Sammlung Essl wird gemeinnützige Stiftung

Ausstellungen wie bisher, Sparkurs bei den Ankäufen

Klosterneuburg  - Mit neun geplanten Ausstellungen setzt das Essl Museum in Klosterneuburg auch 2013 seine Kunstaktivitäten wie bisher fort. In einer Stellungnahme des Museums wird auf Anfrage mitgeteilt, dass "aufseiten der Ankäufe ein wenig gespart" werde, der Museumsbetrieb und auch das Programm seien jedoch "sehr gut aufgestellt".

In einer Aussendung erläutert Sammler Karlheinz Essl dann die neue Strategie von Sammlung und Museum: "Die Sammlung Essl ist längst nationales Kulturgut geworden. Aus diesem Grunde haben wir uns dazu entschlossen, den Kunstbereich in eine gemeinnützige Kunststiftung umzuwandeln, diese lautet auf 'Sammlung-Essl gemeinnützige Privatstiftung'. Der Kunstbereich ist selbstständig und steht in keinem Zusammenhang mit den geschäftlichen Aktivitäten der Familie."

In einem Interview mit der Tageszeitung "Die Presse" hatte Sammlerin Agnes Essl im November erklärt, wegen der schwierigen Lage, in der sich bauMax in Osteuropa gerade befinde, müsse man sparsam sein: "Momentan herrscht ein Kaufstopp. Was nicht heißt, dass es keine Ausstellungen gibt. Bei 7.000 Werken kann man aus dem Vollen schöpfen." Museumssprecher Erwin Uhrmann beruhigt ebenfalls: "Es wird so weitergehen wie bisher."

Am 17. Jänner wird - mit 44 Werken aus 44 Schaffensjahren - eine Personale zu Georg Baselitz anlässlich seines 75. Geburtstags eröffnet.  (APA, 30.12.2012)

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