Strenges Knall-Verbot am Wiener Silvesterpfad

31. Dezember 2012, 23:00
  • Heuer besonders beliebt: das Plüschschwein
    foto: apa/georg hochmuth

    Heuer besonders beliebt: das Plüschschwein

  • Der Übersichtsplan mit ausgewählten Programmpunkten und U-Bahnnetz rund um den Silvesterpfad.
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    grafik: apa

    Der Übersichtsplan mit ausgewählten Programmpunkten und U-Bahnnetz rund um den Silvesterpfad.

Hunderttausende Besucher erwartet viel Musik und 60 Gastronomieangebote

Wien - Kaum zu glauben, aber wahr: Der Silvesterpfad gehörte am Montagabend zu den ruhigsten Orten Wiens. Denn anders als im Rest der Stadt wurde das Knall-Verbot dort streng überwacht: Wer Böller oder Raketen zündete, musste mit Konsequenzen rechnen. Das galt naturgemäß nicht für die offiziellen Lichtspektakel: Das Jahr 2013 wird gleich mit zwei Feuerwerken begrüßt, nämlich am Heldenplatz und im Prater. Nicht geahndet wurde das Tragen lustiger Kopfbedeckungen, die sich heuer relativ großer Beliebtheit erfreuten.

590.000 Menschen strömten am Montag in dieWiener Innenstadt, um am Silvesterpfad  feiern,  teilte der Veranstaltermit. Die City-Partymeile wurde bereits um 14.00 Uhr geöffnet - geschlossen wird der Pfad dann um 2.00 Uhr früh.

Plüschschweine

Vor allem Hüte in Form großer Plüschschweine waren relativ häufig zu sehen. Zu kaufen gab es sie unter anderem am großen Silvestermarkt am Rathausplatz, der auch über ein gewaltiges Angebot an Glücksbringern verfügte. Auch in diesem Segment zeigte sich ein Trend: Kleine blinkende Anstecker in Form von Kleeblättern, Herzen oder ähnlichen Glückssymbolen ließen die Kassen der jeweiligen Standler klingen.

Musikalisch wurde der Rathausplatz von Radio Wien bespielt, und zwar unter anderem mit der sendereigenen Band. Vor dem Bürgermeister-Amtssitz wird übrigens auch am morgigen Neujahrstag Programm geboten. Unter anderem wird dort ab 11.00 Uhr das Neujahrskonzert live übertragen.

Vom Rathausplatz führte der Pfad in die Löwelstraße - nicht zuletzt bekannt durch die dort residierende SPÖ. Wobei dort heute kein Wahltag, sondern die Bühne des Radiosenders Superfly für Stimmung sorgte. Besonders festlich dann auch der Weg zur Freyung: Die Teinfaltstraße war für den Verkehr gesperrt und mit bunten Fähnchen geschmückt worden. Auch die dort befindlichen Lokale waren gut besucht.

Wildschwein "Franz Ferdinand"

Auf der Freyung selbst wurde zunächst an die Kinder gedacht, die sich etwa über einen Besuch des lila Wildschweins "Franz Ferdinand" freuen durften. Anschließend waren dort klimatisch unpassende, jedoch äußerst fröhliche Klänge zu hören: "Cuba Libre" und andere Formationen luden zu einer Reise nach Lateinamerika. Die Hauptacts waren dann ein paar Meter weiter auf der Bühne Am Hof zu bewundern: Coshiva, Julian le Play, die Ex-SheSays-Frontfrau Gudrun Liemberger alias "GuGabriel" oder auch DelaDap. Die Ö3-Silvesterparty stand dort ebenfalls auf dem Programm.

Der Graben kam ohne große Bühne aus. Dort sorgten die Besucher selbst für Unterhaltung - sie dürfen immerhin im "größten Ballsaal Wiens" das Tanzbein schwingen. Die imposanten Luster der Weihnachtsbeleuchtung passen dazu bestens. Am Stephansplatz gab es am frühen Abend noch Walzertanzkurse für Spätentschlossene. Das musikalische Line-Up danach reichte von Musical-Melodien über Kaiserjäger-Blasmusik bis zum ultimativen Klassiker - dem Donauwalzer.

Quasi der Kontrast dazu wurde auf der Kärntner Straße geboten: Die beiden DJ-Areas sorgten mit Dance-Music für ausgelassene Stimmung und großen Andrang. Das beschreiten des direkten Weges von der Oper bis zum Stephansplatz war bald nur mehr sehr schwer möglich. Aber auch bei einem Umweg musste der Pfad nicht verlassen werden: Denn auch der Neue Markt war einbezogen. Dort war unter anderem die Radio-Arabella-Karaoke-Show zu bestaunen.

Auf der Leinwand am Herbert von Karajan-Platz wurden nicht nur Opern- und Ballettszenen gezeigt: Auch eine Live-Übertragung der "Fledermaus" aus der Staatsoper gehörte zum Repertoire. Wer selber dirigieren wollte, also zumindest virtuell, konnte dies im Haus der Musik unweit des Silvesterpfad-Hauptgeschehens tun.

Auch der Riesenradplatz im Prater war wieder Teil der großen Party. Dort stand um Mitternacht sogar ein musiksynchrones Feuerwerk auf dem Programm. Das innerstädtische Feuerwerk wird am Heldenplatz gezündet - inklusive einer Fahrrad-Stunteinlage zum Auftakt des Neujahrs-Countdowns. (APA, 31.12.2012)

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14 Postings
hat jemand den Fahrradstunt gesehen?

wi war das?

An die faden Zipfe die sich hier wegen der Knallerei beschweren: Scheissts euch net an, das is einmal im Jahr!

Ja eh.

War ein nettes Hallo, als ich nach Hause kam, und der Müllcontainer im Hof wie nach einem Michael-Bay-Film aussah!

Die Glasscherben und hunderte Kracherreste in Einfahrt und Hof waren auch lustig.

....mir bleibt nur vollkommen der unterhaltungswert verborgen, wenn es laut bumm macht....

v.a. wenns solche idioten sind, die die kracher aus den fenstern werfen (gesehen in den wohnungen im museumsquartier).

ja...

Aber die Knallerei ist unerträglich und ausserdem verboten. Aber die Polizei macht nix.

DAS nennt sich gesellschaftliche Weiterentwicklung:

Vom Krach Machen zu peinlichen Plüsch-Viecher am Kopf tragen.

Naja wenigstens fügen sich die Plüschtier-Träger ausschließlich selbst Schaden zu:

Dadurch, dass sie sich lächerlich machen.

ja, das macht tatsächlich betroffen...

da fällt mir immer wieder der film Demolition Man ein.

Was für ein Bericht. Der Standard goes MiniZIB.

Am Silvesterpfad jemanden zu knallen...

...stelle ich mir sehr ungünstig vor.

warum..

nur weils kalt ist ? härtet ab :)

wuerde ich mir hier auch wuenschen

Seit einbruch der dunkelheit wird hier mit allem geknallt was verboten ist.

wo is da bitte a kriese?

ich krieg die kriese, weils auch hier kracht wie nur was. mir wär lieber, die würden das geld aus den fenstern werfen. da hätt ich keine angst, dass die kleine aufwacht und falls doch könnt ma einsammeln gehen. :)

bei mir leider auch!
als ob Krieg wäre ... :-(((

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