Wiener Ärztekammer gibt Gutachten über ELGA in Auftrag

Präsident der Bundesärztekammer fordert Einbindung in den Umsetzungsprozess

Wien - Die Wiener Ärztekammer hat ihren Kampf gegen die schon vom Parlament beschlossene Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) noch nicht aufgegeben. Die Standesvertretung hat Gutachten bei zwei renommierten Verfassungsrechtlern in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse sollen "frühestens im Februar" vorliegen, hieß es. Dann werden sich die Gremien der Wiener Ärztekammer damit beschäftigen und je nach Ergebnis entscheiden, ob man die angekündigte Verfassungsklage einbringen wird.

Einbindung gefordert

Der Präsident der Bundes-Ärztekammer, Artur Wechselberger, fordert unterdessen von Gesundheitsminister Alois Stöger, in die Erstellung der notwendigen Verordnungen zur Umsetzung von ELGA eingebunden zu werden. Das System werde nur funktionieren, wenn es die Ärzte in ihrer Arbeit unterstützt, wenn sie keine Zeit dadurch verlieren, wenn sie rasch und sicher an die Informationen kommen, mahnte Wechselberger. Außerdem dürfe das System weder in der Errichtung noch im Betrieb eine finanzielle Belastung für die Ärzte bedeuten. Dies müsse in einer sachlichen Diskussion sichergestellt werden, sonst werde das System nicht funktionieren. (APA, 31.12.2012)

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