgang Loitzl schien als zweitbester Österreicher erst an der 13. Stelle auf. "Ich glaube, dass es auch besser geht", beteuerte der Steirer, der in Oberstdorf 14. war.
Martin Koch verzeichnete eine Steigerung gegenüber Oberstdorf und war unmittelbar vor Thomas Morgenstern 14. Andreas Kofler wirkte gezeichnet von der Disqualifikation am Vortag und landete schon bei 124 Metern (49.). Er ist nur dank seiner Top-Ten-Position im Weltcup am Dienstag dabei und muss im ersten K.o.-Durchgang gegen Jacobsen antreten. Michael Hayböck (27.) und Manuel Fettner (28.), der Siebente von Oberstdorf, schafften die Qualifikation aus eigener Kraft. (APA, 31.12.2012)
Ergebnisse der Qualifikation für den zweiten Bewerb der Vierschanzen-Tournee am Silvestertag in Garmisch-Partenkirchen:
1. Gregor Schlierenzauer (AUT) 133,6 (138,0) - 2. Anders Jacobsen (NOR) 131,2 (135,0) - 3. Jaka Hvala (SLO) 129,9 (134,5) - 4. Anders Bardal (NOR) 124,7 (133,5) - 5. Kamil Stoch (AUT) 124,1 (130,5) - 6. Dmitrij Wassilijew (RUS) 124,0 (130,5). Weiter: 13. Wolfgang Loitzl (AUT) 117,1 (125,0) - 14. Martin Koch (AUT) 116,3 (128,5) - 15. Thomas Morgenstern (AUT) 116,2 (125,5) - 26. Severin Freund (GER) 113,0 (126,0) - 27. Michael Hayböck (AUT) 112,9 (126,5) - 28. Manuel Fettner (AUT) 112,5 (125,5) - 49. Andreas Kofler (AUT) 102,3 (124,0)
Die wichtigsten Paarungen für den ersten K.o.-Durchgang: Hayböck - Maciej Kot (POL), Fettner - Danny Queck (GER), Morgenstern - Taku Takeuchi (JPN), Koch - Piotr Zyla (POL), Loitzl - Maximilian Mechler (GER), Kofler - Jacobsen, Schlierenzauer - Felix Schoft (GER)
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Schlierenzauer hat dafür die Nerven nicht. Er ist zum sechsten Mal als Favorit bei der Tournee und hat sie erst einmal gewonnen. Dank des Abbruches in Bihofen.
Jacobsen hat schon mal gezeigt, daß er dem Schlierenzauer nervlichum Eckhäuser überlegen ist, und das wird den Ausschlag geben. Fürchten muß der Jacobsen allerdings Freund. Da muß er heute gscheit davonziehen, denn Freund wird in Innsbruck und Bischofshofen kaum zu schlagen sein.
Insgesamt haben die Deutschen als Mannschaft ihre Nr.1 Position vor den Norwegern knapp behauptet, die Polen werden immer stärker. Österreich und die Schweiz sind nur mehr 1-Mann-Teams.
...und nebenbei noch ein Gepäcksstück ist.
Darüber hinaus gibt es das Wort "widerleglich" nicht und einem 43-fachen Weltcupsieger mangelnde Nervenstärke zu unterstellen ist an Dummheit wohl kaum zu übertreffen. Außerdem hat Jacobsen damals die Tournee nur gewonnen, weil Schlierenzauer in einem hart an der Klippe zur Irregularität stehenden ersten Durchgang in Innsbruck Windpech hatte; in einer Tournee übrigens in der beim zweiten Springen nur ein Durchgang gewertet wurde.
Sie sind ja ohnehin nicht schlecht im Rennen. Freund hat alle Chancen, unter die Top 3 zu kommen. Dafür dass manche in DE die österreichischen Trainer in der Vorsaison noch zum Teufel jagen wollten, haben sie heuer sogar eine extrem starke Mannschaft. Allerdings sind die Norweger und Polen stark im Kommen.
Die Medien hatten die ganze Vorberichterstattung auf dieses Duell zugespitzt. Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.
Generell ist eine starke Konkurrenz wünschenswert. Nichts schadet einer Sportart mehr als Rodel-Verhältnisse. Dann lässt das Interesse der Sportöffentlichkeit rapide nach.
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