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vergrößern 600x399Dirigiert u. a. "Boléro": RSO-Chef Cornelius Meister.
Wien - Der junge Maestro, der am Sonntag an der Wiener Staatsoper mit Mozarts Zauberflöte debütierte, also Cornelius Meister, ist natürlich auch in diesem ORF-Projekt verewigt. Bei 24 CDs, die das Unterfangen my RSO umfasst, wirkte es ja auch etwas seltsam, würde der aktuelle Chefdirigent des RSO nicht mit der einen oder anderen Aufnahme dabei sein. Dass er allerdings gerade auch Ravels Boléro für die CD-Box neu aufnehmen musste, überrascht doch ein bisschen.
Orchesterintendant Christian Scheib: "Man denkt, gerade vom Blockbuster Boléro müsste es viele Aufnahmen im Archiv geben. Es gibt sie ja auch. Die Erwartungen an so ein bekanntes Stück sind jedoch am höchsten, da muss jede Kleinigkeit stimmen. Also haben wir uns doch entschlossen, es noch einmal aufzunehmen."
Dass ein so arriviertes Stück überhaupt Teil der Box ist, hängt mit dem Konzept an sich zusammen: my RSO ist ja ergänzt durch die Formulierung Greatest Hits for Contemporary Orchestra und soll also einen gewissen Überblick über 300 Jahre Musikgeschichte liefern. Dass neben quasi wunschkonzertartig Bekanntem auch Modernes dabei ist, ist allerdings nur zu logisch. Das RSO steht eben für das zeitgenössische Schaffen. "Ich wollte etwa unbedingt etwas von Sofia Gubaidulina dabei haben", erklärt Scheib.
Neben dem stilistisch weit ausholenden Angebot überrascht zudem der eine oder andere Interpretenname: Da hört man Dirigent und Komponist Leonard Bernstein, wie er das RSO durch sein A Quiet Place führt. Da hört man auch Geiger David und Igor Oistrach, wie sie mit dem RSO Bachs Doppelkonzert in d-Moll BWV 1043 geben. Und ja, auch Friedrich Gulda hört man mit Mozart.
Es ist zudem wohl die erste Musiksammlung, die den CD-Player zum Radiogerät macht: Die einzelnen Einspielungen sind nämlich als Radiosendungen mit einleitendem Wortanteil (die Stimmen stammen von Elke Tschaikner und Christian Scheib) angelegt und werden seit Dezember auf Ö 1 ausgestrahlt. Und natürlich gibt es Interesse von Partnersendern aus dem Ausland, an diesem Musikkuchen mitzunaschen. (Ljubisa Tosic, DER STANDARD, 31.12.2012/1.1.2013)
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