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Heuer besonders beliebt: das Plüschschwein
vergrößern 600x500Der Übersichtsplan mit ausgewählten Programmpunkten und U-Bahnnetz rund um den Silvesterpfad.
Wien - Kaum zu glauben, aber wahr: Der Silvesterpfad gehörte am Montagabend zu den ruhigsten Orten Wiens. Denn anders als im Rest der Stadt wurde das Knall-Verbot dort streng überwacht: Wer Böller oder Raketen zündete, musste mit Konsequenzen rechnen. Das galt naturgemäß nicht für die offiziellen Lichtspektakel: Das Jahr 2013 wird gleich mit zwei Feuerwerken begrüßt, nämlich am Heldenplatz und im Prater. Nicht geahndet wurde das Tragen lustiger Kopfbedeckungen, die sich heuer relativ großer Beliebtheit erfreuten.
590.000 Menschen strömten am Montag in dieWiener Innenstadt, um am Silvesterpfad feiern, teilte der Veranstaltermit. Die City-Partymeile wurde bereits um 14.00 Uhr geöffnet - geschlossen wird der Pfad dann um 2.00 Uhr früh.
Vor allem Hüte in Form großer Plüschschweine waren relativ häufig zu sehen. Zu kaufen gab es sie unter anderem am großen Silvestermarkt am Rathausplatz, der auch über ein gewaltiges Angebot an Glücksbringern verfügte. Auch in diesem Segment zeigte sich ein Trend: Kleine blinkende Anstecker in Form von Kleeblättern, Herzen oder ähnlichen Glückssymbolen ließen die Kassen der jeweiligen Standler klingen.
Musikalisch wurde der Rathausplatz von Radio Wien bespielt, und zwar unter anderem mit der sendereigenen Band. Vor dem Bürgermeister-Amtssitz wird übrigens auch am morgigen Neujahrstag Programm geboten. Unter anderem wird dort ab 11.00 Uhr das Neujahrskonzert live übertragen.
Vom Rathausplatz führte der Pfad in die Löwelstraße - nicht zuletzt bekannt durch die dort residierende SPÖ. Wobei dort heute kein Wahltag, sondern die Bühne des Radiosenders Superfly für Stimmung sorgte. Besonders festlich dann auch der Weg zur Freyung: Die Teinfaltstraße war für den Verkehr gesperrt und mit bunten Fähnchen geschmückt worden. Auch die dort befindlichen Lokale waren gut besucht.
Auf der Freyung selbst wurde zunächst an die Kinder gedacht, die sich etwa über einen Besuch des lila Wildschweins "Franz Ferdinand" freuen durften. Anschließend waren dort klimatisch unpassende, jedoch äußerst fröhliche Klänge zu hören: "Cuba Libre" und andere Formationen luden zu einer Reise nach Lateinamerika. Die Hauptacts waren dann ein paar Meter weiter auf der Bühne Am Hof zu bewundern: Coshiva, Julian le Play, die Ex-SheSays-Frontfrau Gudrun Liemberger alias "GuGabriel" oder auch DelaDap. Die Ö3-Silvesterparty stand dort ebenfalls auf dem Programm.
Der Graben kam ohne große Bühne aus. Dort sorgten die Besucher selbst für Unterhaltung - sie dürfen immerhin im "größten Ballsaal Wiens" das Tanzbein schwingen. Die imposanten Luster der Weihnachtsbeleuchtung passen dazu bestens. Am Stephansplatz gab es am frühen Abend noch Walzertanzkurse für Spätentschlossene. Das musikalische Line-Up danach reichte von Musical-Melodien über Kaiserjäger-Blasmusik bis zum ultimativen Klassiker - dem Donauwalzer.
Quasi der Kontrast dazu wurde auf der Kärntner Straße geboten: Die beiden DJ-Areas sorgten mit Dance-Music für ausgelassene Stimmung und großen Andrang. Das beschreiten des direkten Weges von der Oper bis zum Stephansplatz war bald nur mehr sehr schwer möglich. Aber auch bei einem Umweg musste der Pfad nicht verlassen werden: Denn auch der Neue Markt war einbezogen. Dort war unter anderem die Radio-Arabella-Karaoke-Show zu bestaunen.
Auf der Leinwand am Herbert von Karajan-Platz wurden nicht nur Opern- und Ballettszenen gezeigt: Auch eine Live-Übertragung der "Fledermaus" aus der Staatsoper gehörte zum Repertoire. Wer selber dirigieren wollte, also zumindest virtuell, konnte dies im Haus der Musik unweit des Silvesterpfad-Hauptgeschehens tun.
Auch der Riesenradplatz im Prater war wieder Teil der großen Party. Dort stand um Mitternacht sogar ein musiksynchrones Feuerwerk auf dem Programm. Das innerstädtische Feuerwerk wird am Heldenplatz gezündet - inklusive einer Fahrrad-Stunteinlage zum Auftakt des Neujahrs-Countdowns. (APA, 31.12.2012)
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